Brandenburgischer Baukulturpreis 2019 ausgelobt - Baukultur ist in aller Munde

Mitteilung der Brandenburgischen Architektenkammer

Die Brandenburgische Architektenkammer und die Ingenieurkammer loben gemeinsam unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) den Brandenburgischen Baukulturpreis 2019 aus. Bis zum 30. April 2019 können sich Architekt*innen und Ingenieure*innen mit ihren Leistungen um die Auszeichnung bewerben. Der mit 21.000 Euro dotierte Preis wird in drei Kategorien vergeben: dem Baukulturpreis für ein ganzheitlich geplantes und ausgeführtes Bauwerk oder Ensemble im Land Brandenburg, den Sonderpreisen für außergewöhnliche Leistungen mit einem Schwerpunkt nach verschiedenen Kriterien und dem Initiativpreis.

Infrastrukturministerin Kathrin Schneider: „Das Bauen in hoher Qualität macht unsere Städte und Gemeinden attraktiv und lebenswert. Auch deshalb ist uns die Pflege der Baukultur ein wichtiges Anliegen. Dabei umfasst die Baukultur mehr als gute Architektur. Es geht auch darum, die besonderen Stile und baukulturellen Traditionen zu erhalten, mit der historischen Bausubstanz angemessen umzugehen und gleichzeitig die Anforderungen an klimagerechtes Bauen zu erfüllen. Der Baukulturpreis will herausragende Beispiele finden, würdigen und der Öffentlichkeit präsentieren.“

Christian Keller, Präsident der Brandenburgischen Architektenkammer: „Baukultur ist in aller Munde. Die Erklärung von Davos 2018 der europäischen Kultusminister hat die ökonomische und ökologische Bedeutung des vermeintlich „weichen“ Faktors Baukultur in den Fokus gerückt. Der Brandenburgische Baukulturpreis wird seit nunmehr zehn Jahren an Gemeinschaften aus Bauherren, Architekten und Ingenieuren verliehen, die an konkreten Bauvorhaben diese Abhängigkeiten illustriert haben. Auch in diesem Jahr freuen wir uns wieder auf die Vielfalt der Bauten, die auf märkischem Boden entstanden sind und unsere Gesellschaft im Kleinen und Großen fortan prägen.“

Matthias Krebs, Präsident der Brandenburgischen Ingenieurkammer: „Mit dem Brandenburgischen Baukulturpreis legen wir, auch im bundesweiten Vergleich, den Maßstab sehr hoch an. Diese Bedeutung der Baukultur hat in der bestehenden Zusammenarbeit der Akteure in den letzten Jahren eine Tradition erhalten. Die gleichberechtigte Wertschätzung der am Bau Beteiligten sucht noch immer Nachahmer. Unsere Kultur steht nicht nur für Äußerlichkeiten, sie steht vor allem für Charakter, für eine Symbiose von Innen und Außen, für eine Betrachtung der Funktion, ein Bauwerksleben lang. Wir Ingenieure in Brandenburg begehen in diesem Jahr unser 25-jähriges Kammerjubiläum mit dem Motto "Zukunft @ Bewahren". Der Bogen zwischen alt und neu wird besonders beim Baukulturpreis sichtbar. Ich persönlich freue mich auf viele interessante Projekte, insbesondere auf den ersten Blick, vielmehr aber auf den Zweiten und Dritten, oftmals dann auch hinter die Kulissen.“

Die Auslober dieses Preises verstehen Baukultur als die Auseinandersetzung unserer Gesellschaft mit der gebauten Umwelt. Baukulturelle Werte sind Voraussetzung für gute Architektur, Ingenieurbauten, Freiraum und- Landschaftsgestaltung, für lebenswerte Städte und Dörfer.

Baukultur entsteht im Kontext.
Baukultur entsteht im Dialog.
Baukultur braucht Vielfalt.

Bis zum 30. April 2019 können die Bewerbungen für Bauten und schriftliche Werke aus dem Zeitraum zwischen Mai 2017 und April 2019 bei der Brandenburgischen Architektenkammer und der Brandenburgischen Ingenieurkammer eingereicht werden. Im Oktober 2019 werden die Preise durch Ministerin Schneider verliehen. Alle eingereichten Arbeiten werden im Anschluss an die Preisverleihung in einer öffentlichen Ausstellung zu sehen sein.

Alle Informationen zum Baukulturpreis, die Auslobung inklusive der Anlagen, finden Sie online unter:
www.ak-brandenburg.de/baukulturpreis
oder
www.bbik.de/baukulturpreis/

veröffentlicht am 04.03.2019 von Björn Radermacher · Rubrik(en): News, Verfahren/ Auszeichnungen/ Preise - Auslobungen

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