Johannes-Landenberger-Schule · Weimar

Junk & Reich Architekten BDA Planungsgesellschaft mbH, Weimar

Mit der Förderschule für geistig Behinderte "Johannes Landenberger" und dem ebenfalls neu errichteten Seniorenpflegeheim des Diakonischen Zentrums Sophienhaus findet die Neugestaltung eines ehemaligen Krankenhausgeländes ihren Abschluss. Gemeinsam mit dem Seniorenheim und den bestehenden Gebäuden des Standortes Sophienhaus, in denen Funktionen wie Wohnen, Verwaltung, Seminar, Beherbergung und Arztpraxen integriert sind, komplettiert die Johannes-Landenberger-Schule das Gesamtensemble.
Ziel war es, behinderte Menschen nicht an den Rand zu drängen, sondern auf diesem zentralen innerstädtischen Grundstück in das gesellschaftliche Leben der Stadt zu integrieren - zugleich erfährt die Geschichte dieses Traditionsstandortes "Sophienhaus Weimar" ihre moderne Fortsetzung. Städtebaulich wichtig war es, die Chance der Sanierung eines ganzen Stadtquartiers zu ergreifen und eine vorher vorhandene starke Überbauung zu korrigieren. Eine für die Stadt Weimar typische Quartierstruktur - bebaute Quartierränder und starke Durchgrünung im Inneren - konnte somit wieder entstehen.
Die Johannes-Landenberger-Schule ist die Zusammenfassung drei verschiedener Schulstandorte der Stadt Weimar und des Kreises Weimarer Land. Das Gebäude bietet Platz für ca. 110 Schüler in 14 Klassen. Die Unterrichtsräume sind speziell auf die Erfordernisse zur Förderung geistig behinderter Schüler ausgelegt. Die Bauweise dieser Schule kommt dem Anliegen, eine Ganztagsförderschule für junge Menschen mit Behinderung im Alter von 7 - 24 als wichtigen Lebensraum in ihrem Tagesablauf zu gestalten, sehr entgegen. So bilden Klassen und Gruppenräume im Einklang mit den Balkonen, den Fluren und den jeweils drei räumlichen Ausbuchtungen in den Fluren im ersten und zweiten Obergeschoss eine optimale Erhöhung der Lebensqualität der individuellen sonderpädagogischen Förderung, der Kommunikation, der Möglichkeiten der Ruhe und Entspannung für die Schülerinnen und Schüler. Ergänzt werden die Klassenräume durch speziell eingerichtete Fachkabinette wie Räume für Werken, Töpfern, Weben, Computerkabinett, rhythmische Erziehung und die großzügige Lehrküche. Natürlich gibt es auch Räume für die therapeutische Arbeit, wie Gymnastiksaal, "Matschraum" und Räume für Physiotherapie und als besonderer Akzent das Bewegungsbad. Eine zentrale Pausenhalle bildet das Herzstück des Gebäudes. Diese läßt die verschiedensten Aktionen zu und kann auch als Aula genutzt werden. Bewusst wurde bei der Gestaltung auf eine helle, freundliche Architekturauffassung geachtet. Eine zentrale Pausenhalle bildet das Herzstück des Gebäudes. Diese läßt die verschiedensten Aktionen zu und kann auch als Aula genutzt werden.

Weitere beteiligte Architektur-/ Stadtplanungsbüros:
Breuning Breuning Büchin, Stuttgart
DANE Landschaftsarchitekten • Stadtplaner • Ingenieure, Weimar

Adresse
Trierer Straße 2
99423 Weimar

Planungsbüro
Junk & Reich Architekten BDA Planungsgesellschaft mbH, Weimar

Bauherr
privat

Fertigstellung
2001

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Letzte Aktualisierung dieser Seite am: 15.03.2018. Alle Angaben auf dieser Seite werden durch das Büro Junk & Reich Architekten BDA Planungsgesellschaft mbH, Weimar auf freiwilliger Basis verwaltet. Das Büro ist für den Inhalt dieser Seite selbst verantwortlich. Die Angaben werden von der Architektenkammer Thüringen nicht geprüft.

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