Das Theater Gera wurde 1902 nach den Plänen des Architekten Heinrich Seeling errichtet. Das Gebäude ist ein Einzeldenkmal.
Die äußere Sanierung gliederte sich im Wesentlichen in die Bereiche Dach und Fassade. Die Außentüren wurden wieder als Holztüren gefertigt. Die dafür vorliegenden Dokumente erlaubten eine fast detailgetreue Nachgestaltung. Die vorhandenen Fenster wurden auf ihre Funktionstüchtigkeit sowie hinsichtlich der Verbesserungsmöglichkeiten von Schall- und Wärmeschutz geprüft und soweit möglich, aufgearbeitet und ergänzt. An der Westseite wurden zwei Containerhubpodien im Bereich des Magazins angeordnet.
In der inneren Sanierung mussten umfangreiche Probleme gelöst werden. Neue Raumkonzepte des Nutzers, Änderungen in den logistischen Bereichen, die Einhaltung brandschutztechnischer Vorschriften unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten, waren zu beachten bzw. umzusetzen.
Die gesamte Bühnentechnik (Obermaschinerie, Drehbühne mit Doppelstockhubpodien usw.), die Szenische Beleuchtung und die elektro-akustische Anlage wurden komplett erneuert. Die Rauch- und Wärmeableitung im Bühnenturm erfolgt über neu eingebaute RWA-Anlagen.
Im Proszenium wurde ein Orchesterhubpodium eingebaut.
Die bisher völlig offenen Treppenhäuser und Flure im Bereich Bühnenhaus wurden durch Einbau von Brand- und Rauchschutztüren erstmals in einzelne Bereiche unterteilt.
Der Theatersaal wurde entsprechend der historischen Befunde saniert. Zur Verbesserung der raumakustischen Bedingungen wurde eine Nachhallzeit-Verlängerungsanlage eingebaut. Die Gestaltung der Öffentlichkeitsbereiche wie Garderoben und Foyers erfolgte ebenfalls nach historischen Befunden. Die Foyers im EG erhielten eine Fußbodenheizung. Die grazile Gestaltung der Stahl-Glas-Türen (Material, Form und Farbe) erfolgte bewusst als Kontrast zu den historisch nachweisbaren Befunden an Wand und Decke.
Für die öffentlichen Bereiche der Logen Konzertsaal Südseite und dem Chorprobenraum wurde jeweils ein 2. baulicher Rettungsweg geschaffen. Durch Abbruch der der Podeste und Treppenläufe in einem Treppenhaus, konnte Platz für den Einbau eines Aufzugs für Behinderte geschaffen werden.
Der Ballettsaal erhielt einen neuen Tanzboden.
Das Theaterrestaurant wurde komplett saniert.
Unmittelbar neben dem Theater erfolgte die Realisierung eines Neubaus, der Bühne am Park (BaP). Die Gebäude sind miteinander verbunden und ergänzen einander.

Adresse
Theaterplatz 1
07548 Gera

Planungsbüro
BVS GmbH Architekt Dipl.-Ing. Klaus Sorger, Gera

Bauherr
Stadt Gera

Fertigstellung
April 2007

Preise/Auszeichnungen
Thüringer Staatspreis für Architektur und Städtebau 2008
Weitere:
Thüringer Preis zur Förderung der Baukultur 2008

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Letzte Aktualisierung dieser Seite am: 13.03.2018. Alle Angaben auf dieser Seite werden durch das Büro BVS GmbH Architekt Dipl.-Ing. Klaus Sorger, Gera auf freiwilliger Basis verwaltet. Das Büro ist für den Inhalt dieser Seite selbst verantwortlich. Die Angaben werden von der Architektenkammer Thüringen nicht geprüft.

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