Jugend- und Seniorenzentrum „Altes Schulhaus“ · Weimar

Junk & Reich Architekten BDA Planungsgesellschaft mbH, Weimar

Allgemeines
Das „Alte Schulhaus“ wurde – wie der Name sagt – ursprünglich als Schulhaus konzipiert und gebaut. Verschiedene neue Ansprüche machen eine bauliche Veränderung der Substanz notwendig. So hat z.B. die gemeinsame Betrachtung von „Altem Schulhaus“ und Pfarrhaus Konsequenzen für die Erschließung. Funktionelle Veränderungen bedingen neue räumliche Organisation im Inneren. Veränderte Ansprüche und Vorschriften, z.B. bezüglich Behinderter, erfordern bauliche Veränderungen. Nicht zu vergessen sind die Brandschutzvorschriften mit nicht unerheblichen baulichen Eingriffen.

Städtebauliches Konzept
Das „Alte Schulhaus“ und das Pfarrhaus werden aufgrund der vielfältigen Beziehungen als funktionale Einheit betrachtet. Beide Gebäude orientieren sich zum Pfarrhof, der damit in seiner Bedeutung aufgewertet wird. Wichtigste Konsequenz ist die Neuformulierung des Hauptzugangs für das „Alte Schulhaus“: der bislang ohnehin stets abgeschlossene ehemalige Haupteingang wird aufgegeben und der Hofeingang mit dem Glaskörper der Erschließung umgestaltet und in seiner nunmehrigen Bedeutung akzentuiert. Diese Veränderung der Erschließung hat auch auf die innere Organisation des Gebäudes Vorteile. Weiter Zugangsmöglichkeiten - ebenfalls für Behinderte – bieten sich an der Gartenseite des Gebäudes.

Freiflächenkonzept
Das bislang nach Süden völlig abgeschirmte Schulhaus wird deutlich auf den dort liegenden Garten orientiert. Einerseits machen die Brandschutzvorschriften die Anordnung eines 2. Fluchtweges in Form einer Außentreppe notwendig, die ihren Standort an der Südseite hat. Andererseits wird eine funktionale Verbindung Innenraum – Freiraum angestrebt. Die Treppe ist damit zusätzlich willkommener Kommunikationsraum.

Der Raum vor dem Garteneingang zu KG wird amphietheaterartig aufgeweitet und als Aktionsraum verstanden. Das EG ist über eine vorgelagerte Terrasse mit dem Garten verbunden. Sie bildet das Dach des darunterliegenden Heizraumes. In diesem Bereich entsteht durch Abriss der Toilettenanlage eine Grube, die entweder aufwendig verfüllt und verdichtet werden muss, oder aber als Baugrube für den Heizraum dient.

Architektonisches Konzept
Die notwendigen Umbauten des Gebäudes treten auch nach außen in Erscheinung. Dadurch ergibt sich die Chance, durch eine dem Bauwerk angemessene architektonische Haltung Merkzeichen zu setzen: als Dialog von Alt und Neu und als Orientierungspunkt und Selbstdarstellung der Funktion als Jugend- und Seniorenzentrum. Die an 3 Stellen notwendigen äußeren Anbauten werden mit gleichen stilistischen Mitteln behandelt.

Adresse
Paul-Schneider-Straße 5
Weimar

Planungsbüro
Junk & Reich Architekten BDA Planungsgesellschaft mbH, Weimar

Bauherr
Katholische Kirchgemeinde Herz-Jesu Weimar

Fertigstellung
2002

Direkt bei Google-Maps suchen

Zugeordnete Schlagworte und Sammlungen

Weitere Projekte des gleichen Büros (26)

Letzte Aktualisierung dieser Seite am: 15.03.2018. Alle Angaben auf dieser Seite werden durch das Büro Junk & Reich Architekten BDA Planungsgesellschaft mbH, Weimar auf freiwilliger Basis verwaltet. Das Büro ist für den Inhalt dieser Seite selbst verantwortlich. Die Angaben werden von der Architektenkammer Thüringen nicht geprüft.

Seite teilen: