Tag der Architektur 2013

Sammlung

Am 29. und 30. Juni 2013 fand zum 19. Mal der „Tag der Architektur“ statt. Im Rahmen der bundesweiten Initiative „Architektur leben“ präsentierten die Architektinnen und Architekten 77 Objekte in 40 Städten und Gemeinden Thüringens.

  • Parallel zur benachbarten Gera verlaufend, befindet sich in der grünen Lunge der Stadt Arnstadt der Lohweg. Stattliche Bäume und vorwiegend gründerzeitliche Villenbauten prägen sein Erscheinungsbild. Die augenscheinlich hohe Wohnqualität findet ihre Fortsetzung in dem jüngsten Vorhaben des AWO Kreisverbandes Ilm-Kreis e. V. Das Neubauprojekt, im Ergebnis eines VOF-Verfahrens mit zehn eingeladenen Büros entstanden, wurde im Jahr 2012 fertiggestellt. Der trotz der kompakten Abmaße kleinteilige Kubus hat sich in Verbindung mit den warmen, mediterranen Farben zu einem „Hingucker“ entwickelt. Insgesamt 24 barrierefreie Wohneinheiten umschließen im Norden einen, mit einem Laubengang versehenen, Wohnhof. Nach Süden und Westen offerieren großzügige Balkone und Loggien hohe Aufenthaltsqualitäten. Eine parkähnliche Freianlage rundet das Ensemble ab. Im Erdgeschoss lädt eine Begegnungsstätte Bewohner und Neugierige zum Verweilen, Feiern und Zusammensein ein.

    Adresse
    Lohweg 13
    99310 Arnstadt

    Planungsbüro
    Projektscheune Planungsgesellschaft mbH, St. Kilian

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Jens Lönnecker
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Georg Möller
    Dipl.-Ing. Architekt Sebastian Kühn

    Bauherr
    AWO Kreisverband Ilm-Kreis e. V., Arnstadt

    Fertigstellung
    Juni 2012

  • Der Schulstandort wird durch drei wichtige Merkmale geprägt: die exponierte Lage der Schulgebäude über dem Hang, die ausdruckvolle Architektur der Ergänzungsbauten sowie nicht zuletzt die sensible Lage zur benachbarten Wohnbebauung. Das große Volumen der erweiterten Zweifeldsportfläche wird in den Hang versetzt, auf dem Dach der Halle werden die notwendigen Pausenflächen angeboten. Die Belichtung der Sporthalle erfolgt über blendfreies Tageslicht von Norden. Die aus dem Hang ragenden Baukörper reduzieren das gebaute Volumen und nehmen den Maßstab der Schulanbauten auf.

    Adresse
    Bergstraße 9
    99438 Bad Berka

    Planungsbüros
    Junk & Reich Architekten BDA Planungsgesellschaft mbH, Weimar
    Planungsbüro Rau - Landschaftsarchitektur, Weimar

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Ulrich Junk
    Dipl.-Ing. Architekt Klaus Reich
    Dipl.-Ing Architekt Jörg Baum

    Bauherr
    Landkreis Weimarer Land, Apolda

    Fertigstellung
    Dezember 2011

  • Im Blick ein Ziel: Das Haus zur Seite tretend, zügig überlassend dem Kind das (Spiel-)Feld. Das Haus formt mit. Eine Plattenbau-Kita erweiternd, der Neubau dabei als Affront zur geraden Kante. Zum großmaßstäblichen, zweigeschossigen Hauptgebäude entwickelnd mit geringem Gebäudevolumen ein Gegengewicht. Wie so oft Lösungsansatz: die Topographie. Ein Baukörper einschmiegend in den Hang, den Niveauunterschied zur Straße als fließenden Übergang interpretierend. Nach Norden sanftmütig geschlossen somit, nach Süden distanzbrechend offen und gelassen Präsenz zeigend. Zurücktretend die Farbgebung, in den Vordergrund drängend nur im Detail. Die lebhafte Struktur des Baukörpers Entsprechung findend in der subtilen funktionalen Organisation der Innenräume. Ein Raumkonzept orientiert an den Wünschen, hohe innenräumliche Qualität, intelligente Einbauten und Lichtkonzepte, direkter Bezug zum großen Garten, sodann W. Churchill zustimmend: „We give shape to our buildings and they, in turn, shape us.“

    Adresse
    An der Wipper 9a
    06567 Bad Frankenhausen

    Planungsbüro
    petermann.thiele.kochanek Partnerschaft mbB Architekt- und Ingenieurgesellschaft, Bad Frankenhausen

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Tilman Kochanek

    Bauherr
    Stadt Bad Frankenhausen

    Fertigstellung
    November 2012

  • Die Außenanlagen um die Sporthalle in der Oostkampstraße wurden in Verbindung mit der Freifläche zwischen der historischen Stadtmauer und der Salza neu gestaltet und notwendige Außensportflächen für den Schulsport angelegt. Mittels einer neuen Fußgängerbrücke über die Salza gelangt man auf einen großzügigen Platz am Haupteingang der Sporthalle. Dieser neue Vorplatz ist für Veranstaltungen jeglicher Art vorgesehen. Über eine kombinierte Treppen- und Tribünenanlage gelangt man westlich zum Bereich vor der Stadtmauer, in dem eine 60-Meter–Laufbahn mit integrierter Weitsprunganlage und eine separate Kugelstoßanlage entstanden sind. Östlich des Vorplatzes stellt eine geschwungene Tribünenanlage mit integrierter Treppe, welche zusätzlich als Amphitheater für Schultheateraufführungen oder als „Grünes Klassenzimmer“ genutzt werden kann, die Verbindung zum neuen Allwetterplatz her. Hier sind neben Basketball und Volleyball auch andere Sportarten möglich.

    Adresse
    Oostkampstraße
    99947 Bad Langensalza

    Planungsbüro
    Casparius Architekten & Ingenieure, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Prof. Dr.-Ing. Architekt Joachim Casparius

    Bauherr
    Stadt Bad Langensalza

    Fertigstellung
    August 2010

  • Das generalsanierte „Werra-Energie-Stadion“ ist die größte Sportanlage des Wartburgkreises mit zahlreichen Sportfreiflächen für Schulen und Vereine. Nahe dem Stadtzentrum gliedert sich die gesamte Sportanlage im ansteigenden Gelände mit der benachbarten Werner-Seelenbinder-Halle in vier sportfunktionelle Teilbereiche. Herzstück der Anlage ist die Wettkampfanlage Typ B mit dem Naturrasenregelspielfeld. Laufbahnen und Kreisbogensegmente in Kunststoff bieten mit integrierten Weitsprung- und Speerwurfanlagen sowie Flächen für Hochsprung und Ballsport optimale Bedingungen. Oberhalb der anliegenden Tribünenanlage für mehr als 300 Zuschauer befinden sich ein Tennenplatz und die Kugelstoßanlage. Abseits der Kernsportanlage ersetzt ein moderner Kunstrasenplatz mit Flutlichtanlage den ehemaligen „Trainingsacker“. Die barrierefreie Gestaltung der Gesamtanlage und die anspruchsvolle Bepflanzung lohnt einen Besuch nicht nur für Sportler.

    Adresse
    Am Stadion 21
    36433 Bad Salzungen

    Planungsbüro
    Casparius Architekten & Ingenieure, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Prof. Dr.-Ing. Architekt Joachim Casparius

    Bauherr
    Stadt Bad Salzungen

    Fertigstellung
    September 2012

  • Auf einer großflächigen Brache im Zentrum von Bleicherode entstand ein modernes Altenpflegeheim mit insgesamt 55 Pflegeplätzen. Der zweigeschossige und teilunterkellerte Neubau des Seniorenzentrums ist ein Gebäudekomplex mit zwei Innenhöfen. Die rundgangförmige Anordnung des Ensembles orientiert sich an einer Hoferschließung der Seniorenzimmer. Die Gestaltung des Neubaus erfolgte in einer modernen und zeitgemäßen Architektursprache. Ortstypische Materialien, Putz und Holz wurden verwendet. Charakteristisch für das Erscheinungsbild des Seniorenzentrums sind die durchlaufenden Fensterbänder, während das Sockel- und Erdgeschoss durch eine Holzfassade abgesetzt wird.

    Adresse
    Gartenstraße 4
    99752 Bleicherode

    Planungsbüro
    Architekturbüro Tobias Winkler, Nordhausen

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Tobias Winkler

    Bauherr
    Jugendsozialwerk Nordhausen e. V.

    Fertigstellung
    Mai 2011

  • Planungsaufgabe war die Errichtung eines zweigeschossigen Einfamilienhauses mit seitlich angebauter Garage und Nebengelass. Garage und Nebenflächen sind als Grenzbebauung eingeschossig. Das Haus ist nicht unterkellert. Die Gebäudegrundfläche beträgt circa 128 Quadratmeter, die Wohnfläche 138 Quadratmeter, die Nutzfläche 33 Quadratmeter und die Nettofläche 171 Quadratmeter. Die Kubatur hat ein Volumen von 631 Kubikmeter. Die Herstellungskosten inklusive Baunebenkosten belaufen sich auf 250.000 Euro brutto.

    Adresse
    Goetheweg 10
    99752 Bleicherode

    Planungsbüro
    Architekturbüro H.-J. Gerboth, Heringen

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Des. (FH) Architekt und Innenarchitekt Hans-Jürgen Gerboth

    Bauherr
    Familie Schneidereit, Bleicherode

    Fertigstellung
    August 2012

  • Nermsdorf liegt an der historischen Route der Via Regia, einer der ältesten und längsten Handelswege Europas. Diese mittelalterliche Verbindung läuft direkt an dem von den Bauherren erworbenen alten Bauerngehöft vorbei. Der Umbau der hofprägenden Gebäude (Wohnhaus, Gartenhaus und Nebengelasse) sowie die Neufassung des Gartenbereiches als großzügiger Staudengarten haben das mutige Ziel, diesen geschichtlich und landschaftlich geprägten Ort inhaltlich so wiederzubeleben, dass das Wort Gartenkultur neu definiert wird. Es entsteht nicht nur ein Wohnhaus mit Garten, sondern ein Hof für Begegnungen, für generationenübergreifendes Lernen – für Groß und Klein. Das Wohnhaus ist jetzt strukturell so konzipiert, dass es modernen Wohnansprüchen der Bauherren gerecht wird. Im Gartenhaus werden Seminare, Lesungen und Werkstätten abgehalten.

    Adresse
    Im Dorfe 21/22
    99439 Buttelstedt OT Nermsdorf

    Planungsbüros
    Architekturbüro Kohl, Weimar
    DANE Landschaftsarchitektur BDLA, Weimar

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Martin Kohl

    Bauherr
    Michael Dane und Grit Hasselmann, Buttelstedt

    Fertigstellung
    März 2012

  • Die architektonische Grundidee für das „Haus Jakob“, einem Wohnheim für Menschen mit geistiger und schwerstmehrfacher Behinderung, ist ein kompaktes Stadthaus, dem man den Heimcharakter, die institutionelle Einrichtung, nicht ansieht. Gemeinsames Wohnen und Leben für 24 junge Menschen mit Behinderung inmitten von Buttstädt ist dem Träger, der Stiftung Finneck aus Rastenberg, ein wichtiges Anliegen und setzt die Tradition des sozialen Engagements auch an diesem Standort fort. Drei Wohngruppen mit jeweils acht Bewohnern verteilen sich auf drei Etagen, die Bruttogrundfläche beträgt 1260 Quadratmeter. Das gesamte Haus ist barrierefrei gestaltet und entspricht sowohl den modernen Ausbaustandards als auch den technischen Anforderungen. Zum Beispiel erfolgt die Wärmeversorgung über eine Pelletheizung. Nach einjähriger Bauzeit wurde das Haus im September 2012 bezogen.

    Adresse
    Goethestraße 2
    99628 Buttstädt

    Planungsbüro
    RJ Planungsbüro GbR, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architektin Renée Möser

    Bauherr
    Stiftung Finneck, Rastenberg

    Fertigstellung
    Oktober 2012

  • Vier Familien schließen sich in ihrer Wohnungssuche zusammen, gründen eine GbR, planen und bauen ihr Wohnhaus, teilen alle Kosten. Ein Architekturbüro, weitere Planer und 40 kleine Firmen waren für die Eigentümergemeinschaft tätig. Das Energieeffizienzhaus hat keinen Keller, dafür ein Erdgeschoss mit Abstellräumen, einen Aufzug, vier Carports und einen Garten. Die vier unterschiedlich großen Wohnungen sind individuell zugeschnitten, verfügen über veränderbare Grundrisse, große Fenster, barrierefreie Bäder sowie große zu begrünende Terrassen. Entstanden ist ein modernes Haus zum Wohnen und Arbeiten für zehn Personen im Alter von vier bis 65 Jahren. Die Gesamtkosten je Quadratmeter Wohnfläche waren wesentlich geringer als bei einer Bauträgerlösung. Kurzum: Ein Planungs- und Baumodell, selbstbestimmt, individuell, kostensparend, zu dem sich mehr Familien zusammenschließen sollten. Übrigens: Auch heute sprechen die beteiligten Parteien noch miteinander.

    Adresse
    Brühler Straße 1a
    99084 Erfurt OT Altstadt

    Planungsbüro
    Hardt · Goedecke Freie Architekten + Ingenieure Partnerschaftsgesellschaft mbB, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Michael Hardt

    Bauherr
    GbR Brühler Straße 1, Erfurt

    Fertigstellung
    August 2012

  • Im Ortskern von Erfurt-Hochheim enstand dieses zweieinhalbgeschossige Mehrfamilienhaus mit drei Wohneinheiten. Jede Etage beinhaltet eine Zweizimmerwohnung mit circa 75 Quadratmeter Nutzfläche. Das Wohnhaus ist als Ersatzbau entstanden und nimmt Bezug auf den alten, baufälligen Vorgängerbau an gleicher Stelle. Holzfassadenapplikationen schaffen die Verbindung zur dörflichen Baustruktur und Materialität. Der massive Kalksandsteinbaukörper wurde mit einer 16 Zentimeter starken Mineralfaserdämmung gedämmt.

    Adresse
    Drei-Quellen-Straße 4a
    99094 Erfurt OT Hochheim

    Planungsbüro
    funken architekten, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Matthias Funken

    Bauherr
    Maulhardt, Erfurt

    Fertigstellung
    November 2012

  • Die Baumaßnahme umfasste die energetische Sanierung der im Ortsgebiet von Erfurt-Urbich gelegenen Sporthalle. Gemäß der Energieeinsparverordnung wurde die komplette Dachkonstruktion erneuert und die Fassade mit Wärmedämmung versehen. Die ursprünglichen Fensterbänder der Halle sind durch eine milchige und ballwurfsichere Isolierverglasung ersetzt worden. Der bestehende Fußbodenaufbau, inklusive der Bodenplatte, wurde abgebrochen und durch einen neuen Sportboden samt Fußbodenheizung ersetzt. Die umlaufenden Wände wurden mit einer Holzprallwand versehen. Die sichtbaren Wände sowie die bestehenden Stahltragwerkskonstruktionen erhielten eine neutrale, malermäßige Instandsetzung. Das Foyer zwischen Haupteingang und Halle wurde neu gestaltet. Zusätzlich wurde ein zweiter Rettungsweg als Windfang angelegt. Eine ballwurfsichere Türanlage aus Stahl und Glas ermöglicht den direkten Blick nach draußen.

    Adresse
    Büßlebener Straße 9
    99098 Erfurt OT Urbich

    Planungsbüro
    WOLFF | Architekten & Ingenieure, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Stefan Wolff

    Bauherr
    Landeshauptstadt Erfurt, vertreten durch das Amt für Grundstücks- und Gebäudeverwaltung

    Fertigstellung
    Februar 2012

  • Wohnen über den Dächern
    Wohnen über den Dächern, Bild: M. F. Schmidt

    Ein Holzhaus in Zeilenbebauung in der Erfurter Innenstadt zu errichten, war eine große Herausforderung. Beispielsweise gelten wegen der Höhe der obersten Wohnebene besondere Brandschutzauflagen. Dennoch entwickelten wir gemeinsam mit dem Statiker und dem Brandschutzplaner ein Konzept, bei dem immer eine Seite der Vollholzwand sichtbar bleiben kann. Auch wenn diverse kommunale Vorschriften den Einsatz alternativer Energiequellen verhinderten, erreichten wir mit Brettsperrholzbauweise, 28 Zentimeter Mineralwolldämmung, kontrollierter Wohnraumlüftung und Dreifachverglasung den Standard KfW-Effizenzhaus 55. Letztlich sind unsere Erwartungen an die Holzbauweise bezüglich Wohnklima, Optik und Haptik des Baustoffs sowie die vergleichsweise schnelle Errichtung des Rohbaus in nur drei Tagen voll und ganz erfüllt worden.

    Adresse
    Fischersand 41
    99084 Erfurt OT Altstadt

    Planungsbüro
    Dipl.-Ing. Tanja Ernst-Adams - Freie Architektin, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architektin Tanja Ernst-Adams

    Bauherr
    Dirk Adams und Tanja Ernst-Adams, Erfurt

    Fertigstellung
    August 2012

  • Die Stadt Erfurt beabsichtigt, auf dem Gelände der ehemaligen Feuerwache im Bahnhofsquartier einen Verwaltungsstandort für städtische Ämter einzurichten. Der Gebäudekomplex besteht aus mehreren denkmalgeschützten Altbauten, denen ein Neubau angefügt wurde. Das Bürgeramt erstreckt sich entlang der Bürgermeister-Wagner-Straße in Nordsüdrichtung und nimmt die Gebäudeflucht des benachbarten dreigeschossigen Bestandsgebäudes auf. Im Vergleich zu diesem wurde die Geschossanzahl des Neubaus aus wirtschaftlichen Gründen um ein Geschoss auf insgesamt vier erhöht. Ein großzügiges Foyer mit Treppenanlage ermöglicht die barrierefreie Anbindung aller Ebenen. Eine Lochfassade mit stehenden Öffnungen prägt das Erscheinungsbild. Durch das zurückgesetzte Staffelgeschoss kann die Attika des zweiten Obergeschosses die Traufhöhe des Bestandsgebäudes aufnehmen.

    Adresse
    Bürgermeister-Wagner-Straße 1
    99094 Erfurt

    Planungsbüros
    Kummer.Lubk.Partner Architekten Ingenieure Generalplaner, Erfurt
    thoma architekten, Zeulenroda-Triebes

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Roland Kummer

    Bauherr
    Landeshauptstadt Erfurt, vertreten durch das Amt für Grundstücks- und Gebäudeverwaltung

    Fertigstellung
    Mai 2012

  • Ostfassade
    Ostfassade, Bild: Tom Kanngießer

    Der Ausblick auf die Stadt mit Dom und Severikirche war Grundlage für die Ausrichtung und Gestaltung des Wohnhauses. Die interne Raumaufteilung, die Anordnung von Wohnhaus und Garage zueinander sowie die Gestaltung der Außenanlagen nehmen Bezug auf diese Blickbeziehung und brechen so mit konventionellen Planungsansätzen. Erdgeschoss und Garage wachsen scheinbar metamorph aus dem Gelände und korrespondieren mit schräg verlaufenden Grundstücksgrenzen und der gegebenen Hanglage. Die Wandverkleidung aus Zink unterstreicht den Entwurfsgedanken des aus dem Terrain „herauswachsenden“ baulichen Gefüges.

    Adresse
    Brühler Herrenberg 51
    99092 Erfurt OT Brühlervorstadt

    Planungsbüros
    kanngießer jauck architekten, Gotha
    plandrei Landschaftsarchitektur GmbH, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Tom Kanngießer

    Bauherr
    privat

    Fertigstellung
    Februar 2012

  • Moderne Architektur trotz strenger städtebaulicher Vorgaben - nicht unmöglich, wie das Einfamilienhaus in Marbach zeigt. Ein flaches Dach, eine klare kubische Bauform - auf Wunsch der Bauherren haben wir einen Weg gefunden, neues Bauen in einem gewöhnlichen Baugebiet einzuführen. Für die genehmigungsfähige Umsetzung wurde eine völlig neue Dachkonstruktion entwickelt. Die exponierte Lage am Hang war eine weitere Herausforderung, die das Gebäude prägen sollte. Nur vom eigenen Garten wirkt das Gebäude in voller Höhe, offen, mit Ausblick auf die Stadt. Natürliche Holzelemente erzeugen ein harmonisches Farbspiel. Das offene Innenraumkonzept unterstreicht die Entwurfsidee einer modernen Wohnlandschaft mit vielen dezenten Besonderheiten. Eine Loggia mit weitem Blick erweitert den großzügig wirkenden Innenraum und schafft eine fließende Verbindung zwischen innen und außen.

    Adresse
    Otto-Linne-Straße 18
    99092 Erfurt OT Marbach

    Planungsbüro
    Haus-mit-Zukunft Architekten Kaiser Weiß PartGmbB, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Christian Kaiser
    Dipl.-Ing. Architektur Stefanie Madsack

    Bauherr
    privat

    Fertigstellung
    Oktober 2012

  • Zur Ergänzung der Quartierskante wurden eigenständige Stadtbausteine entwickelt und in die jeweilige Baulücke implantiert. Dabei übernehmen sie die Rolle konsequenter Vermittler zwischen Alt und Neu und schaffen proportionalen Bezug zwischen den baulichen Volumen verschiedenster Epochen durch das Auffangen und Übersetzen auch stark unterschiedlicher First- und Traufhöhen. Gleichwohl behaupten sie sich als Unikate innerhalb der Blockfassung - durch das Motiv der Zwerchhäuser mit geraden und geneigten Giebelkanten, das Wiedererkennbarkeit garantiert. Die neuen Bausteine tragen Tradition von Neuem und Überliefertem in sich, ohne zu historisieren oder zu wichten. Sie bieten im Herzen Erfurts Zusammengehörigkeit in der Formensprache an - bei gleichzeitiger Individualität und Einzeladressbildung.

    Adresse
    Schottenstraße, Gotthardtstraße, Schottengasse
    99084 Erfurt

    Planungsbüro
    Osterwold°Schmidt EXP!ANDER Architekten BDA, Weimar

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architektin Antje Osterwold
    Dipl.-Ing. Architekt und Stadtplaner Matthias Schmidt

    Bauherr
    CULT BAUEN & WOHNEN GMBH, Frau Busse, Erfurt

    Fertigstellung
    Dezember 2012

  • Im Zuge der Sicherstellung rettungsdienstlicher Versorgung und der Einhaltung von Rettungsfristen im Zuständigkeitsbereich des Brand-, Rettungs- und Katastrophenschutzes ließ die Landeshauptstadt im Südosten ein zweites Gefahrenabwehrzentrum errichten - in Ergänzung der Feuerwache 1 im Nordosten der Stadt, die Mitte der 1990er Jahre gebaut wurde. Der Neubau beherbergt Feuerwache, Rettungswache und ein Lager für die Allgemeine Hilfe und soll die Versorgung des Südteils von Erfurt absichern. Er bietet Raum für insgesamt 75 Mitarbeiter sowie 27 Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr, des Rettungsdienstes, der Freiwilligen Feuerwehr und des Katastrophenschutzes. Der Entwurf für den Neubau stammt von Osterwold°Schmidt EXP!ANDER Architekten (Weimar) zusammen mit der Bremer Planungsgruppe Gestering / Knipping / de Vries, die ein Verhandlungsverfahren im September 2008 für sich entscheiden konnte.

    Adresse
    Wilhelm-Wolff-Straße 1
    99099 Erfurt

    Planungsbüros
    Osterwold°Schmidt EXP!ANDER Architekten BDA, Weimar
    Planungsgruppe Gestering / Knipping / de Vries Partnerschaftsgesellschaft Architekten, Weimar

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architektin Antje Osterwold
    Dipl.-Ing. Architekt und Stadtplaner Matthias Schmidt

    Bauherr
    Landeshauptstadt Erfurt, vertreten durch das Amt für Grundstücks- und Gebäudeverwaltung

    Fertigstellung
    April 2013

  • Dieses Wohnhaus wurde im alten Ortskern von Erfurt-Marbach auf einem großzügigen Grundstück entlang der Zschopauer Straße gebaut. Der Baukörper geht in seiner Kubatur auf die umgebende Bebauung ein und interpretiert die zeitgemäßen Wohnansprüche in seiner Ausformung. Eine Wärmepumpe mit integrierter Lüftungsanlage sorgt für eine zukunftsorientierte Gebäudetechnik und Wohlfühlatmosphäre im Haus.

    Adresse
    Zschopauer Straße 8
    99092 Erfurt OT Marbach

    Planungsbüro
    funken architekten, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Matthias Funken

    Bauherr
    privat

    Fertigstellung
    Dezember 2012

  • Im ausgehenden 19. Jahrhundert als Gründungsgebäude der Thuringia-Versicherung gebaut, wurde das Ensemble zu DDR-Zeiten als Bezirksdirektion der Volkspolizei und nach der Wende als Sitz des Thüringer Innenministeriums genutzt. Nach mehr als zehn Jahren Leerstand wurde das denkmalgeschützte Ensemble in den letzen drei Jahren umfassend saniert und neuen Nutzungen zugeführt. Entstanden sind straßenseitig Gewerbeeinheiten und im Innenhof hochwertige Eigentumswohnungen. Highlight ist die farbliche Erstfassung des dreiläufigen Haupttreppenhauses in der Schillerstraße 27. Dieses zeichnet sich durch die damals typische komplexe Farbgebung aus und konnte in Teilen freigelegt und konserviert werden. Eine an die Erstfassung angelehnte Farbgestaltung vervollständigt das Treppenhaus. Der zu DDR-Zeiten angefügte Plattenbau wurde teilweise zurückgebaut. Somit konnte die denkmalgeschützte Fassade des Altbaus wieder freigelegt und zu ihrer ursprünglichen Erscheinung zurückgeführt werden.

    Adresse
    Schillerstraße 27
    99096 Erfurt OT Löbervorstadt

    Planungsbüros
    herb | architekten, Erfurt
    Architektur- und Ingenieurbüro Bunge & Kahlo, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Hans-Georg Herb

    Bauherr
    Denkmal-Dichterviertel GmbH & Co. KG, Erfurt

    Fertigstellung
    Dezember 2012

  • Das Pfarr- und Gemeindehaus ist ein stadtbildprägender, barocker Baukörper im Zentrum der historischen Altstadt. Es wurde um 1737 errichtet. Der Gebäudekomplex, bestehend aus einem Haupt- und einem Seitengebäude, wird im Erdgeschoss für kirchliche und öffentlich-kulturelle Zwecke genutzt; im Obergeschoss befinden sich drei Wohnungen. Zur Gewährleistung der Nutzung und zur Lösung der funktionalen Probleme im Bereich der Erschließung wurde nach Abbruch des alten Zwischenbaus die ursprüngliche Hoffassade freigelegt und durch ein Treppenhaus in Sichtbeton ergänzt. Unter Berücksichtigung der funktionalen, gestalterischen und baukonstruktiven Anforderungen wurden Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen zur Verbesserung des Brandschutzes und des Wärmeschutzes realisiert. Die barrierefreie Erschließung der Gemeinderäume konnte durch einen neuen Zugang am Westgiebel sowie die Absenkung der Fußbodenniveaus im Erdgeschoss erreicht werden.

    Adresse
    Predigerstraße 3/4
    99084 Erfurt OT Altstadt

    Planungsbüro
    Smits + Tandler freie Architekten und Ingenieure Partnerschaft, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Architekt und Innenarchitekt Bernhard Smits
    Dipl.-Ing. Architekt Peter Tandler
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Tino Baudler
    Dipl.-Ing. Architektin Christina Weigelt

    Bauherr
    Evangelische Predigergemeinde Erfurt

    Fertigstellung
    November 2012

  • Bei diesem Projekt handelt es sich um eine komplexe Aufgabe, bestehend aus der Sanierung des Fachwerkhauses „Zum Großen Christoph“ von 1605 und dem Errichten eines Neubaus. Der Altbau erhielt im rückwertigen Bereich einen Anbau mit zusätzlichen Flächen für Küchen und Bäder, der zugleich der Erschließung der Wohnungen dient. In Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege wurden zu erhaltende Bauteile, wie Stuckdecken, Gemälde und Natursteinverzierungen, bis ins Detail saniert. Der sich am Altbau anschließende Neubau mit schräg gestelltem Giebel lehnt sich an die damalige Bebauung an, ergänzt das Ensemble Regierungsstraße 61/62 und schafft zudem einen hochwertigen Innenhofbereich für die Bewohner. Ein alter historischer Keller des ehemaligen Anbaus wurde saniert und in die Gestaltung des Innenhofes eingebunden.

    Adresse
    Regierungsstraße 61/62
    99084 Erfurt OT Altstadt

    Planungsbüro
    Architekturbüro Erfurt, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Thomas Erfurt

    Bauherr
    D.E.S. Immobilien & Consulting GmbH & Co. KG, Erfurt

    Fertigstellung
    Juli 2012

  • Als Ersatz für die bestehende Kita in Erfurt-Alach wurde ein Neubau mit vier Gruppen für 80 Kinder in ökologischer Bauweise errichtet. Der Zuschnitt des Grundstückes bedingt eine zweigeschossige, kompakte Bauweise. Der Entwurfsgedanke leitet sich von zusammengefügten und sich teilweise durchdringenden Baukörpern ab. Die geschwungenen Innenwände, besonders die beheizte Stampflehmwand, geben dem Baukörper eine gewisse Verspieltheit. Durch die Verwendung weitgehend naturbelassener Baustoffe, wie farbiger Lehmputz, Holz, perlitgefüllte Ziegel, und einer Dachbegrünung wird ein gesundes Raumklima für die Kinder geschaffen. Der Naturbaustoff Holz findet sich auch in den geschwungenen Treppen und als zentraler „Treppenbaum“ im Foyer wieder. Wand und Deckenabsorber sorgen für eine gute Raumakustik. Die Gebäudetechnik verfügt über Sole-Wasser-Wärmepumpe, Photovoltaikanlage und Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung. Die Kriterien der „Erfurter Grünen Hausnummer“ für nachhaltiges und gesundes Bauen wurden eingehalten.

    Adresse
    Windmühlenweg 4
    99100 Erfurt OT Alach

    Planungsbüro
    planungsgruppe_bonifaciusbrunnen architekten_und_ingenieure_gbr, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Burkhard Becker
    Dipl.- Ing. Steffen Dachsel

    Bauherr
    Landeshauptstadt Erfurt, vertreten durch das Amt für Grundstücks- und Gebäudeverwaltung

    Fertigstellung
    Januar 2013

  • Am neuen Pfarrsitz Erfurt-Bindersleben entstand ein ganzjährig nutzbares, barrierefreies Gemeindezentrum. Der westlich des Pfarrhauses befindliche Neubau setzt sich aus zwei Elementen zusammen: einem Veranstaltungssaal sowie einem Erschließungsgebäude mit Gemeinderaum und Sanitäreinrichtungen. Über den südlichen, ebenerdigen Haupteingang mit raumhoher Verglasung gelangt der Besucher in das vorgelagerte Foyer des Erschließungstraktes. Im Westen befindet sich der elliptisch gestaltete Saal. Indirekt einfallendes Licht im Altarbereich rückt dessen sakralen Charakter in den Vordergrund. Ausgehend vom Foyer gelangt man in den Gemeinderaum des Obergeschosses. Die barrierefreien sanitären Anlagen befinden sich im Osten. Das geneigte Dach des Erschließungstraktes vermittelt zwischen Saal und Pfarrhaus in der Höhe, die elliptische Dachform über dem Gemeindesaal ist einladende und schützende Geste zugleich.

    Adresse
    Flughafenstraße 83
    99092 Erfurt OT Bindersleben

    Planungsbüro
    architekt jens eberhardt architektur - denkmalpflege, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Jens Eberhardt

    Bauherr
    Evangelische Kirchgemeinde Bindersleben-Gottstedt, Erfurt

    Fertigstellung
    Mai 2012

  • Ausgangspunkt für die innerhalb eines Monats realisierte Neugestaltung des Gourmetrestaurants „Clara“ im Kaisersaal war ein Masterkonzept für Licht und Farbe aus dem Jahr 2009, welches schrittweise in den Konferenzräumen, dem Foyer, dem großen Treppenhaus und der Bar „Concerto“ realisiert wurde. Das Raum- und Lichtkonzept in der nun neu eröffneten „Clara“ schafft eine entspannte, gehobene Atmosphäre. Brillantes Licht fokussiert die Tischmitte und rückt die geschmacklich und visuell überzeugend in Szene gesetzten Menükreationen der neuen Küchenchefin Maria Groß in den Mittelpunkt des Interesses. Das eigens für das Restaurant entwickelte Lichtsegel „Clara“ leuchtet in verschieden großen, polygonalen Flächen in Gelb-, Orange- und Rottönen unter einer unregelmäßig weiß gebänderten Lichtdecke. Clara Schumann - die Namensgeberin - blickt von einer dunkelgrauen Wand in den schlicht gehaltenen Gastraum, der etwa 30 Gästen Platz bietet.

    Adresse
    Futterstraße 15/16
    99084 Erfurt OT Altstadt

    Planungsbüros
    hks architekten GmbH, Erfurt
    lichtraum , Weimar

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Michael Rommel
    Dipl.-Ing. Architekt Torsten Müller
    Dipl.-Des. Robert Waldmann, WaldmannDesign

    Bauherr
    Kaisersaal Gastronomie- & Veranstaltungs GmbH, Erfurt

    Fertigstellung
    Januar 2013

  • In einer gewachsenen ländlichen Region entstand ein modernes Haus, welches in Passivhausstandard realisiert wurde und damit äußerst sparsam im gesamten Energieverbrauch ist. Auf circa 160 Quadratmeter ist ein Mehrgenerationenwohnen möglich. Der Entwurf lässt - durch das jeweilige Verschieben einer Trockenbauwand im Erdgeschoss - die wachsende, schrumpfende und alternde Familie zu. Die Räume haben große Fensterflächen nach Süden und Westen, um viele solare Wärmegewinne zu erhalten. Durch Optimierung des energetischen und ganzheitlichen Gesamtkonzeptes ist ein kostengünstiges Haus entstanden. Die Ausstattung des Gebäudes mit einem KNX-Bussystem ermöglicht die wetterabhängige Steuerung der Jalousieanlage zur optimalen Nutzung von solaren Energieeinträgen und Unterstützung der Raumheizung bei gleichzeitigem Schutz vor Überhitzung durch die Beschattung der Fensterflächen. Das Haus ist mit dem Energiesparpreis 2012 des Landkreises Schmalkalden-Meiningen ausgezeichnet worden.

    Adresse
    Gartenweg 19
    98593 Floh-Seligenthal

    Planungsbüro
    Martin Davignon Freier Architekt BDA, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Martin Davignon

    Bauherr
    privat

    Fertigstellung
    August 2011

  • Die Ortsvereinigung Lebenshilfe Gera Stadt/Land e. V. hat eine Werkstatt für 60 psychisch kranke und seelisch behinderte Menschen errichtet. Ebenerdig wurden auf circa 2300 Quadratmeter sechs Werkstatträume, ein Zentrallager, Sozialräume sowie ein Speiseraum und Büroräume untergebracht. Das Gebäude ist in Vollholzbauweise aus vorgefertigten Kreuzlagenholzelementen errichtet. Die Wände sind zwölf und die Dachplatten neun Zentimeter stark. Das Dachtragwerk besteht aus Brettschichtbindern. Bis zum Fußboden reichende Stahlfenster mit Dreifachverglasung und eine Fassadenverkleidung mit Wellplatten aus Aluminium unterstreichen gestalterisch die Funktion der Werkstatt. Durch die innenseitig sichtbare Holzoberfläche wird eine angenehme Arbeitsatmosphäre erreicht. Die Wärmedämmung von Wand und Dach besteht aus 20 bzw. 24 Zentimeter starker Mineralwolle. Für den verschleißfesten Fußboden wurde ein Terrazzo-Estrich gewählt. Die Beheizung und Lüftung des Gebäudes erfolgt mittels Luft-Wasser-Wärmepumpen und einer Gasheizung.

    Adresse
    Otto-von-Guericke-Straße 6
    07552 Gera OT Bieblach-Ost

    Planungsbüro
    BVS GmbH Architekt Dipl.-Ing. Klaus Sorger, Gera

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Klaus Sorger

    Bauherr
    Ortsvereinigung Lebenshilfe Gera Stadt/Land e. V., Gera

    Fertigstellung
    Dezember 2012

  • Die Architekten der Knoblauch GU Team GmbH bauten in Eigenregie ihre Büroräume um. In dem 152 Jahre alten Gebäude wurde im März 2012 zunächst die Fläche von 240 Quadratmeter ausgebaut, im Februar 2013 folgte eine Vergrößerung um weitere 120 Quadratmeter. Mit geringem Aufwand den Charakter des Gebäudes zu erhalten, war das Ziel des Projekts, in dem die Architekten nicht nur planten, sondern auch den Trockenbau, die Maler- und Elektroarbeiten sowie die Inneneinrichtung selbst ausführten. In Leichtbauweise errichtete und mit naturbelassenem Holz verkleidete Kuben beherbergen Besprechungsräume, Einzelbüros und Küche. Bewusst wurde dabei die Raumstruktur, die sich durch Säulen und Stützbalken in der Decke abzeichnet, außer Acht gelassen. Die Kuben treten somit in einen spannenden Kontrast zum Großraumbüro und wahren einen eigenständigen Charakter. Eine charmante Anspielung auf die kontrastreiche Geschichte des Hauses, das schon eine Tischlerei, eine Zigarettenfabrik sowie ein Bekleidungswerk beherbergte.

    Adresse
    Schülerstraße 40
    07545 Gera

    Planungsbüro
    Konrad Knoblauch GmbH, Gera

    Entwurfsverfasser
    Dipl-Ing. (FH) Architekt Tony Witlacil

    Bauherr
    Knoblauch GU Team GmbH, Gera

    Fertigstellung
    Februar 2013

  • Das „Haus Anna“ ist ein dreigeschossiges, nicht unterkellertes Gebäude im Mauerwerksbau mit Walmdach. Drei Wohngruppen für je acht an Demenz erkrankte Bewohner sowie ein mobiler Pflegedienst befinden sich hier. Ein Flur mit Rundgang verbindet auf kleinstem Raum die Zimmer mit dem Essensraum, dem Therapieraum, dem Wohnbereich, einem Nottreppenhaus sowie einem Dienstzimmer und zwei Lager. Ein Bettenaufzug ermöglicht ein barrierefreies Betreten aller Vollgeschosse. Im Dachraum befindet sich die Technik - wie Server, Heizung, Pelletlager oder Lüftungszentrale mit Wärmerückgewinnung. Durch die Angliederung eines weiteren Bauköpers kann das Haus erweitert und somit die Kapazität der Anlage verdoppelt werden. Eine neu angelegte Zufahrt mit Stellplätzen und ein Bewohnergarten runden das Konzept ab. Das Gebäude wurde nach KfW-70-Standard (EnEV 2009) gebaut und bleibt in den Kosten unter dem BKI-Mindestkostensatz.

    Adresse
    Bahnhofstraße 1
    99834 Gerstungen

    Planungsbüro
    WOLFF | Architekten & Ingenieure, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Stefan Wolff

    Bauherr
    Benkenstein Verwaltungs GbR, Gerstungen

    Fertigstellung
    Juli 2011

  • Nordfassade
    Nordfassade, Bild: Tom Kanngießer

    Ein langgestrecktes, nach Norden ausgerichtetes Hanggrundstück sollte Basis für die Planung eines Wohnhauses sein. Neben der Erschließung über die südlich verlaufende Straße grenzt im Westen des Baugrundstücks der Hauptzugang an eine Kleingartenanlage an. Erschwerend kommen eine vier Meter mächtige Hanglehmschicht als Baugrund und die Gefahr von Schichtwasser hinzu. Der Entwurf des Gebäudes sollte durch Geradlinigkeit und Funktionalität geprägt sein. Im Ergebnis entstand ein Haus, das die Gegebenheiten des Grundstücks optimal ausnutzt: Das Souterrain beherbergt neben Technikräumen die Garage und eine Gästeeinheit, im Erdgeschoss befindet sich ein offener Wohn- und Essbereich mit Anbindung an den Garten. Durch die Drehung des Obergeschosses um fünf Grad ergibt sich einerseits ein fantastischer Ausblick nach Norden, andererseits ist so eine Terrasse im Westen entstanden, die - mit ausreichender Distanz zum angrenzenden Weg – bei privater Atmosphäre bis zum Sonnenuntergang zum Verweilen einlädt.

    Adresse
    Freundstraße 28
    99867 Gotha

    Planungsbüro
    kanngießer jauck architekten, Gotha

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Tom Kanngießer

    Bauherr
    privat

    Fertigstellung
    Februar 2013

  • Ansicht Straße von Süden
    Ansicht Straße von Süden, Bild: Claus Dieter Untermann

    Die Wohnsiedlung „Am Schmalen Rain“ in Gotha ist ein überregional bedeutsames Beispiel für den von der Gartenstadtbewegung beeinflussten Genossenschaftswohnungsbau in Thüringen der 1920er Jahre. Die Siedlung wurde von der Gothaer Baugenossenschaft für Beamte und Arbeiter der Eisenbahnverwaltung in Weiterführung eines Wettbewerbes zum Bau einer „architektonisch charaktervollen und siedlungstechnisch einwandfreien Wohnanlage“ (Wohnstadt 1995, in: Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege, Neue Folge 21, Erfurt 2005) nach den Plänen der Architekten Bruno Tamme, Richard Neuland sowie Regierungsbaumeister Pfitzmann in den Jahren 1927 bis 1928 errichtet. Die Siedlung steht unter Denkmalschutz und wird seit mehreren Jahren unter Einsatz von Städtebaufördermitteln in Einzelschritten saniert. Gegenstand des nunmehr sechsten Bauabschnittes war die denkmalgerechte Sanierung der Gebäudehülle der Wohngebäude Friedrich-Ebert-Straße 26-34 sowie die Wiederherstellung der Außenanlagen.

    Adresse
    Friedrich-Ebert-Straße 26-34
    99867 Gotha

    Planungsbüros
    WOHNSTADT Geschäftsstelle Weimar, Weimar
    Heinisch Landschaftsarchitekten, Weimar

    Entwurfsverfasser
    Dr.-Ing. Architekt im Ruhestand Claus Dieter Untermann

    Bauherr
    Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft der Eisenbahner e. G., Gotha

    Fertigstellung
    März 2013

  • In Nordthüringen, eine Region mit großer Tradition in der Entwicklung der Klimatechnik, wurde in der Ortsmitte von Niedersachswerfen der Neubau für die Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik errichtet. Der Gebäudekomplex wird aus drei klar ablesbaren Baukörpern gebildet. Diese nehmen die drei wesentlichen Funktionen der Schule auf: das eingeschossige Werkstattgebäude, der Versorgungsbereich mit Cafeteria und Küche sowie das zweigeschossige Schul- und Verwaltungsgebäude. Ein großzügiges Eingangsfoyer verbindet die drei Baukörper und dient als Verteiler. Durch die Anordnung der Baukörper entsteht auf der Nordseite im Außenraum ein geschützter Pausenbereich, der sich im Innenraum fortsetzt. Die hellen, großzügigen und bedarfsgerechten Räume bieten ein optimales Lern- und Lehrumfeld. In Zusammenarbeit mit der Bundesfachschule wurde ein innovatives Energiekonzept erarbeitet. Der Heiz- und Kühllastbedarf wird ausschließlich mittels Luft-Luft-Wärmepumpen bereitgestellt.

    Adresse
    Steinstraße 19
    99768 Harztor OT Niedersachswerfen

    Planungsbüros
    Hartmann + Helm Planungsgesellschaft mbH, Weimar
    Junk & Reich Architekten BDA Planungsgesellschaft mbH, Weimar

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Eckhardt Hartmann
    Dipl.-Ing. Architekt Klaus Reich
    Dipl.-Ing. Carolin Otto

    Bauherr
    Landesinnung Kälte-Klima-Technik Hessen-Thüringen, Maintal

    Fertigstellung
    Februar 2013

  • Der Bau der Freiwilligen Feuerwehr Hohenfelden konnte dank des selbstlosen Einsatzes der vielen freiwilligen Helfer realisiert und am 17. November 2012 feierlich eingeweiht werden. Das fertiggestellte Gebäude beinhaltet im Erdgeschoss zwei Stellplätze für die Feuerwehrfahrzeuge, Werkstatt, Umkleideraum und Sanitäreinrichtungen. Zusätzlich entstand ein separater Gebäudeteil für die Gemeinde. Im Obergeschoss befinden sich das Büro des Ortsbrandmeisters, ein Raum für die Jugendfeuerwehr, ein Versammlungsraum mit Küche sowie ein Archiv und Traditionszimmer. Das Gebäude nimmt in seiner Gestaltung ortsbildtypische Elemente auf und interpretiert sie neu. So erinnert der lange schmale Baukörper an die historisch überlieferte Scheunenstruktur am Ortsrand. Das flach geneigte, mit roten Ziegeln belegte Dach fügt sich in das Ortsbild ein und unterstreicht das homogene Bild der Dachlandschaft Hohenfeldens. Ein Fensterband im Obergeschoss belichtet die oberen Räume sowie die Fahrzeughalle.

    Adresse
    Im Dorfe 64b
    99448 Hohenfelden

    Planungsbüro
    Architekturbüro Sell, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architektin und Stadtplanerin Cornelia Sell

    Bauherr
    Gemeinde Hohenfelden

    Fertigstellung
    Oktober 2012

  • Die Entwicklung des Gebietes rund um den Bahnhof ist eines der wichtigsten städtebaulichen Ziele der Stadt Ilmenau. Am Rande des Stadtzentrums gelegen, dient die exponierte Entwicklungsfläche dem Zusammenwachsen von Altstadt und der TU Ilmenau. Auf der Grundlage von Bestandsanalysen und städtebaulichen Vorgaben wurde der Technologieterminal Ilmenau als modulares Gesamtkonzept auf dem ehemaligen Bahnhofsareal entwickelt. Als erster Baustein wurde das ehemalige Bahnhofsgebäude umgebaut und saniert. Eine bauliche Ergänzung erfuhr der Bestand durch eine modern gestaltete, zweigeschossige Aufstockung. Das neu errichtete gläserne Treppenhaus an der Südwestseite dient ebenso der Erschließung des Terminals B, der derzeit in einer zweiten Ausbaustufe ausgeführt wird. Die entstandenen modernen Räumlichkeiten werden heute überwiegend von IT-Unternehmen genutzt. Das Bauwerk erfuhr im Rahmen der Ausführung eine energetische Ertüchtigung, die weit über die Vorgaben hinausgeht.

    Adresse
    Am Bahndamm 10
    98693 Ilmenau

    Planungsbüros
    Erfurt & Partner GmbH, Erfurt
    VITAMINOFFICE ARCHITEKTEN Bastam Enenkel Partnerschaft, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dr.-Ing. Architekt und Stadtplaner Uwe Wilke
    Dipl.-Ing. Architekt Thomas Erfurt
    Dipl.-Ing. Stadtplaner Daniel Preußker
    Dipl.-Ing. Architekt Bernd Sauerbrey

    Bauherr
    Stadt Ilmenau, Ilmenau

    Fertigstellung
    Oktober 2011

  • Ziel des Projektes war die Schaffung eines modernen, hochwertigen Hotelneubaus am Universitätsstandort Ilmenau. Die Vorstellung des Bauherrn war ein konventioneller Quader. Der Baukörper wurde dann aufgrund der abgeschrägten Grundstücksform und seiner Lage entlang der Zufahrtstraße zum Stadtzentrum als Quader mit halbrundem Flügel entworfen und konzipiert. Diese Kubatur wird sowohl durch die Geschossigkeit als auch durch die Materialität der Fassade unterstützt. Das typische Thüringer Motiv der dunklen Schieferfassade wurde als anthrazitfarbene Klinkerfassade im Außenbereich neu interpretiert. Die Gebäudeteile sind im Erdgeschoss durch eine voll verglaste Lobby verbunden. Zur atmosphärischen Gestaltung des Lobbybereiches wurde auf die Verwendung von Holz und warmen Farbtönen Wert gelegt. Das eigens für die Zimmer entwickelte Möbelsystem schafft Großzügigkeit und findet sich auch bei der Gestaltung des Barbereiches und Empfangstresens wieder.

    Adresse
    Krohnestraße 5
    98693 Ilmenau

    Planungsbüros
    Architektur- und Sachverständigenbüro Dr. B. Schramm, Ilmenau
    Schön Architektur, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dr.-Ing. Architektin Barbara Schramm

    Bauherr
    Schramm & Wicht GbR, Ilmenau

    Fertigstellung
    März 2013

  • Empfang
    Empfang, Bild: Falko Bärenwald

    Das „Hotel SCALA“ besticht im konsequenten Einsatz der Formen- und Materialsprache durch Leichtigkeit und Exklusivität. In Kombination mit der atemberaubenden Aussicht auf 120 Meter Höhe ergibt sich in Deutschlands zweithöchstem Hotel ein einzigartiges Wohnerlebnis. Glas und Aluminium mit kontrastierendem orangefarbenen Filz, Ganzglasbäder und individuell wählbare, LED-gesteuerte Farbstimmung der einzelnen Räume garantieren sinnliches Vergnügen und einen Aufenthalt auf höchstem Niveau.

    Adresse
    Leutragraben 1
    07743 Jena

    Planungsbüro
    Falko Bärenwald - Freier Architekt, Jena

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Falko Bärenwald

    Bauherr
    Andreas Machner, Jena

    Fertigstellung
    Dezember 2012

  • Auf einem 500 Quadratmeter großen Hanggrundstück wurde für das Wohnhaus einer vierköpfigen Familie ein klarer und einprägsamer Baukörper konzipiert. Dem plattenbekleideten Sockel mit bündigem Garagentor und Fensterschiebeladen steht der geputzte, leicht auskragende Baukörper der beiden Wohngeschosse darüber gegenüber. Baukörperliche Einfachheit und genaue Details, von bündig gesetzten Fenstern bis zum einfachen Übergang von Wandflächen in die Dachfläche, prägen die Situation. Das entlang der Straße konzentrierte Bauvolumen öffnet sich über eine großzügige, südwärts orientierte Erdgeschossfassade mit Glasschiebetüren und Holzschiebeläden, markiert durch ein gebäudebreites Betonvordach, zur ebenso klar gestalteten Gartenfläche. Innen schreiben nördlich angeordnete, einläufige Treppen und südlich orientierte Wohnräume die Grundstückszonierung fort. Die aus dem Pultdach resultierende Höhenreserve wird für Hochbetten in den Kinderzimmern und einen leichten Versatz zur räumlichen Betonung des Essplatzes im Erdgeschoss eingesetzt.

    Adresse
    Feldhamsterweg 10
    07749 Jena

    Planungsbüros
    TRZEBOWSKI SCHIFFEL ARCHITEKTEN, Jena
    impuls°Landschaftsarchitektur GbR, Jena

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Frank-Peter Trzebowski

    Bauherr
    privat

    Fertigstellung
    November 2011

  • Die Überbauung zweier kleiner Grundstücke im Sanierungsgebiet zwischen Bachstraße und Krautgasse für das „Hotel VielHarmonie“ ermöglicht eine funktionelle und baukörperliche Quartiersverdichtung. 19 Zimmer mit circa 30 Betten wurden ab dem ersten Obergeschoss in beiden Gebäuden eingeordnet. Haupteingang und Frühstücksraum befinden sich im Bachstraßen-Haus, während im Krautgassen-Haus straßenseitig vier Pkw-Stellplätze untergebracht sind. Erschlossen werden die Zimmer über Treppenhaus und Aufzug in der Bachstraße, in der Krautgasse wurde eine Außentreppe angeordnet. Die Gestaltung beider Gebäude erfolgte als moderne, detaillierte Interpretation des zonierten und mit Lochfassaden versehenen Stadthauses. Mit der engen Quartierssituation fokussiert sich das Wirksamwerden der neuen Gebäude in den Straßenräumen weniger auf die baukörperliche Ausformung als vielmehr auf die straßenfassadenrelevante Gestaltung von Fassade und Dach. Mitarbeit: St. Müller. Corporate Design: R. Zinner, St. Hünniger.

    Adresse
    Bachstraße 14
    07743 Jena

    Planungsbüro
    TRZEBOWSKI SCHIFFEL ARCHITEKTEN, Jena

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Frank-Peter Trzebowski
    Dipl.-Ing. Architektin Claudia Schiffel

    Bauherr
    Brigitte Reinsch, Jena

    Fertigstellung
    Juni 2012

  • Auf jenem Grundstück, auf dem sich bis 2008 das Wohnhaus des Namensgebers des Instituts befand, wurde der Neubau derart positioniert und gegliedert, dass zusammen mit den Bestandsgebäuden ein räumlich gefasster Campus für Mitarbeiter und Studenten geschaffen wurde. Die organische Form des homogenen Gesamtbaukörpers ist angelehnt an die mikrobiologischen Forschungsinhalte des Instituts. Die Farbnuancen der Fassade erschließen sich schrittweise beim Herantreten - ähnlich der zunehmenden Tiefenschärfe beim Blick durch ein Mikroskop. Der Hauptbaukörper des Neubaus beinhaltet Labore (biomolekulare Forschung) und theoretische Arbeitsräume. Im Untergeschoss befinden sich tierexperimentelle Bereiche mit Tierhaltung (Nager), Behandlung und Untersuchung (u. a. Positronen-Emissions-Tomographie). Die vom gesamten Institut genutzten Räume für Präsentation, Lehre und Begegnung sind inmitten des grünen Campus als Pavillon mit Blick auf das Saaletal angelagert.

    Adresse
    Beutenbergstraße 11a
    07745 Jena

    Planungsbüros
    Beeg Lemke Architekten GmbH, München
    DANE Landschaftsarchitektur BDLA, Weimar

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Udo Lemke

    Bauherr
    Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie - Hans-Knöll-Institut, Jena

    Fertigstellung
    September 2012

  • Das Wohnhaus „Winter-WS18“ liegt in Südwesthanglage, in einem gewachsenen Siedlungsgebiet in Wenigenjena. Es ist ein viergeschossiger Bau mit Satteldach. Das wasserundurchlässige Kellergeschoss nimmt den Höhenversatz des Geländes auf und bildet auf Grundstücksbreite einen Sockel. Darauf befinden sich die Obergeschosse in Holzrahmenkonstruktion sowie der überdachte Eingangsbereich mit Carport. Der Baukörper der Obergeschosse wird durch das Herausstehen von Treppenhaus auf der Straßenseite und Box auf der Hangseite klar gegliedert. Diese Elemente sind durch rote Plattenfassaden und Attikaausbildung von der weißen Putzfassade abgesetzt. Durch die großzügigen Fensteröffnungen auf der Südseite ist in allen Geschossen ein Blick über das Tal möglich. Der Sonnenschutz wird über Raffstore gewährleistet. Das Gebäude erfüllt den KfW-70-Standard. Zur Qualitätssicherung wurde eine Blower-Door-Messung durchgeführt. Die Wärmeerzeugung erfolgt über eine Erdwärmepumpenanlage, die Wärmeverteilung mittels Fußbodenheizung.

    Adresse
    Wilhelm-Stade-Straße 18
    07749 Jena

    Planungsbüro
    Kaden Klingbeil, Berlin

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Tom Kaden

    Bauherr
    Dorit und Rando Winter, Jena

    Fertigstellung
    Mai 2012

  • Pflegeleichte Staudenmischpflanzung
    Pflegeleichte Staudenmischpflanzung, Bild: Steffen Möbius

    Im Zuge der Sanierung der Ortsdurchfahrt erfolgte auch die Neugestaltung der Begrünung. Entlang der Kaulsdorfer Straße wurden die gehwegbegleitenden Flächen mit einer Staudenmischpflanzung bepflanzt. Ganzjährig sorgt die Bepflanzung für einen äußerst attraktiven Eindruck. Sie wertet den Verkehrsraum nicht nur für die Fußgänger auf, sondern sorgt auch bei der Betrachtung aus dem Fahrzeug für ein verbessertes Dorfbild. An der Ortseinfahrt wurden in die Staudenflächen symbolisch drei große Findlinge aus dem nahegelegenen Tagebau Großkamsdorf aufgestellt. Die Staudenpflanzung zeichnet sich durch einen ganzjährigen Blühaspekt aus und erweist sich als besonders pflegearm. Aufgrund der großen Pflanzenvielfalt bietet sie die Nahrungsgrundlage für zahlreiche Insektenarten und kann somit auch einen Beitrag zur Verbesserung der Biodiversität in urbanen Räumen leisten.

    Adresse
    Kaulsdorfer Straße 5
    07334 Kamsdorf

    Planungsbüro
    Büro für Freiraumplanung Möbius, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Landschafts­architekt Steffen Möbius

    Bauherr
    Freistaat Thüringen, vertreten durch das Straßenbauamt Mittelthüringen, Erfurt

    Fertigstellung
    Oktober 2012

  • Ein Bürohaus für fünf Mitarbeiter zu entwerfen, später als Wohnhaus umnutzbar, war Aufgabe dieses Projekts. Das Grundstück liegt am Hang, an ein Wohngebiet angrenzend, mit herrlichem Ausblick. Die charakteristische Form der Baukörper mit versetztem Pultdach und Oberlichtband gibt den Innenräumen eine plastische Kubatur und erzeugt einen spannenden, großzügigen Raumeindruck. Zum Eingang kommt man von einem baulich gefassten Vorhof. Über einen Windfang wird der repräsentative Besprechungsraum mit Teeküche erreicht. Von dort gelangt man in die beiden Büros, in das Archiv und zum WC. Im späteren Wohnhaus werden daraus Wohnzimmer mit Südwestorientierung, Wohnküche, Bad, WC, Schlaf und Arbeitszimmer. Alle Räume sind ebenerdig zugänglich, die bodentiefen Fenster ermöglichen den Austritt ins Freie zu den Terrassen. Die Innenraumgestaltung in Weiß-, Anthrazit- und Grautönen folgt einer sachlichen, modernen Sprache und gibt dem Ensemble innen wie außen seine unverwechselbare Prägnanz.

    Adresse
    Am Wachhügel 26
    07338 Kaulsdorf

    Planungsbüro
    Atelier-a11, Remptendorf

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architektin Constanze Frank-Spindler

    Bauherr
    Jörg Kunstmann, Kaulsdorf

    Fertigstellung
    Dezember 2012

  • Der alte Dorfkonsum (Baujahr 1977) im Ortskern von Kleinbodungen stand seit zehn Jahren leer. Er sollte wieder mit Leben gefüllt und zu einem modernen und zeitgemäßen Dorfgemeinschaftshaus mit circa 140 Sitzplätzen umgenutzt und energetisch saniert werden. Unter Einbeziehung des danebengelegenen Dorfparks sollte ein Gemeindezentrum für Vereine, Familienfeiern und die Jugend entstehen. Die Kubatur wurde erhalten, der Eingang versetzt, das Gebäude komplett entkernt, die Zwischendecke entfernt und das alte Dachtragwerk sichtbar gemacht. Als Technik- und Abstellfläche dient die Teilunterkellerung. Die bisher geschlossene Ostseite des Gebäudes zum Park hin wurde mit großen Verglasungen versehen, um den Park ins Gebäude mit einfließen zu lassen. Eine vorgelagerte Holzterrasse mit Behindertenrampe ist die Verbindung zwischen Innenraum und Dorfpark. Wärmepumpe, Lüftungsanlage und die Flächenheizung gehören ebenso zum energetischen Konzept wie eine Vollwärmedämmung.

    Adresse
    Friedrich-Kiel-Straße 40
    99752 Kleinbodungen

    Planungsbüro
    Architekturbüro Ebert, Kleinbodungen

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Sven Ebert

    Bauherr
    Gemeinde Kleinbodungen

    Fertigstellung
    Oktober 2012

  • Im Ortskern von Krölpa befindet sich das um 1730 von der Familie von Brandenstein errichtete Schloss Krölpa. Das Schloss liegt inmitten des historischen Parks mit einer fast vollständig erhaltenen Natursteineinfriedung. Heute wird es vor allem durch die Staatliche Grundschule Krölpa genutzt. Der sanierte und renovierte Barocksaal ist ein beliebter Kulturort der Region. Beide Funktionen sollen künftig durch den Anbau des neuen Mehrzwecksaales gestärkt werden. Der neue Saal und die neuen Nebenräumlichkeiten werden bereits jetzt durch Schüler und Bevölkerung für eine Vielzahl von Veranstaltungen genutzt. Städtebaulich war es das Ziel, einen modernen Baukörper aus Stahlbeton und Glas so einzufügen, dass nach Abriss der alten Aula die Schlossachse wieder sichtbar wird. Der neue Saal im Park des Schlosses bildet eine Raumkante des Schulhofes bzw. des öffentlichen Platzes. Er definiert den alten Ort neu, berücksichtigt dabei aber die Denkmalwerte von Schloss und Parkmauer. Bauleitender Ingenieur war Dipl.-Ing. Matthias Rub.

    Adresse
    Raniser Straße 17
    07387 Krölpa

    Planungsbüro
    SIGMA PLAN - interdisziplinäre Bauplanung GmbH, Weimar

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Torsten Bude

    Bauherr
    Gemeinde Krölpa

    Fertigstellung
    Juni 2012

  • Lauscha gilt als Zentrum der Kunstglasbläserei in Deutschland. Der im Stadtzentrum gelegene Hüttenplatz wurde zurückliegend durch Abbrüche und partielle Eingriffe seiner ursprünglichen Wahrnehmung beraubt. Im Rahmen der Stadtsanierung sollte der historisch bedeutsame Platz, an dem 1597 die erste Lauschaer Glashütte errichtet wurde, als attraktiver Stadtraum und markanter Ort entlang der Thüringer Glasstraße neu gestaltet werden. Das langgestreckte und gestufte „Band“ aus Theumaer Schiefer und Lauschaer Glas gibt der heterogenen Platz- und Bebauungsstruktur einen neuen formalen Halt und verbindet die verschiedenen Teilbereiche des Ortskerns miteinander. Der „glühende Fluss“ aus Glas, der sich in den Schiefer schneidet, wurde durch einen Lauschaer Künstler gestaltet. Holzbelegte, breite Sitzblöcke und lineare Pflanzungen bieten zusätzliche Aufenthaltsqualitäten für Bewohner und Besucher der Stadt. Die vorhandenen Brachflächen wurden zu multifunktional nutzbaren Stadträumen umgewidmet.

