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Sanierung des Studierendenwohnhauses Jakobsplan 1 in Weimar

Junk & Reich Architekten BDA Planungsgesellschaft mbH, Weimar

Projektbeschreibung

Das Studierendenwohnhaus am Jakobsplan wird umfassend saniert und dabei funktional, statisch, energetisch und brandschutztechnisch ertüchtigt. Das 11-geschossige Internatshochhaus wurde von einem Kollektiv unter Leitung von Frau Prof. Anita Bach entworfen und 1972 fertiggestellt. Es ist ein Vertreter der DDR-Moderne. Heute steht das Ensemble unter Denkmalschutz. Das Wohnheim hatte ursprünglich eine Kapazität von ca. 1.000 Wohnheimplätzen. Neu geplant sind 349 Wohnheimplätze, der größte Teil davon in Einzelappartements.

Äußere Gestaltung
Das Gebäude soll im Bekenntnis zur Moderne der 70er Jahre mit aktuellen Gestaltungsstrukturen überformt werden. Der Entwurf greift die durch Modellfotos überkommenen Gestaltungsintensionen der Architektin auf und ist bestrebt, sie deutlicher umzusetzen, als es unter den Voraussetzungen der Erbauerzeit möglich war. Es ist eine deutliche Differenzierung der Baumassen geplant. Das zentrale Treppenhaus, das als Sicherheitstreppenhaus neu aufgeführt werden muss, soll als transparente Fuge zwischen den beiden Wohntürmen ausgebildet werden, sodass das Hochhaus
zukünftig mit weit eleganteren Proportionen in Erscheinung treten wird. Die Plattenstruktur der Ost- und Westfassade wird in der Gliederung der neuen Vorhangfassade zitiert. Die charakteristische „Waffeleisenstruktur“ der Giebelfassaden bleibt im Original erhalten. 

Innere Entwurfskonzeption / Erschließung
Eine Behebung der unzeitgemäßen Funktionalität der Wohneinheiten war dringend geboten. Ziel des Studierendenwerkes war die Realiserung von Einzelappartments mit integriertem Bad und Küchenzeile. Bei der Neustrukturierung des Etagengrundrisses wurden die doppelten Erschließungsflure aufgegeben und den Wohneinheiten zugeschlagen. Hier werden die Sanitärzellen eingebaut. Der neue Flur liegt in der bisher für Abstellräume genutzten Kernzone des Gebäudes. Die neue Grundrissstruktur kann aus statischen Gründen nicht bis an die Giebelfassaden fortgeführt werden. Hier entstehen WGs für zwei / sechs Bewohner. Durch den Bau des neuen Sicherheitstreppenhaus werden normgerechte Rettungswege als auch die barrierefreie Erschließung beider Wohntürme umgesetzt. 

Konstruktion
Das Wohnhaus ist als Montagebau aus Fertigteilplatten errichtet worden. Das statische System des Gebäudes wird nicht geändert. Eingriffe in den Rohbau z.B. die Herstellung neuer Türöffnungen waren sehr aufwendig und wurden auf das absolut notwendige Maß beschränkt, um Schwächungen des statischen Systems zu vermeiden. Eine besondere Herausforderung war die Vielzahl der neuen Deckendurchbrüche für die Installationen. Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurden erhebliche Baumängel aus der Errichterzeit aufgedeckt, die mit hohem Aufwand behoben werden mussten.

Projektdaten

Adresse

Jakobsplan 1
99423 Weimar

Planungsbüros

Junk & Reich Architekten BDA Planungsgesellschaft mbH, Weimar
Hartmann + Helm Planungsgesellschaft mbH, Weimar
DANE Landschaftsarchitektur BDLA, Weimar

Bauherr

Studierendenwerk Thüringen A. d. ö. R.

Fertigstellung

2020

Nutzfläche

9423 m2

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Zugeordnete Schlagworte und Sammlungen

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Letzte Aktualisierung dieser Seite am: 26.06.2020. Alle Angaben auf dieser Seite werden durch das Büro Junk & Reich Architekten BDA Planungsgesellschaft mbH, Weimar auf freiwilliger Basis verwaltet. Das Büro ist für den Inhalt dieser Seite selbst verantwortlich. Die Angaben werden von der Architektenkammer Thüringen nicht geprüft.

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