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Generalsanierung "Das Meininger Theater" · Meiningen

ArGe.org II Keßler & Partner / Planungsgesellschaft Steiner + Palme, Suhl

Projektbeschreibung

Technische Bereiche
Die tiefgreifenden Umbauarbeiten im Rahmen der Generalsanierung des Meininger Theaters konzentrierten sich im Wesentlichen auf die Bereiche rund um die Bühne; mit dem Ziel einer Neustrukturierung der Funktionsflächen, der Neuordnung der vertikalen und horizontalen Transportwege sowie dem Schaffen einer übergreifenden Funktionsstruktur im gesamten Hinterhaus. Als Grundvoraussetzung für die Neukonzeption der Funktionsbereiche war es erforderlich, die Fläche der Hinterbühne zu vergrößern. Das Maß der Erweiterung von 5,00m, wurde im Wesentlichen durch das zur Verfügung stehende Flächenangebot zwischen Theater und Englischem Garten bestimmt.
Um so viel wie möglich Originalsubstanz zu erhalten wurde beschlossen, den Originalgiebel der Hinterbühne möglichst schonend zu translozieren. Das äußere Erscheinungsbild des Theaters bleibt bis auf den Bereich der Hinterbühne unverändert. Die durch die Translotion der Hinterbühne entstandenen neuen Fassaden -und Dachflächen wurden, im milden Kontrast zur vorhandenen Bausubstanz, mit einer einheitlichen Oberfläche aus vorbewittertem Zinkblech gestaltet. Der neu geschaffene Gebäudeteil zeichnet sich damit klar ab, ohne den Bestand zu dominieren.
Die erweiterte Hinterbühne erlaubt es einen zweiten Zugang zur Bühne zu schaffen. In Kombination mit einer Schallschutzkonstruktion zwischen Bühne und Hinterbühne können Transporte oder Bühnenbildmontagen bei gleichzeitigem Probenbetrieb durchgeführt werden. Diese Ausgangssituation eröffnet dem Theater neben einer rationalen Arbeitsweise die Möglichkeit bei Bedarf mehrere Vorstellungen am Tag zu geben.
Neue funktionsgerechte Lagerflächen entstanden durch das Sicherstellen einer einheitlichen Raumhöhe von 6,30m in allen an der Bühne angelagerten Räumen. Heute kann beispielsweise das Konzertzimmer, vollständig und stehend in Bühnennähe gelagert werden. Bis zu 6.00m hohe Dekorationen für laufende Aufführungen können ohne Demontage von der Bühne zur bühnennahen Lagerfläche transportiert werden. Transporte außer Haus entfallen damit fast vollständig.
Es galt eine klare funktionale Ordnung durchsetzen: künstlerischer Bereich auf der Stadtseite -technischer Bereich auf der Feldseite. Um dies zu ermöglichen, wurden unabhängig voneinander funktionierende vertikale Erschließungsmöglichkeiten geschaffen. Die vertikalen Verkehrswege wurden mit horizontalen Verbindungen unter und über der Bühne kombiniert. Durch diese Verbindungen wird jeder Transport und jede Bewegung möglich, ohne die Bühne zu kreuzen. Damit bedürfen Proben und Bühnenarbeiten keiner zusätzlichen Koordinationsaufwendungen mehr; zeitliche Abhängigkeiten und gegenseitige Störungen gehören der Vergangenheit an.

Zuschauerraum und angrenzende Funktionsräumeäume
Farblich wurde der Zuschauerraum wieder in den Originalzustand von 1909 zurückgeführt. Gelb, Hellgrau Weiß und Blau sind wieder raumbestimmend. Um diese Farbigkeit wieder umzusetzen, war es unter anderem notwendig, die Stoffe für die Wandbespannungen und das Gestühl auf der Grundlage von Befunden, nachweben und färben zu lassen. Dabei galt es, über die Optik hinausgehende Anforderungen, wie Abriebfestigkeit und Entflammbarkeit, zu sicherzustellen.

Bühnentechnik und sonstige Technik
Diese vorhandenen bühnentechnischen Einrichtungen wurden komplett demontiert und durch neue Theatertechnik ersetzt. In gleicher Weise wurde mit allen Installationen Gebäude verfahren. Mit Ausnahme von Teilen der Heizungs-und Lüftungsanlage wurde die komplette Technik erneuert.

Projektdaten

Adresse

Bernhardstraße 5
98617 Meiningen

Planungsbüro

ArGe.org II Keßler & Partner / Planungsgesellschaft Steiner + Palme, Suhl

Bauherr

Kulturstiftung Meiningen- Eisenach

Fertigstellung

Dezember 2011

Nutzfläche

4750 m2

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Letzte Aktualisierung dieser Seite am: 03.05.2012. Alle Angaben auf dieser Seite werden durch das Büro ArGe.org II Keßler & Partner / Planungsgesellschaft Steiner + Palme, Suhl auf freiwilliger Basis verwaltet. Das Büro ist für den Inhalt dieser Seite selbst verantwortlich. Die Angaben werden von der Architektenkammer Thüringen nicht geprüft.

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