    Adresse
    Hüttenplatz
    98724 Lauscha

    Planungsbüro
    Dr. Schmidt Planungsgesellschaft mbH, Schleusingen

    Entwurfsverfasser
    Dr.-Ing. Architekt Hans-Gerd Schmidt
    Dipl.-Ing. Architekt Hagen Höllering

    Bauherr
    Stadt Lauscha

    Fertigstellung
    November 2011

  • Um die Attraktivität des neu gestalteten Stadtteiches zu erhöhen und gleichzeitig einen repräsentativen Standort für Ausstellung sowie gastronomische Betreuung zu erhalten, erschien die räumliche Verbindung zwischen Informationszentrum und Café für die Stadt Leinefelde ideal. Auf der Ebene des um den Stadtteich führenden Flanierwegs befindet sich nun in der südseitigen Hanglage des Ufers vom „Märtens Teich“ der Ausstellungsraum des Informationszentrums mit vorgelagertem, multifunktional nutzbarem Außenraum. Er stellt als öffentlicher Kommunikationsbereich die Verknüpfung des Informationszentrums mit dem Stadtraum her. Das Café schiebt sich als frei schwebender, modern gestalteter Baukörper über die von der Stützmauer geprägten Kante des Teichufers hinweg. Die großflächigen Glasfassaden erzeugen Transparenz und lassen somit interessante Ein- und Ausblicke zu. Eine auf der Straßenseite vorgelagerte Pergola mit integrierten Verschattungselementen lädt zum Verweilen ein.

    Adresse
    Zentraler Platz 1
    37327 Leinefelde-Worbis OT Leinefelde

    Planungsbüro
    Architekturbüro Stadermann - Architekten BDA, Hausen

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Ottmar Stadermann

    Bauherr
    Stadt Leinefelde-Worbis

    Fertigstellung
    September 2012

  • Die Bauherren hatten den Wunsch, auf ihrem Grundstück sowohl den Firmensitz als auch das Wohnhaus zu erweitern. Der bereits sanierte Hof mit Wohnhaus und Nebengelassen weist eine schöne Fachwerkstruktur auf. Die fertiggestellten Baukörper nehmen mit den modernen Mitteln des Leimholzbaues die Struktur und Maßstäblichkeit des Bestehenden auf. Die Materialauswahl, das Farbkonzept und die Bauweise sollen die Einfachheit des umgesetzten Konzeptes im ländlichen Raum unterstützen. Es entstand ein modernes, 120 Quadratmeter großes Büro- und Lagergebäude sowie ein verglaster, transparenter Baukörper mit Einbauten, der künftig auch den neuen Zugang des Wohnhauses bildet. Die Außenterrassen wurden dem Baumbestand angepasst.

    Adresse
    Dorfstraße 46
    99441 Magdala OT Göttern

    Planungsbüro
    SIGMA PLAN - interdisziplinäre Bauplanung GmbH, Weimar

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Torsten Bude
    Dipl.-Ing. Architektin Kathrin Fliedner
    Dipl.-Ing. Darius Cizeika

    Bauherr
    privat

    Fertigstellung
    Februar 2013

  • Die Lebenshilfe Meiningen errichtete auf einem ehemaligen Krankenhausgelände ein Pflegeheim mit besonderer Ausrichtung auf Demenzerkrankungen für 64 Menschen. Unsere Aufgabe bestand in der Planung der Frei- und Verkehrsflächen (circa 12.000 Quadratmeter), einschließlich Grundstücksentwässerung und Beleuchtung. Dabei wurde beim Abriss geborgenes Material, wie Mauersteine, Pflaster und Stufen, wieder verwendet und die Verkehrs- und Wegeflächen kostenbewusst mit Asphalt oder Betonstein befestigt. Die Wegeführung im Demenzgarten mit unterschiedlich großen Wegeschleifen und verschiedenen Sitzmöglichkeiten bietet Bewohnern und Gästen vielfältige Aufenthaltsmöglichkeiten im Garten. Die vorgesehene Bepflanzung rahmt den Garten und gibt Schutz, während Blüten- und Blattfarben oder auch Duftpflanzen im Bereich der Terrasse ebenso die Sinne anregen wie Rosen und Blauregen am noch zu errichtenden Bogengang.

    Adresse
    Straße der Justiz 1
    98617 Meiningen

    Planungsbüros
    Trebert Landschaftsarchitektur, Erfurt
    Architekturbüro Caspari, Meiningen

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Landschafts­architektin Martina Trebert

    Bauherr
    Lebenshilfe Meiningen e. V.

    Fertigstellung
    Mai 2012

  • „Architektur leben“ - unter diesem Motto entstand mit hoher Kreativität und dem Blick für das Besondere ein modernes Wohnhaus in Gumpelstadt. Der zeitgemäße Baukörper gliedert sich ortstypisch in ein zweigeschossiges Haupthaus mit den Wohn- und Individualräumen sowie in einen eingeschossigen Nebentrakt mit Wirtschaftsräumen und Garage. In unverbaubarer Lage am Ortsrand lebt das Haus durch einmalige Ausblicke ins Grüne. Große Fensteröffnungen bringen die Landschaft als Bilder in alle Räume. Blickachsen durchziehen das Haus und lassen keine dunklen Flure oder Zonen entstehen. Exklusives Wohnerlebnis ist der Luftraum über dem Essbereich, welcher die Kommunikation mit der Galerie im Obergeschoss erlaubt. Durch die geschossübergreifende Verglasung werden Licht- und Schattenspiele im Luftraum besonders stark inszeniert. Architektur und Innenarchitektur schaffen als Einheit ein harmonisches Ganzes. Die Bewohner erleben durchweg ruhige Räume mit anspruchsvoller Wohnqualität.

    Adresse
    Hohlesteiner Weg 6
    36433 Moorgrund OT Gumpelstadt

    Planungsbüro
    Lehrmann & Partner GbR · Architektur- und Ingenieurbüro, Waltershausen

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Michael Heß

    Bauherr
    Andreas Graul und Christin Wehner-Graul, Moorgrund

    Fertigstellung
    November 2012

  • Das bestehende Wohnhaus wurde mit Wohnflächen im Obergeschoss und Geschäftsräumen im Erdgeschoss erweitert. Die Erweiterung erfolgte durch einen kubusförmigen Anbau in Holztrapezleistenoptik. Dieser nimmt im Erdgeschoss die neuen Geschäftsräume der Baumschule auf. Über die äußere Zugangstreppe erreicht man die Wohnung im Obergeschoss. Ihr neuer Eingangsbereich verbindet Bestandshaus und Anbau miteinander. Durch die Anordnung der neuen Gebäudeteile wurde der ehemals kaum genutzte, da frei einsehbare Balkon zu einem „offenen Wohnhof“. Mit der Möglichkeit des privaten Rückzuges bietet dieser eine hohe Aufenthaltsqualität und wird zum zentralen Thema des Wohnens. Der Anbau wurde als Effizienzhaus von der KfW gefördert. Beheizt wird das Gebäude durch eine Scheitholzvergaserheizung in Kombination mit einer Gasbrennwerttherme.

    Adresse
    Hauptstraße 1
    37355 Niederorschel

    Planungsbüro
    Roberto May - Architektur Werkstatt, Leinefelde-Worbis

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Roberto May
    Dipl.-Ing. Frank Hübler

    Bauherr
    Eichsfelder Baumschulen & Gartenservice Kaufhold, Niederorschel

    Fertigstellung
    April 2012

  • Das Südharz-Klinikum weihte Anfang Dezember 2012 seinen neu gestalteten Eingangs- und Aufnahmebereich ein. Patienten und ihre Besucher werden nun in einer modernen und großzügigen Halle in Empfang genommen. Am zentralen Tresen begrüßen die Mitarbeiter und geben den Ankommenden erste Informationen zum Klinikum. In fünf gläsernen Aufnahmekabinen erfahren die Patienten in diskreter Atmosphäre alles Wichtige zu ihrem Aufenthalt. Die Umgestaltung der Haupteingangszone beinhaltet mit der Magistrale den öffentlichsten Bereich und zentralen Verkehrspunkt im bestehenden Verbinder zwischen dem bereits sanierten Bettenhaus 1 (Hochhaus) und dem Funktionsgebäude. Auf fünf Ebenen führen hier alle Wege zusammen. Die offene Halle erstreckt sich nach der Umgestaltung über 25 Meter Breite und 25 Meter Länge. Mit dem Einbau einer Karusselltüranlage (mit einem Durchmesser von fünf Meter) in das neue Entree werden wesentliche Energieeinspareffekte erzielt.

    Adresse
    Dr.-Robert-Koch-Straße 39
    99734 Nordhausen

    Planungsbüro
    arko bauplanung GmbH, Nordhausen

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Michael Becke
    Dipl.-Ing. Architekt Martin Körner

    Bauherr
    Südharz Klinikum Nordhausen gGmbH

    Fertigstellung
    Dezember 2012

  • Die unter Denkmalschutz stehende „Flohburg“ ist eines der wichtigsten erhalten gebliebenen historischen Fachwerkgebäude der Stadt Nordhausen aus dem Mittelalter. Neben einer umfangreichen Sanierung der Altbausubstanz bedingte die geplante Nutzung als stadthistorisches Museum einen Erweiterungsneubau inmitten der noch bestehenden Altstadtstruktur um circa 1000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Dabei lag der Schwerpunkt vor allem auf einer städtebaulich respektvollen Einordnung des neuen Baukörpers im Hinblick auf die Anbindung an das historische Gebäude einerseits und einer eigenständigen Formensprache als Ausdruck zeitgemäßer Architektur andererseits.

    Adresse
    Barfüßerstraße 6
    99734 Nordhausen

    Planungsbüros
    Architekturbüro H.-J. Gerboth, Heringen
    Architekturbüro Annette Oeller-Gerboth, Heringen | LA21 Landschaftsarchitektur®, Nordhausen

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Des. (FH) Architekt und Innenarchitekt Hans-Jürgen Gerboth
    Dipl.-Ing. Architektin Annette Oeller-Gerboth

    Bauherr
    Stadt Nordhausen, vertreten durch das Amt für Kultur, Bildung und Soziales

    Fertigstellung
    Juni 2012

  • Nördlich am Stadtrand von Nordhausen entstand in einem Wohngebiet für eine vierköpfige Familie ein Wohnhaus mit einer Wohnfläche von circa 216 Quadratmeter. Realisiert wurde ein großzügiges und modernes Raumkonzept mit den Bereichen Wohnen, Kochen und Essen im Erdgeschoss und den privaten Räumen, wie Bad, Kinder- und Schlafzimmer, im Obergeschoss. Ausgeführt wurden das zweigeschossige Wohnhaus sowie die angrenzende Doppelgarage in zeitgemäßer und moderner Architektur. Der kubische Baukörper mit flach geneigtem Satteldach ist gegliedert in verputzte Fassadenteile und Flächen aus Holzleistenschalung. In gleicher Gliederung und Ausführung der Fassade wurde auch die Doppelgarage gestaltet, um ein einheitliches und zusammenhängendes Gesamtbild der Gebäudegruppe zu erhalten.

    Adresse
    Heidelbergblick 41
    99734 Nordhausen

    Planungsbüro
    Architekturbüro Tobias Winkler, Nordhausen

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Tobias Winkler

    Bauherr
    Dr. Martin Höpker, Nordhausen

    Fertigstellung
    Oktober 2012

  • Planungsaufgabe war die Errichtung einer PKW-Ausstellungshalle zur Erweiterung der bestehenden Präsentationsflächen für eine neue Automarke. Sie soll gestalterischer Blickfang und Schlusspunkt der bestehenden vielgestaltigen Bausubstanz sein. Die Gebäudegrundfläche beträgt 295 Quadratmeter, die Nutzfläche 318 Quadratmeter und die Nettofläche 335 Quadratmeter. Die Kubatur hat ein Volumen von 1695 Kubikmeter.

    Adresse
    Nordhäuser Straße 11
    99734 Nordhausen OT Bielen

    Planungsbüro
    Architekturbüro H.-J. Gerboth, Heringen

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Des. (FH) Architekt und Innenarchitekt Hans-Jürgen Gerboth

    Bauherr
    Autohaus Triebel, Frank & Eleonore Triebel GbR, Nordhausen

    Fertigstellung
    August 2010

  • In einer geschwungenen Spange sind alle Wohnbereiche nach Süden bzw. zu der sie umgebenden Natur orientiert. Klubräume und Erzieherzimmer wenden sich zum Schulhof bzw. zur Aussichtslage nach Oberhof. Dazwischen entsteht eine belebte, offene Flurzone mit Einblicken in die Gemeinschaftsbereiche und vielfältigen Ausblicken auf Oberhof und den Thüringer Wald. Durch eine sinnfällige Gliederung der einzelnen Funktionsflächen wird im Erdgeschoss eine günstige Anpassung an die bestehende Topographie ermöglicht. Über einen geschlossenen Gang erfolgt die Anbindung an den Komplex des Sportgymnasiums. Die Internatszimmer sind in kleine Wohngruppen mit zwei Sanitärräumen und einem gemeinsamen Vorbereich integriert. Mit den nach Süden orientierten Fenstertüren werden eine günstige Nutzung der passiven Solarenergie und ein enger Bezug zum Landschaftsraum erreicht. Auf der nach Süden geneigten Dachfläche ist eine Photovoltaikanlage installiert.

    Adresse
    Am Harzwald 3
    98559 Oberhof

    Planungsbüro
    Schirmbeck & Weber, Weimar

    Entwurfsverfasser
    Prof. Dipl.-Ing. Architekt Günter Weber
    Prof. Dr.-Ing. habil. Egon Schirmbeck

    Bauherr
    Freistaat Thüringen, vertreten durch das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr, Erfurt

    Fertigstellung
    Januar 2011

  • Im ersten Bauabschnitt zur Generalsanierung und Neugestaltung der Sportanlage „In der Griebse“ wurde vorrangig auf die Belange des Schulsports eingegangen. Aber auch der Vereins- und Breitensport kommt auf der neuen Wettkampfanlage Typ C und dem Regelspielfeld in modernem Kunstrasen nicht zu kurz. Die neue Flutlichtanlage verlängert die Nutzungszeiten. Laufbahnen und Kreisbogensegmente in Kunststoff und Kunstrasen bieten mit den integrierten Anlagen für Weitsprung, Dreisprung, Hochsprung und Kugelstoßen optimale Bedingungen. Im Norden schließt ein Allwetterplatz in Kunststoff mit einer kleinen Tribüne an. Umgeben von einem sechs Meter hohen Ballfangzaun sind hier die verschiedensten Ballsportarten und Bewegungsspiele möglich. Der Haupteingangsbereich wurde zum Event-Platz mit Beleuchtung und komplett neuer Möblierung umgebaut. Zusammen mit der neuen Tribünenanlage mit mehr als 500 Plätzen wird nun auch Platz für größere Veranstaltungen geboten.

    Adresse
    In der Griebse
    07381 Pößneck

    Planungsbüro
    Casparius Architekten & Ingenieure, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Prof. Dr.-Ing. Architekt Joachim Casparius

    Bauherr
    Landkreis Saale-Orla-Kreis und Stadt Pößneck, vertreten durch das Landratsamt, Schleiz

    Fertigstellung
    Juni 2011

  • Das Vorhaben beinhaltet Umbau und Erweiterung eines bestehenden Ausbildungskomplexes im südthüringischen Rohr-Kloster zu einem Praxiszentrum für Energieeffizienz und energetische Gebäudesanierung. Vor dem Hintergrund der energiepolitischen Ziele von Bundesrepublik und Europäischer Union wird hier fundiertes Wissen zu neuen Technologien, Anwendungen und Lösungen vermittelt. Die Gebäudestruktur ist durch die Abfolge der Funktionen Lehre und Bildung, Information und Beispiel, Demonstration, Experiment und Anwendung determiniert. Der zweigeschossige Erweiterungsbau nimmt das auch für Ausstellungen nutzbare Foyer, einen Seminarbereich, Verwaltungsräume sowie einen kleinen Hörsaal auf. Die vormalige Ausbildungshalle 1 dient zu Demonstrations- und Experimentierzwecken sowie der Vermittlung von praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten. In Halle 2 verdeutlichen Gebäudeschnittmodelle und Lehrexponate den fachlich richtigen Umgang mit verschiedenen Bauweisen und -produkten.

    Adresse
    Kloster 1
    98530 Rohr OT Kloster

    Planungsbüro
    Projektscheune Planungsgesellschaft mbH, St. Kilian

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Jens Lönnecker

    Bauherr
    Handwerkskammer Südthüringen, Suhl

    Fertigstellung
    März 2013

  • Der Neubau, bestehend aus Gottesdienstraum sowie Sakristei, Teeküche, Gemeinde- und Sanitärräumen, stellt durch seine flexiblen Nutzungsmöglichkeiten ein geistiges und kulturelles Zentrum für verschiedenste Veranstaltungen dar. Das krönende Kreuz auf dem Zeltdach des höheren Gottesdienstraumes weist auf das sakrale Gebäude hin. Im schlicht gehaltenen Innenraum fällt der Blick auf die symmetrische Altarachse mit dem modernen, rot-violetten Bleiglasfenster, welches je nach Sonneneinstrahlung den Raum in wechselnd warmes Licht taucht. Mit zugehörigem Edelstahl-Tabernakel auf der rechten und Kreuzdarstellung auf der linken Seite entsteht eine gelungene Dreierkomposition der auch einzeln wirkenden Elemente. Zur sichtbaren Holzdeckenkonstruktion und zum farblich abgesetzten Fliesenbelag wurden passende Möbel in wiederkehrendem Holzton gewählt. Eine barrierefreie Ausstattung erstreckt sich auf die Gestaltung des gesamten Geländes.

    Adresse
    Am Weinberg 1
    06571 Roßleben

    Planungsbüro
    Architekturbüro Michael Katzer, Bad Langensalza

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Michael Katzer

    Bauherr
    Katholische Pfarrgemeinde Sömmerda

    Fertigstellung
    Juni 2011

  • Das Team um k.u.g.-architekten baute ein Fabrikgebäude, das abgerissen werden sollte, zum neuen Wahrzeichen Saalfelds um und schuf dort gleichzeitig Wohnraum und Begegnungsstätten für das Wohnen im Alter. Das Objekt ist hervorragend an die Innenstadt angebunden. Nördlich grenzt die Altstadt, südlich die neu angelegte „Grüne Mitte“ an. Der Erhalt des Gebäudes war mehr als umstritten. Die Architekten überzeugten Stadt und Bauherrn, das markante Gebäude und dessen Geschichte als Zeitzeugnis zu erhalten. Das Gebäudekonzept umfasst drei Hauptnutzungen: Tagespflege im Erdgeschoss, Wohnnutzung im zweiten bis vierten Obergeschoss und ein öffentliches Café mit Gemeinschaftsflächen und Dachterrassen im fünften Obergeschoss. An den Längsseiten des Gebäudes erstrecken sich lichtdurchflutete Laubengänge und Loggien. Diese Bereiche sind nicht beheizt und dienen als energetische Puffer. Die Loggien sind individuell zum Nachbarn abtrennbar und können als privater oder gemeinsamer Außenraum genutzt werden.

    Adresse
    Grüne Mitte 6
    07318 Saalfeld

    Planungsbüro
    k.u.g.-architekten, München

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Carolin Kodisch
    Dipl.-Ing. Odile Ullrich
    Dipl.-Ing. Harald Gasmann

    Bauherr
    AWO Kreisverband Saalfeld-Rudolstadt e. V., Saalfeld

    Fertigstellung
    Juli 2011

  • Blick über den Teich auf das Viba-Event-Center
    Blick über den Teich auf das Viba-Event-Center, Bild: Heike Roos

    Mit dem Neubau des Viba-Event-Centers in Schmalkalden und in Vorbereitung der Landesgartenschau 2015 war eine repräsentative, nutzungsorientierte Freiraumgestaltung des Grünzuges „An der Fuchsenkothe“ sowie des künftig öffentlichen Viba-Parks auf einer Gesamtfläche von circa drei Hektar das Ziel. Das städtische Entree ist der großzügig gestaltete, farbenfroh akzentuierte Haupteingangsbereich zum Viba-Event-Center mit Busstopp und Besucherparkplätzen. Das landschaftliche Entree erschließt den Talraum des Fließgewässers Fuchsenkothe im Süden. Großzügige Wiesen- und Wasserflächen sowie kulissenartige Baumreihen geben räumliche Weite und integrieren wie selbstverständlich die verschiedenen Nutzungen. Der neu gestaltete Park nimmt mit seiner Pflanzenverwendung Bezug auf die Produkte der Viba sweets GmbH: Nussbäume symbolisieren den Rohstoff für Nougat, Gräser stehen als Reminiszenz an Getreide, Obstbäume, Duft- und Aromapflanzen für weitere Produktkomponenten.

    Adresse
    Nougatallee 1
    98574 Schmalkalden

    Planungsbüro
    RoosGrün PLANUNG, Weimar

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Stadtplanerin und Landschafts­architektin Heike Roos

    Bauherr
    Stadt Schmalkalden und Landesgartenschau Schmalkalden 2015 GmbH

    Fertigstellung
    September 2012

  • Der bewusst von der historischen Bausubstanz abgerückte zweigeschossige Neubau mit Flachdach ergänzt den Kindergarten um einen multifunktional nutzbaren Sportraum im Erdgeschoss sowie einen Kreativ- und einen Personalraum im Obergeschoss. Der Leitgedanke des Entwurfes „die grüne Wiese“ findet sich sowohl im äußeren Erscheinungsbild als auch im Innenraum wieder. Unterschiedlich hohe, grüne Bänder gliedern die Fassade horizontal und nehmen dem Baukörper die Schwere. Der Verzicht auf einen Sockel bringt das Gebäude direkt auf die Wiese und ermöglicht neben der funktionellen auch die optische Einbindung in den Außenraum. Im Inneren unterstützen die farbpsychologischen Eigenschaften der Farbe Grün (beruhigend, harmonisierend, positive Eigenschaften fördernd) das Betreuungskonzept. Ein breites Spektrum an Raumsituationen, Raumhöhen, Einblicken und Ausblicken, Lichtverhältnissen und Materialien soll die Kleinsten zu Erkundungs- und Entdeckungstouren inspirieren.

    Adresse
    Renthofstraße 20
    98574 Schmalkalden

    Planungsbüro
    Architekten und Ingenieure Bießmann+Büttner, Schmalkalden

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Jens Büttner
    Dipl.-Ing. Architekt Thomas Hinz
    Steffen Bießmann

    Bauherr
    Stadt Schmalkalden

    Fertigstellung
    Dezember 2011

  • Die Leuchtenburg bei Kahla liegt weithin sichtbar im Thüringer Holzland auf dem 401 Meter hohen Lichtenberg. Für die Ausstellung „Porzellanwelten Leuchtenburg“ werden große Teile der Burganlage umgebaut, saniert und neu strukturiert. Ein Baustein davon ist das Besucherzentrum auf dem Vorplatz der Leuchtenburg, gelegen auf einem Burgsporn, den schon im 19. Jahrhundert ein herzoglicher Pavillon zierte. Das Gebäude fasst den südlichen Bereich des Burgplatzes und korrespondiert durch den mehrfach geknickten, polygonalen Baukörper mit Sichtachsen und räumlichen Bezügen. Das in Massivholzbauweise errichtete Gebäude wurde durch 77 Kleinbohrpfähle mit jeweils bis zu 20 Meter Länge im Muschelkalk des Burgberges verankert. Die dadurch erreichte exponierte Lage an der Hangkante gestattet wunderbare Ausblicke über das Thüringer Land, die durch große, nach allen Richtungen angeordnete Panoramafenster gerahmt werden.

    Adresse
    Dorfstraße 100
    07768 Seitenroda

    Planungsbüro
    Bau-Consult Hermsdorf Gesellschaft beratender Ingenieure GmbH, Hermsdorf

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Jörg Kießling

    Bauherr
    Stiftung Leuchtenburg, Seitenroda

    Fertigstellung
    Mai 2012

  • Die ursprüngliche Ausbildung des Mühlgrabens zwischen Stadtparkbrücke und Dreysemühle war von hohen Ufermauern geprägt. Der starke Geländeeinschnitt führte dazu, dass das Wasser nur aus der Nähe erlebbar war. Die Blickbeziehungen zwischen Park und Innenstadt wurden zusätzlich durch Hochbeete und Pflanzungen verstellt, so dass eine Verbindung zwischen Erholungsraum und Stadt kaum bestand. Räumliche Freistellung und sanfte Geländeabsenkung zum Mühlgraben ermöglichen nun den Blick auf das Wasser und verbinden die Räume bis in die Tiefe des Parks. Die Absenkung ist in Form von Terrassen ausgebildet, wobei die obere befestigte Fläche als Aufenthaltsbereich auch die Funktion der erforderlichen Wegeverbindung übernimmt. Die wertvollen Denkmalobjekte Mühle und Holzbrücke wurden durch die Geländeabsenkung freigestellt und sind somit besser erlebbar.

