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Wohnen am Aueblick Nordhausen

LA21 Landschaftsarchitektur®, Nordhausen

Projektbeschreibung

Das Baugebiet befindet sich in der Stadt Nordhausen ‚Am Aueblick‘. Das ruhige und idyllische Wohngebiet in der Oberstadt ist umgeben von gepflegten Grünanlagen und profitiert durch die exponierte Lage vom freien Blick in die Landschaft.
In Ergänzung zu zwei bereits sanierten Gebäudekomplexen werden auf dem Gelände des Bauvorhabens weitere bestehende Wohnungen umgestaltet und baulich ergänzt. Durch eine moderne Gestaltung und eine durchgängige Barrierefreiheit entsprechen die neuen Wohneinheiten modernsten Ansprüchen. Die Wohnungen werden somit überwiegend durch Senioren genutzt.
Verkehrstechnisch und infrastrukturell ist das Planungsgebiet vorteilhaft gelegen. Die Straßenbahnlinie ist fußläufig zu erreichen und ausreichend Parkplätze befinden sich in näherer Umgebung. Ärzte, das Krankenhaus, eine Apotheke, Einkaufsmöglichkeiten u.v.m. sind im Wohngebiet.

Gegenstand der Freianlagenplanung sind der Innenhof zwischen den sanierten Wohngebäuden und die unmittelbar angrenzenden Flächen im Umfeld der Gebäude.
Der Baumbestand verteilt sich locker über das gesamte Gelände und wird größtenteils in die Planung integriert. Bereits bestehende Strauch- und Staudenpflanzungen und befestigte Flächen, wie die Feuerwehrzufahrt und einige Anwohnerparkplätze werden bei der Entwurfserarbeitung berücksichtigt. Die Stellplätze werden jedoch sukzessive aus dem Innenhof verschwinden.

Entwurfsidee:

Bei der Erarbeitung der Entwurfsidee liegt der Fokus auf der Schaffung multifunktionaler Aufenthalts- und Bewegungsangebote für alle Anwohner.
Die Grünflächen des Innenhofs sind durch eine vorhandene und ergänzte umlaufende, barrierefreie Pflasterfläche eingerahmt. Sie dient als barrierefreier Zugang zu den hofseitigigen Eingängen, als Feuerwehrzufahrt und für gelegentliche Anlieferungen. Innerhalb der Grünflächen bilden sich durch eine organisch geschwungene Wegeführung einzelne Inseln, die unterschiedliche Angebote für Spiel und Sport, aber auch für Ruhe und Entspannung bereithalten.

Die derzeit bestehenden Parkplätze im südlichen Teil des Innenhofes werden zunächst in das Gestaltungskonzept integriert, sollen aber Stück für Stück zurückgebaut werden, sodass der Innenhof nur noch für die Anlieferung genutzt werden kann. Als Ausgleich entsteht an der Stolberger Straße eine „Mobile Ecke“ mit gemeinschaftlich nutzbaren E-Fahrzeugen (Pkw, E-Bike) und Ladestation.

Gemeinschaftsgarten - Süden des Innenhofes
Im südlichen Teil des Hofes entsteht einer von zwei Gemeinschaftsgärten. Dieser dient durch die Platzierung eines Pavillons mit Sitzmöglichkeiten als Treffpunkt. Die geplante Sitzecke wird mit verschiedenen Beerensträuchern eingerahmt. In Ergänzung hierzu befinden sich angrenzend drei Hochbeete, welche durch die Bewohner gestaltet und genutzt werden können. 
Weiter in Richtung Norden schließt sich eine Staudenfläche an. Dort ist eine pflegearme und ganzjährig attraktive Staudenmischpflanzung vorgesehen. Hier befindet sich außerdem einer der zwei geplanten Wäscheplätze. Auf einer befestigten Fläche wird eine fest installierte Wäschespinne platziert, welche durch alle Anwohner genutzt werden kann.

