Auf dem Gelände des ehemaligen Stadtgutes Rastenberg plante die Stiftung Finneck den Neubau der Förderschule Rastenberg. In Sichtweite zum bestehenden Objekt wurden hier neue Räumlichkeiten für etwa 90 Kinder und 35 Lehrkräfte geschaffen.
Das Grundstück wird über den neuen Haupteingang in der Herrenstraße erschlossen. Dieser halböffentliche Bereich mit genügend „Stauraum“ bietet auch die Möglichkeit der Vorfahrt für Kleintransporter, welche die Kinder (z. T. körperbehindert) zur Schule transportieren. Der Innenhof ist über die historische Toranlage erreichbar. Des weiteren gibt es noch auf der Südseite eine Zufahrtsmöglichkeit über die „Stadtwand“.
Das Gebäudeensemble umschließt den Innen- und Pausenhof, der durch die Anpflanzung einer Linde geprägt ist. Die Flächen auf der Südseite werden als Freiraum für die angrenzenden Klassen (grüne Klassen) genutzt und sollen natürlich als „Obstwiese“ gestaltet werden. Die stark veränderte Grundstücksmauer an der Herrenstraße wird erneuert und gestalterisch in die Gesamtanlage integriert (Abwinklung zum Eingang hin).

Grundlage des Entwurfs bildete der historische Grundriss des alten Stadtgutes. Teile der Außenwände (Bauteile D und E) werden wieder integriert.
Die Gesamtanlage gliedert sich in 3 Bauquader mit Satteldächern, welche mit stehenden Rinnen und ohne Dachüberstand ausgestattet sind. Das „Einzelhaus“ (Bauteil D) an der Herrenstraße wird in seiner Struktur erhalten. Die Anbindung an Bauteil D erfolgt zurückgesetzt, so dass eine Zäsur ersichtlich wird. Als Verbindungsglied (Flurbereiche) wird vor die Einzelkörper ein gläserner Gang gestellt, der in U-Form den gesamten Hofbereich umschließt und so ein Gefühl der Geborgenheit vermittelt. In dem Hofbereich wird als neues, zeitgemäßes Element der Block des Bewegungsbades gestellt. Dabei spielt der Baukörper des alten Herrenhauses, welcher sich ebenfalls an der Herrenstraße zwischen den Stallungen befand, eine gewisse Vorbildrolle.
Die Baukörper sollen einheitlich einen getönten Glattputz erhalten. Farbige Glasflächen auf der Hofseite unterstreichen die Lebendigkeit der Schüler. Der Bewegungsbadkörper wird mit Faserzementplatten verkleidet. Auf der Gartenseite dominieren die glatten Außenwände, welche durch holzfarbige Sitzerker aufgelockert werden.

Adresse
Herrenstraße 34
99636 Rastenberg

Planungsbüro
Junk & Reich Architekten BDA Planungsgesellschaft mbH, Weimar

Bauherr
Stiftung Finneck

Fertigstellung
2006

Direkt bei Google-Maps suchen

Zugeordnete Schlagworte und Sammlungen

Weitere Projekte des gleichen Büros (26)

Letzte Aktualisierung dieser Seite am: 12.10.2010. Alle Angaben auf dieser Seite werden durch das Büro Junk & Reich Architekten BDA Planungsgesellschaft mbH, Weimar auf freiwilliger Basis verwaltet. Das Büro ist für den Inhalt dieser Seite selbst verantwortlich. Die Angaben werden von der Architektenkammer Thüringen nicht geprüft.

Seite teilen: