Neubau Informations‐ und Erlebniszentrum Thüringer Freilichtmuseum Hohenfelden
17 Projektbilder
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Neubau Informations‐ und Erlebniszentrum Thüringer Freilichtmuseum Hohenfelden, Eingangsgebäude mit Vorplatz, Bild: Alexander Burzik -
Luftbild, Freilichtmuseum mit neuem Eingangsgebäude, im Hintergrund Schloß Tonndorf, Bild: Alexander Burzik -
Blick auf den Vorplatz, Bild: Alexander Burzik -
Luftbild, senkrecht, Freianlagen, Flachdächer mit Gründach und PV-Anlage, Bild: Alexander Burzik -
Eingangssituation mit Fahrradstellplätzen, Bild: Alexander Burzik -
Grundriss mit Erläuterung, Bild: Nils Havermann -
Fassade Museumsshop, Bild: Alexander Burzik -
Vorraum mit touristischen Informationen über die Region, Bild: Alexander Burzik -
Museumsshop mit Kassenbereich, Bild: Alexander Burzik -
Ausstellungsbereich/ Sonderausstellung, Bild: Alexander Burzik -
Ausstellungsbereich mit Blick auf das Museumsgelände, Bild: Alexander Burzik -
Flur mit Zugang zum Sanitärbereich, Bild: Alexander Burzik -
Detail Materialität, Bild: Alexander Burzik -
Detail Leitsystem, Bild: Alexander Burzik -
Detail Fassade, Boden-Deckel-Schalung, Bild: Alexander Burzik -
Detailschnitt Fassade, Bild: Nils Havermann -
Zimmerleute beim Richten, Bild: Nils Havermann
Projektbeschreibung
Neubau Informations‐ und Erlebniszentrum Thüringer Freilichtmuseum Hohenfelden
Das Thüringer Freilichtmuseum in Hohenfelden benötigte im Zuge seiner Erweiterung ein neues zentrales Eingangsgebäude.
Der barrierefreie Neubau bietet für die Besucher*innen einen Ticket- und Museumsshop mit Tourismusinformation, einen Raum für Sonderausstellungen sowie Sanitär- und Servicebereiche.
Für das Museum bietet er einen modernen Haustechnikbereich, Mitarbeiter- und Lagerräume. Der Haustechnikbereich dient der Vernetzung der technischen Infrastruktur des gesamten Museumsgeländes.
Der Neubau hat einen eigenen Trinkwasserbrunnen, eine Kläranlage, eine Photovoltaikanlage, eine Wärmepumpe (zum Heizen und Kühlen), eine E-Bike-Ladestation und einen Löschteich.
Die Museumsbesucher*innen werden durch das Gebäude von den Parkplätzen und der Bushaltestelle durch den Kassen- und Informationsbereich auf das Museumsgelände geleitet.
Das Gebäude mit einem H-förmigen Grundriss gliedert sich in drei eingeschossige, rechteckige Bauteile (von Nord nach Süd, die Bauteile A, B und C). Die Bauteile A und C stehen parallel zum Hang, und wirken geschlossen. Das Bauteil B steht rechtwinkelig zu ihnen und bildet mit großen Fenstern und Vordächern, Ein- und Ausgang für die Besucher. Die Bauteile vermitteln die Hangneigung in drei Stufen in einer Höhe von jeweils 80 cm.
Das Flachdach ist begrünt und teilweise mit PV-Modulen belegt. Es hat nur dreiseitig eine Attika um eine freie Traufseite zu gewährleisten.
In seiner Materialität setzt das in nachhaltiger Holzrahmenbauweise errichtete Haus, mit Ausnahme der flügelgeglätteten Betonfußböden, auf Analogien zu den einfachen Baustoffen des historischen Bauens in Thüringen wie Balken, Bretter, Ziegel, ...
Das Gebäude hat eine Brutto-Grundfläche von ca. 555 m² und wurde mit einer hohen Kosteneffizienz mit Flächenkosten für die KG 300, 400 und 600 von ca. 2.500 €/m² BGF (netto) errichtet.
Das Eingangsgebäude soll sich in seiner Gestalt klar von den historischen Gebäuden des Freilichtmuseums absetzen. Die drei zusammengefügten eingeschossigen Quader mit Flachdach unterscheiden sich von den, meist zweigeschossigen ländlichen Gebäude mit Satteldach deutlich. Gleichzeitig ordnet sich der Neubau in seiner Höhe unter.
Das Gebäude bildet quer zur Hangneigung und zur Wegeführung eine Barriere und leitet die Besucher zwischen den Seitenflügeln gezielt in den zentralen Kassenraum mit Museumsshop.
Die Fensterfront im Norden des Ausstellungsraums lässt schon vor Betreten des Museumsgeländes erste Ausblicke auf die historischen Gebäude zu.
Das Tragwerk (Dach und Wände) ist in Holzrahmenbauweise mit einem hohen Grad an Vorfertigung errichtet (Richtzeit 3 Tage). Die oberflächenfertige und bauteilaktivierte Stahlbetonbodenplatte spart zusätzliche Estrich- und Belagsaufbauten.
Das Gebäude wird hauptsächlich in den warmen Monaten betrieben, somit bildet die Wärmepumpe in Verbindung mit der Photovoltaikanlage und einem Pufferspeicher ein sehr effizientes System. Die oberflächenfertige Stahlbetonbodenplatte des Gebäudes ist bauteilaktiviert, sie dient als Flächenheizung und als Flächenkühlung.
Objektplanung Gebäude- und Freianlagen – Nils Havermann Architekt
Fachplanung Tragwerksplanung – Dr. Hunger
Fachplanung Technische Ausrüstung ELT – Lange Engineering
Fachplanung Technische Ausrüstung HLS - Ckonzept
Fachplanung Bauphysik – Norman Klüber
Leitsystem – Andreas Wolter
Projektdaten
Adresse
Am Eichenberg 1
99448 Hohenfelden
Planungsbüro
Nils Havermann Architekt, Kapellendorf
Bauherr
Landkreis Weimarer Land
Fertigstellung
Mai 2026
Nutzfläche
344 m2
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Letzte Aktualisierung dieser Seite am: 15.06.2026. Alle Angaben auf dieser Seite werden durch das Büro Nils Havermann Architekt, Kapellendorf auf freiwilliger Basis verwaltet. Das Büro ist für den Inhalt dieser Seite selbst verantwortlich. Die Angaben werden von der Architektenkammer Thüringen nicht geprüft.