Planungsstab(e) Wiederaufbau + 50 Jahre Stadtentwicklungen | „ARCHITEKT(O)UR_NDH“

Rückblick auf die Ausstellungseröffnung in Nordhausen

Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage durch die jungen Gitarristinnen Merle Ludewig und Amelie Schneller von der Kreismusikschule Nordhausen, Bild: Vera Angelstein, Kreissparkasse Nordhausen 8 Bilder.
Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage durch die jungen Gitarristinnen Merle Ludewig und Amelie Schneller von der Kreismusikschule Nordhausen, Bild: Vera Angelstein, Kreissparkasse Nordhausen

Text: Pia Wienrich, Kammergruppe Kyffhäuser Südharz

Die Ausstellung „ARCHITEKT(O)UR_NDH“ in der Kreissparkasse zeigt neben der Werkschau zu den Architekten und Ingenieuren um Friedrich W. A. Stabe zum Wiederaufbau in Nordhausen auch die sukzessive in Nähe der Planungsstab(e)-Bauten entstandenen, sanierten oder erweiterten Architekturobjekte der vergangenen 14 Jahre und so die städtebauliche Weiterentwicklung der Stadt bis 2018.

Zur Eröffnung am Mittwoch, den 20. März 2019, begrüßte Wolfgang Asche als Vorstand der Kreissparkasse die zahlreichen Gäste, insbesondere Landrat Matthias Jendricke, Barbara Rinke als einstige Oberbürgermeisterin sowie den Geschäftsführer der Architektenkammer Thüringen, Ulf Pleines.

Die Gegenüberstellung der Gebäude aus dem Wiederaufbau mit den jüngsten baulichen Entwicklungen – allesamt Bauwerke, die in den letzten 14 Jahren am Tag der Architektur teilnahmen – sei eine interessante Retrospektive und zeige die große Bandbreite der Architektur, sagte Ulf Pleines in seinem Grußwort. Mit Blick auf den diesjährigen Tag der Architektur, der am 29. und 30. Juni unter dem Motto „Räume prägen“ stattfinden wird, überbrachte der Kammer-Geschäftsführer zudem eine erfreuliche Nachricht: So werden allein sieben der insgesamt 48 angemeldeten Objekte in Nordhausen zu sehen sein.

Hartmut Stabe, Sohn von Friedrich W. A. Stabe, erinnerte an die mühsamen Zeiten des Wiederaufbaus und die schaffensreiche Arbeit des Planungsstabes, insbesondere seines Vaters. Stets nahm sich dieser Zeit für seine Kinder und entwarf für sie Spielzeug, mit dem heute noch seine Urenkel spielen.

Zu guter Letzt warf der Nordhäuser Architekt Stefan Klima die Frage auf, was gewesen wäre, wenn Nordhausen nicht in der Nacht vom 3. zum 4. April 1945 von Bomben zu über 80 Prozent zerstört worden wäre und die Stadtplaner sich mit einer historisch gewachsenen Stadt für die Zukunft hätten auseinandersetzen müssen.

Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage durch die jungen Gitarristinnen Merle Ludewig und Amelie Schneller von der Kreismusikschule Nordhausen.

Die Ausstellung der Kammergruppe Kyffhäuser Südharz wird unterstützt durch die Architektenkammer Thüringen, vom Förderverein der Stadtbibliothek „Nicolai in Foro“ und von der Kreissparkasse Nordhausen. Sie gastiert noch bis zum 3. Mai 2019 in der Galerie der Kreissparkasse und kann zu den Öffnungszeiten der Hauptstelle am Kornmarkt kostenlos besichtigt werden.

Lesen Sie auch den Beitrag in der nnz von Angelo Glashagel:
www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=252032

veröffentlicht am 29.03.2019 von Björn Radermacher · Rubrik(en): News, Kammergruppe Kyffhäuser Südharz, Berufspolitik/ Kammerarbeit

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