LESESAAL REITHALLE MARSTALLQUARTIER 2.BA · Weimar

Aschenbach Architekten BDA, Weimar

MARSTALLPROJEKT THÜRINGISCHES HAUPTSTAATSARCHIV WEIMAR
WIEDERAUFBAU/ UMBAU LESESAAL IN EHEMALIGER REITHALLE 2.BA

BGF: 800 m²/ HNF: 612 m²

Der marode Bestand der alten Reithalle musste für die Errichtung des Tiefmagazins zunächst abgetragen werden. Als Mittelpunkt des Innenhofes und des Marstallquartiers bildet die als Archiv-Lesesaal neu errichtete Reithalle auch das Zentrum öffentlicher Nutzung durch das Hauptstaatsarchiv. Die Halle (1899–01) wird durch eine der frühesten Eisenbinderkonstruktionen Weimars überspannt. Konstruktion und Kubatur wurden in ihren originalen Dimensionen mit erhöhtem Wärmeschutz und unter Wiederverwendung der restaurierten, genieteten Fachwerkbinder neu aufgebaut. Eine auf Stahlstützen reversibel eingestellte Galerie für die Handbibliothek sowie neue raumhohe Hallenfenster nach Norden prägen das Innere des Lesesaals, der in sachlicher Zurückhaltung auch das Gedenken an die von hier deportierten jüdischen Bürger Weimars bewahrt.

Die Optimierung lichttechnischer, akustischer und raumklimatischer Parameter gehörte zu den haustechnischen Aufgaben, die z.B. durch das Ausfiltern direkten Sonnenlichteinfalls, blendfreies Nordlicht, schalldämpfende Oberflächen der gesamten Raumhülle oder eine Baukernaktivierung der Bodenplatte (Kühlen/Heizen) erfüllt werden. An Decken und Wänden dominiert der technische Charakter der frühen Maschinenhalle, kontrastiert durch eine in warmen Rottönen und Naturmaterialien gehaltene Lesesaal-Landschaft.

Adresse
Marstallstraße 2
99423 Weimar

Planungsbüro
Aschenbach Architekten BDA, Weimar

Bauherr
Freistaat Thüringen Staatsbauamt Erfurt

Fertigstellung
Juni 2003

Preise/Auszeichnungen
tag der architektouren 2003

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Letzte Aktualisierung dieser Seite am: 15.03.2018. Alle Angaben auf dieser Seite werden durch das Büro Aschenbach Architekten BDA, Weimar auf freiwilliger Basis verwaltet. Das Büro ist für den Inhalt dieser Seite selbst verantwortlich. Die Angaben werden von der Architektenkammer Thüringen nicht geprüft.

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