Spiel & Sport – Zentrum des Innenhofes
Der mittlere Teil des Innenhofes stellt den Bereich für Spiel, Sport und Aktivität dar. Hier wird für alle Altersklassen etwas geboten. Es gibt unterschiedliche Angebote für Outdoorfitness, wie zum Beispiel einen Crosstrainer. Die einzelnen Sportgeräte sind durch Strauchpflanzungen vom Hauptweg abgeschirmt. In Ergänzung zu diesen Freiraumelementen, welche eher für die Erwachsenen geeignet sind wird ein ‚Enkelspielplatz‘ in das Konzept integriert. Hier befinden sich eine kleine Spielanlage und ein Sandspielbereich und abenteuerlicher Hangrutsche. Mit Hilfe dieser vielseitigen Betätigungsmöglichkeiten wird eine hohe Aufenthaltsqualität für die gesamte Familie, von Großeltern bis zu den Enkelkindern implementiert.

Gemeinschaftsgarten – Norden des Innenhofes
Zur Abrundung der Freiraumgestaltung entsteht im nördlichen Bereich des Innenhofes ein zweiter Gemeinschaftsgarten. Auch hier wird ein Pavillon mit Sitzmöglichkeiten platziert, welcher wieder von einer Satudenmischpflanzung eingerahmt wird. Ergänzt wird der Garten durch die Pflanzung von zierenden Sträuchern und Naschobst und die Setzung eines zweiten Wäscheplatzes. Der gesamte nördliche Komplex innerhalb des Innenhofes wird durch einen mit Stauden und Sträuchern bepflanzten flachen Hügel zum Spiel- und Sportbereich hin abgegrenzt. So entstehen drei eigenständige aber offene Freiräume, die durch ihre Ausgestaltung miteinander harmonieren, aber trotzdem Rückzugsmöglichkeiten bieten.

Im westlichen und nördlichen Bereich befindet sich der Innenhof auf einem höher gelegenen Plateau und wird durch eine mit bodendeckenden Stauden und Gehölzen bepflanzte Böschung von der angrenzenden Feuerwehrzufahrt abgegrenzt. Die befestigen Flächen an den Hauseingängen werden mit zierenden Staudenbeeten ausgestattet. In unmittelbarer Hausnähe entstehen sowohl bodengleiche als auch höher gelagerte, mit niedrigen Mauern eingefasste Pflanzflächen, welche je nach Standortansprüchen und Gestaltungsziel mit unterschiedlichen Pflanzen ausgestattet werden. 
Die hofseitigen Hauseingänge des nördlichen Wohnblocks werden miteinander verbunden und vom restlichen Innenhof mit einer Heckenpflanzung abgetrennt.

Die Aus/Eingänge vom Innenhof befinden sich an den vier Ecken, welche von Bebauung freigehalten sind. Eine Bepflanzung mit Sträuchern bildet eine Abtrennung von Außenraum und Innenhof. 

Bepflanzung:

Die Basis für die Bepflanzung bilden die bestehenden Bäume, die größtenteils erhalten werden sollen. Fünf bereits neu gepflanzte Hochstämme und säulenförmige Gehölze werden an neue Standorte versetzt. Diese werden ergänzt durch die Pflanzung weiterer hochstämmiger Bäume, die das Gelände künftig besser beschatten sollen und eine räumliche Gliederung der verschiedenen Freiraumbereiche bewirken.

Der Innenhof wird zu den Seiten mit einer freiwachsenden Blütenhecke eingefasst. Hierfür werden heimische und standortfremde Arten miteinander kombiniert, um sowohl ein ganzjährig attraktives Bild zu schaffen als auch die Ansprüche von Vögeln und Bienen zu befriedigen. Zusätzlich entstehen einige separate Strauchflächen mit Beerenobstsorten, welche für den Verzehr oder die Weiterverarbeitung geeignet sind.

Projektdaten

Adresse

Aueblick 11
99734 Nordhausen

Planungsbüro

LA21 Landschaftsarchitektur®, Nordhausen

Bauherr

Wohnungsbaugenossenschaft eG Südharz

Fertigstellung

Juni 2022

Zugeordnete Schlagworte und Sammlungen

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Letzte Aktualisierung dieser Seite am: 03.02.2026. Alle Angaben auf dieser Seite werden durch das Büro LA21 Landschaftsarchitektur®, Nordhausen auf freiwilliger Basis verwaltet. Das Büro ist für den Inhalt dieser Seite selbst verantwortlich. Die Angaben werden von der Architektenkammer Thüringen nicht geprüft.

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