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Ökumenisches Hainich Klinikum gGmbH – Neubau NPZ · Mühlhausen

HDR GmbH, Erfurt

Projektbeschreibung

F a k t e n :

Termine:

Übernahme Planungsauftrag: 08 / 2001
Einreichung Bauantrag: 01.03.2002
Baubeginn Altbau: 06 / 2002
Baubeginn Neubau: 09 / 2002
Richtfest: 02.10.2003
Fertigstellung / Einweihung: 15.12.2004

Kosten:

geförderte Kosten: 23,4 Mio. Euro
Eigenmittel: 1,5 Mio. Euro

Gebäudeeckdaten:

600 t Stahl, 4.600 m³ Beton, 234 km Elektrokabel- und leitungen, ~3.500 Leuchten, 2.500 m² Lüftungskanäle, 20 km Versorgungsleitungen etc.

Altbau: 3 Gebäude (Haus 17, 18, 19)
BGF ~ 4.500 m²
BRI ~ 16.800 m³
Neubau: 3 Gebäude (Haus A, B, C)
BGF ~ 7.300 m²
BRI ~ 27.300 m³
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Gesamt: 6 Gebäude
BGF ~ 11.800 m²
BRI ~ 44.100 m³
NF ~ 5.100 m²

Funktionsbereiche:

Pflege: 130 Betten
(80 Betten Psychiatrie, 50 Betten Neurologie)

Untersuchung / Behandlung:
Institutsambulanz Erwachsenenpsychiatrie
Institutsambulanz Kinder- und Jugend-psychiatrie und - Psychotherapie
Physikalische Therapie mit Bewegungsbad
Neurologische ITS
Funktionsdiagnostik (EEG, EMG, Doppler)
bildgebende Diagnostik mit MRT, CT, Röntgen


K u r z e r l ä u t e r u n g s b e r i c h t :

Am 15. Dezember 2004 wurden die neuen Gebäude des Neurologisch- Psychiatrischen Zentrum im Ökumenischen Hainich Klinikum Mühlhausen feierlich eingeweiht. Damit ergeben sich neue Dimensionen für die Betreuung und Heilung psychisch kranker Menschen unter vorbildlichen Bedingungen für Ärzte, Schwestern und Pflegepersonal, denn durch klinik- und fachrichtungsübergreifende Diagnostikmöglichkeiten wird die Behandlung besser und effizienter möglich sein.
Im neuen Zentrum stehen künftig 130 Betten, 80 Betten für die psychiatrische und 50 Betten zur neurologischen Betreuung von Kranken, bereit.
Zusätzlich zur Pflege und Behandlung können die Institutsambulanzen Erwachsenen Psychiatrie und Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, die Funktionsdiagnostik, eine neurologische Intensivstation, Röntgendiagnostik mit Computertomograph und Magnetresonanztomograph, die Physiotherapie mit Bewegungsbad genutzt werden.
Die schwierigen örtlichen Bedingungen ergaben sich durch die Verknüpfungen von drei Bestandsgebäuden mit den hinzukommenden Verbindungsneubauten und aus den damit verbundenen denkmalpflegerischen Ansprüchen und brandschutztechnischen Notwendigkeiten.
Das Projekt versucht die Gestalt und die Identität des bestehenden Flächendenkmals zu bewahren. Vor allem wurde die Höhe des flächenintensiven Neubaus zugunsten der Altbauten bewusst auf 3 oberirdische Geschosse reduziert. Der Neubau ordnet sich so dem Bestand unter und passt sich in seiner Maßstäblichkeit an. Auf historisierende Details wurde bewusst verzichtet. Formen und Größen einzelner Elemente, wie zum Beispiel die stehenden Fensterformate werden jedoch aufgegriffen und neu interpretiert.
Der neue Komplex entspricht modernsten Anforderungen. Durch Transparenz und Offenheit soll den kranken Menschen die Angst vor dem Krankenhaus, die Schwellenangst vor den vielleicht bevorstehenden Behandlungen und der dazu einzusetzenden Technik genommen werden. Gut gestaltete Räume, helle, freundliche, warme Farben, aber auch der zum Verweilen einladende Außenbereich sollen den Genesungsprozeß unterstützen, das Wohlbefinden erhöhen und das Arbeitsumfeld optimieren.
Damit entspricht das neu geschaffene Zentrum dem Wandel des Gesundheitswesens zum Dienstleister und der Patient fühlt sich hier eher als Gast denn als Kranker.

Weitere beteiligte Architektur-/ Stadtplanungsbüros:
PSL Landschaftsarchitekten, Erfurt

Projektdaten

Adresse

Pfafferode 102
99974 Mühlhausen

Planungsbüro

HDR GmbH, Erfurt

Bauherr

Ökumenisches Hainich Klinikum Mühlhausen gGmbH

Fertigstellung

2004

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Zugeordnete Schlagworte und Sammlungen

Letzte Aktualisierung dieser Seite am: 19.02.2014. Alle Angaben auf dieser Seite werden durch das Büro HDR GmbH, Erfurt auf freiwilliger Basis verwaltet. Das Büro ist für den Inhalt dieser Seite selbst verantwortlich. Die Angaben werden von der Architektenkammer Thüringen nicht geprüft.

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