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THILLM Bad Berka "Haus Alice" / "Ärztehaus" · Bad Berka

Goedecke.Raschke Architekten Partnerschaftsgesellschaft mbB, Erfurt

Projektbeschreibung

"Ärztehaus"

Als Gründung eines Rückkehrers aus Amerika 1880 als Villa im weitläufigen Park gebaut. Später im Zuge des Ausbaus des Sanatoriums und der Entwicklung Bad Berkas zum Kurort,1895/99 umgebaut als "Ärztehaus" von Dr. Stark. Massivbau mit Teilunterkellerung, zweigeschossig mit nur leicht ausgebautem Dachgeschoss und zwei talseitig gelegenen Türmen , ursprünglich Terrassen. Das Haus wurde den Nutzungsbedürfnissen mehrfach durch Umbauten angepasst. Es diente als Lazarett, Flüchtlingsunterkunft und Parteischule. Das Äßere des Hauses blieb weitestgehend erhalten. Vor der Sanierung zuletzt als Bauunterkunft genutzt.

Unterer Erhalt und teilweiser Wiederherstellung der historischen Formen und Schmuckelemente wurde das Haus mit der Sanierung in ein modernes Bürogebäude umgebaut. Im Erdgeschoss und im Obergeschoss befinden sich Büroräume, im Dachgeschoss befinden sich zwei Seminarräume. Das Ergebnis wird sowohl einer modernen Bürokommunikation, als auch bauphysikalischen Anforderungen gerecht. Vielfach wurden vorhandene Bauteile aufgearbeitet oder mit neuen Rahmen versehen.

Stilistisch durchaus verwandt mit dem Haupthaus, zeigt das Ärztehaus durch Farbe und Form eine solide Eigenständigkeit. Zum Tal zeigt es sich mit polygonalen Ecktürmen und rautengedeckten Brüstungen in der historischen Farbgebung. Eine moderne Brücke verbindet das Ärztehaus mit der Terrasse am Hauptgebäude und verkürzt interne Wegebeziehungen.

"Haus Alice"

Haus "Alice" wurde um das Jahr 1900 als Mädchenpensionat von der Familie des reichen Mühlenbesitzers Oschatz errichtet. Geführt wurde das Pensionat von "Alice" Oschatz. Das &Auuml;ßere des Hauses ist dem s.g. "Schweizerhausstil" verpflichtet, welcher sich in der Entstehungszeit in Thüringen großer Beliebtheit erfreute.
Auf einem aus Sandstein errichteten massiven Erdgeschoss wurde Obergeschoss und Dachgeschoss als Fachwerkbau aufgeführt. Die gesamte Formensprache und Wahl der Schmuckformen entstammen dem überregionalen Formenrepertoire der Zeit. Die erhaltene Gesamtheit der Gestaltungsmittel ist selten und wurde mit der Eintragung in die Denkmalliste Thüringen beantwortet.

Selten wurde so großer Wert auf die Wahrung nicht nur der Gesamterscheinung, sondern auch auf die Aufarbeitung der Schmuckelemtente gelegt. Das Fachwerk wurde komplett aufgearbeitet, die Felder teilweise mit passenden Neuziegeln ausgemauert. Decken wurden neu gefüllt und wie alle Bauteile bauphysikalisch und konstruktiv für eine Büronutzung ertüchtigt. Die Fenster entsprechen in der Ansicht dem Vorbild und wurden auch in den Innenräumen mit den vorgefundenen Bekleidungen ausgestattet. Das Zierwerk unter dem weit ausladenden Dach wurde teilweise erneuert, bzw. aufgearbeitet. Die Balkone wurden in ihrer Ursprünglichkeit saniert. Nach umfangreicher Schwammsanierung wurde die innere Struktur wiederhergestellt. Das zentral gelegene Treppenhaus und die Flure mit anliegenden Zimmern wurden genutzt um gemäß Anforderung Büro- und Seminarräume einzuordnen. In das Dachgeschoss wurde eine Dienstwohnung eingebaut.

Projektdaten

Adresse

Heinrich-Heine-Allee 4
Bad Berka

Planungsbüro

Goedecke.Raschke Architekten Partnerschaftsgesellschaft mbB, Erfurt

Bauherr

gewerblich

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Letzte Aktualisierung dieser Seite am: 15.03.2018. Alle Angaben auf dieser Seite werden durch das Büro Goedecke.Raschke Architekten Partnerschaftsgesellschaft mbB, Erfurt auf freiwilliger Basis verwaltet. Das Büro ist für den Inhalt dieser Seite selbst verantwortlich. Die Angaben werden von der Architektenkammer Thüringen nicht geprüft.

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