NEUROCHiRURGiSCHE PRAXiS AM ROTEN TURM JENA · Jena

GiSi.ARCHiTECTURE | architekturbüro gisbert bachrodt, Jena

 Die Errichtung der Neurochirugischen Praxis am Roten Turm war eine besondere Herausforderung, da viele Einflüsse und Wünsche unter einen Hut gebracht werden mussten. Zum einen gibt es noch nicht viele Praxisvorbilder für Praxen dieser Art zum anderen kamen die Ärzte aus dem klinischen Bereich und mussten sich mit Praxis statt Klinik Strukturen auseinander setzen. Die Ordination befindet sich im Jenaer Zentrum in einem Anfang der 90er Jahre errichteten Wohn- und Geschäftshaus mit guter inhaltlicher Durchmischung. Im dritten Obergeschoss mit Barrierefreier Erschlieszung über einen Lift wurde die Praxis auf ca. 145 qm errichtet. Planungs- und Umsetzungsziel war die Errichtung von drei Sprechzimmern und und einem Behandlungsraum mit C-Bogen, sowie die Integration von diversen Nebenräumen. Die Hauptaufgabe war die Findung einer Grundrisslösung die den öffentlichen Bereich vom Behandlungsbereich sauber trennt. Durch die partiell unglückliche Fassadengliederung mussten Lösungen gefunden werden die eine optimale Raumgliederung zulassen, ohne dabei die Aufenthalts- und Erlebnisqualität der Räume zu schmälern. Im Ergebnis konnte. Eine raumdominierende Trennung gefunden werden, welche die Hauptnutzungszonen gliedert.
Die Räumlichkeiten wurden mit geringen Einbauten übernommen und komplett entkernt. Alle raumbildenden Wände und Decken wurden im Trockenbau errichtet.
Im Bereich der Ausstattung wurde viel Wert auf kleine Details gelegt, so sind zum Beispiel die Waschtische in den Sprechzimmern in der Wand eingelassen und mit Funktionsmöbeln umrahmt. Diese Masznahme führt dazu, dass der Waschtisch zurücktritt und der Patient im Mittelpunkt der Arbeit steht. Für die Sprechzimmer wurden spezielle Schreibtische entwickelt, die optimal auf die Arbeitsprozesse ausgerichtet sind und somit unnötige Wege degradieren. Durch die Analyse von Arbeitsabläufen konnten die Räumlichkeiten rechtzeitig funktional fixiert werden, dh. alle Geräte mit eAnschluss sind so positioniert, dass keine freien Kabel die Raumnutzung beeinträchtigen.
Das Material- und Farbkonzept sah eine Praxisgestaltung vor, die einen eher wohnlichen warmen Aufenthaltscharkter ausstrahlt, darum wurden für die Wände und Decken warme erdige Töne gewählt die in drei Nuancen mit einander spielen. Die zentrale Wand die den öffentlichen Bereich von der Behandlungszone trennt ist in einem warmen Ruhe stiftenden Bordeauxton gehalten und bindet vom Wartezimmer beginnend die Behandlungsräume an. Das Lichtkonzept wurde so gestaltet, dass die Entréezone durch Deckenleuchten sehr hell gehalten ist, der Bereich der Rezeption wird noch einmal durch eine attraktive Pendelleuchte dominiert. Das Wartezimmer ist ebenfalls sehr gut durch Deckenleuchten ausgestrahlt, im Flur werden die Räume nur durch dezente Wandleuchten illuminiert. Alle Sprechzimmer sind mit Deckenleuchten versehen, so dass sie der Arbeitsstättenverordnung entsprechen.

Adresse
Löbdergraben 28
07743 Jena OT Jena

Planungsbüro
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Bauherr
Berufsausübungsgemeinschaft für Neurochirurgie in Jena Dr. med. Stefan Schröter + Dr. med. Brigitte Schneider + Dr. med. Rudolf Hliscs

Fertigstellung
März 2013

Nutzfläche
145 m2

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Letzte Aktualisierung dieser Seite am: 01.07.2014. Alle Angaben auf dieser Seite werden durch das Büro GiSi.ARCHiTECTURE | architekturbüro gisbert bachrodt, Jena auf freiwilliger Basis verwaltet. Das Büro ist für den Inhalt dieser Seite selbst verantwortlich. Die Angaben werden von der Architektenkammer Thüringen nicht geprüft.

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