    Adresse
    Adolf-Barth-Straße
    99610 Sömmerda

    Planungsbüro
    Büro für Landschaftsarchitektur Frank Feistel, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Landschafts­architekt Frank-Dirk Feistel

    Bauherr
    Stadt Sömmerda

    Fertigstellung
    April 2013

  • Das Gebäude 003 in der Karl-Günther-Kaserne aus dem Jahr 1935 wurde zum Betreuungsgebäude umgebaut. Im Objekt sind verschiedene Gast- und Freizeiträume sowie Büros der Seelsorger untergebracht. Dem Pächter stehen auf zwei Etagen moderne Küchen-, Kühl- und Lagerräume zur Verfügung. Mit der Anpassung zum Betreuungsgebäude wurden komplizierte räumliche Zuordnungen überwunden. Mittels umfassender Umbauarbeiten wurde das Gebäude neu strukturiert und ist nun zeitgemäß nutzbar. Wesentlich waren die Neugestaltung des Eingangs und der Einbau eines neuen Treppenhauses. Die Fenster wurden vergrößert und es wurden moderne, helle und großzügige Räume geschaffen. Mit kräftigem Rot wurden im Innenraum farbige Akzente gesetzt, die mit Grau und Beige kontrastieren. Eine deutliche Aufwertung der Nutzung stellt die Terrasse im Außenbereich dar. Die zurückhaltende Fassade fügt sich harmonisch in die Kasernenanlage ein. Die Möbel konnten für diese Baumaßnahme individuell geplant werden.

    Adresse
    Kurt-Hafermalz-Straße 5
    99706 Sondershausen

    Planungsbüro
    bv partnerschaft Architektur- und Ingenieurbüro Iris Karstädt Friedhelm Verges, Sondershausen

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architektin Iris Karstädt
    Dipl.-Ing. Architektin im Ruhestand Edith Baars

    Bauherr
    öffentlich

    Fertigstellung
    September 2012

  • Die Landesmusikakademie benötigte infolge steigender Auslastung ein Gästehaus mit Anbindung an den Akademiecampus auf dem Schlossareal. Als Bauplatz wurde das Grundstück Lohberg 11 mit seiner unter Denkmalschutz stehenden Bausubstanz gewählt. Entwurfsschwerpunkt war die Aufnahme der bestehenden Hofsituation, die von drei Gebäuden geprägt wird. Deren Anordnung ermöglicht die einladende Öffnung des Hofes zum Straßenraum: Im Vordergrund steht der denkmalgerecht sanierte Altbau. Städtebaulich zurückhaltend – da nah am Schloss und Schlosspark – und trotzdem mit Signalwirkung zeigt sich der prägnante neue Baukörper des Cafés. Über den Hof gelangt man zwischen Alt und Neu zum Gästehaus. Dieses tritt in den Hintergrund und kann bedingt durch den tiefer liegenden Hofbereich geschickt eine größere Baumasse aufnehmen. Der Hof bildet den zentralen Bereich der Anlage. Hier sind Eingänge, Foyer, Speiseraum, Café und Verwaltung unmittelbar zu erreichen. Alle Bereiche sind barrierefrei erschlossen.

    Adresse
    Lohberg 11
    99706 Sondershausen

    Planungsbüros
    AIG Architektur- & Ingenieurgesellschaft mbH, Sondershausen
    PSL Landschaftsarchitekten Ziegenrücker. Dorlas. Partnerschaftsgesellschaft mbB, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Clemens Kober
    Dipl.-Ing. Karsten Schmidt
    Dipl.-Ing. Jochen Reitz

    Bauherr
    „Wippertal“ WBG mbH, Sondershausen

    Fertigstellung
    März 2012

  • Ansicht Nordost
    Ansicht Nordost, Bild: Manfred Lehniger

    Durch den Umbau und die Erweiterung des bestehenden Sportvereinshauses am Sportplatz entstand der neue Dorfmittelpunkt der Gemeinde. Dabei wird hier in Zukunft nicht mehr der Sport allein sein Domizil finden. Vielmehr ist das Gebäude als Vereinshaus und Begegnungsstätte angelegt, das von allen Vereinen des Ortes genutzt werden soll. Das bestehende Konglomerat wurde um einen Neubau erweitert. Alt- und Neubauteil sind unter einer neuen Konstruktion aus verschränkten Satteldächern zusammengefasst. Die Fassaden wurden vereinheitlicht. Die Architektursprache zeigt die neue Nutzung an. Die neuen Dächer sind mit unterschiedlichen Überständen und Auskragungen angelegt, die Fassaden zum Teil eingezogen. Somit entstand innerhalb des Volumens ein überdachter Tribünenbereich und ein geschützter Zugang zu den Umkleideräumen. Das Vereinshaus besitzt einen großen Saal mit Nebenräumen und Küche im Altbaubereich. Im Neubauteil wurden Sanitär- und Umkleideräume eingerichtet.

    Adresse
    Am Sportplatz
    99869 Sonneborn

    Planungsbüro
    Baubüro Lehniger Dipl.-Ing. Architekt, Gotha

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Manfred Lehniger
    Dipl.-Ing. Architekt Michael Priebs

    Bauherr
    Gemeinde Sonneborn

    Fertigstellung
    September 2012

  • „Wohnen im Klassenzimmer“: Das Vorhaben beinhaltet die modellhafte Umnutzung einer vormaligen Plattenbautypenschule zu einem Wohnprojekt. Dabei sind die Wechselbeziehungen zwischen Bewohner, Bauherrin, der Stadt mit ihren Gremien und nicht zuletzt den beteiligten Planern beispielhaft für ähnlich gelagerte Projekte. Die Wohnfunktion wird durch externe Dienstleistungen und Betreuungsangebote ergänzt. Die daraus resultierende Kombination ermöglicht ein selbstständiges und selbstbestimmtes Wohnen auch im dritten Lebensabschnitt und stellt eine echte Alternative zu vollstationären Pflegeformen dar. Aus baulicher Perspektive erfährt ein, in vielen Variationen existierender, Typenbau durch die Betonung seiner funktionalen, wirtschaftlichen und gestalterischen Potenziale eine neue Definition. Insgesamt entstanden 55 barrierefreie Wohneinheiten mit Concierge, die mit einer Begegnungsstätte und einer Gästewohnung ergänzt wurden.

    Adresse
    Am Hoheloh 1
    98527 Suhl

    Planungsbüro
    Projektscheune Planungsgesellschaft mbH, St. Kilian

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Jens Lönnecker

    Bauherr
    AWO Alten-, Jugend- und Sozialhilfe gGmbH, Erfurt

    Fertigstellung
    Juni 2010

  • Die evangelisch-lutherische Rundkirche in Untersuhl ist kreisrund aufgebaut, mit angebauter gewölbter Apsis, und besteht im unteren Teil aus massivem Mauerwerk aus unbehauenen Sandsteinen. Der Grundriss ist für eine Kirche außergewöhnlich. Über dem massiven Mauerwerk schließt ein Fachwerkaufsatz mit einem steil aufsteigenden, achtseitigen Dach an, welches an der Spitze von einer barocken Haube abgeschlossen wird. In Orientierung an die Himmelsrichtungen verzieren vier Dacherker, mit spitzen Turmhauben, im unteren Bereich des steil aufsteigenden Daches das äußere Erscheinungsbild. Sanierungsschwerpunkte waren die Turmhelmkonstruktion, die Fachwerkaußenwand, die Glockenstuhlkonstruktion, das Mauerwerk sowie die Dacheindeckung einschließlich Turmzier. Verantwortlich für Statik und Konstruktion war das Ingenieurbüro Trabert + Partner, Geisa.

    Adresse
    An der Kirche
    99837 Gerstungen OT Untersuhl

    Planungsbüro
    B19 ARCHITEKTEN BDA, Barchfeld

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Matthias Döhrer
    Dipl.-Ing. Jürgen Schuchert

    Bauherr
    Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Untersuhl, Gerstungen

    Fertigstellung
    April 2013

  • Das Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar ist das älteste und bedeutendste Literaturarchiv Deutschlands. Wesentliche Teile des Bestandes wurden in die UNESCO-Liste „Memory of the World“ aufgenommen. Kern des Entwurfskonzeptes ist das Bild einer „Schublade im Sockel der alten Kommode“. Das Haus bleibt die repräsentative „Kommode“, so wie sie Otto Minkert (1845-1900) nach den Vorstellungen von Großherzogin Sophie (1824-1897) als „Schatztruhe“ für den Nachlass von Goethe und Schiller errichtet hat. Die „Schublade“ erweitert den schwer nutzbaren Keller des Bestandsgebäudes und öffnet sich durch die Stützmauer an der Ilm zur Stadt hin. In der „Schublade“ werden die vergrößerten Sicherheitsarchive und die Technik untergebracht, ergänzt durch direkt hinter der Fassade gelegene Arbeitsplätze für die wissenschaftlichen Mitarbeiter. Ihre Blende aus feinem Edelstahlgewebe schützt vor Sonne und Hitze und bietet Sicherheit für die dahinterliegenden Archivräume und Archivalien.

    Adresse
    Hans-Wahl-Straße 4
    99425 Weimar

    Planungsbüros
    arge gs / archiv - Architekturbüro Dr. Lutz Krause / gildehaus.reich architekten BDA, Weimar
    stock landschaftsarchitekten bdla, Jena | gildehaus.partner architekten mbB, Weimar

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Bernd Gildehaus
    Dipl.-Ing. Architekt Felix Flechtner
    Dr.-Ing. Architekt Lutz Krause
    Dipl.-Ing. Architekt Alexander Pfohl

    Bauherr
    Klassik Stiftung Weimar

    Fertigstellung
    April 2012

  • In einer kleinen Waldlichtung wurde anstelle eines alten Containers ein neuer Jugendclub errichtet. Als thematischer Aufhänger für das Gesamtkonzept der Anlage diente der vorhandene Spielplatz mit Piratenschiff, der von den Jugendlichen selbst gebaut wurde. So entstand in der bewegten Topographie auf unterschiedlichen Niveaus eine dünenähnliche Landschaft mit Gruppen aus Spielpalmen und Spielfeldern, an deren Ende der zweigeschossige Jugendclub steht. Das rotbraune Gebäude schimmert durch das umgebende Grün und erinnert an ein vor Anker liegendes Schiff. Mit seinem L-förmigen Grundriss öffnet es sich zu den Freianlagen und umschließt diese leicht. Im Inneren ist der Jugendclub ein offenes, kommunikatives Haus, in dem sich die Räume miteinander verbinden, zueinander öffnen lassen und viele Blickbezüge entstehen. Daneben bieten kleine Nischen besondere Orte, in die sich die Jugendlichen und Kinder in kleinen Gruppen zurückziehen können.

    Adresse
    Carl-Gärtig-Straße 1a
    99427 Weimar OT Schöndorf

    Planungsbüros
    Susanne Dieckmann Architektin, Weimar
    freiraumpioniere | landschaftsarchitekten, Weimar | neu + rein ARCHITEKTEN, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architektin Susanne Dieckmann
    Dipl.-Ing. Anna Katharina Satzinger

    Bauherr
    Stadt Weimar, vertreten durch das Amt für Technische Gebäudewirtschaft

    Fertigstellung
    Februar 2012

  • Das Gebäude ist Teil einer Mehrgenerationenhausgruppe. Es ist Alterssitz der Eltern. Auf dem noch unbebauten, rückwärtigen Grundstücksteil will die Familie der Tochter einmal bauen. Der Bebauungsplan sah zwei bis drei Geschosse vor, keine idealen Voraussetzungen für altengerechtes oder gar behindertengerechtes Wohnen. Deshalb wurde ein Personenaufzug vorgesehen. Es entstand ein Haus mit vier Ebenen: Unter-, Erd- und Obergeschoss sowie ein Dachgeschoss. Von der Dachterrasse aus hat man einen schönen Blick auf die Stadt, den Ettersberg und die Höhen von Belvedere. Alle Geschosse und alle Räume sind behindertengerecht erreichbar und eingerichtet. Der Grundriss ist flurlos, die Raumfolgen sind fließend. Der Wohnbereich ist im Wesentlichen ostwestorientiert. Den Individualräumen im Obergeschoss ist eine Galerie vorgeschaltet, von der aus der Wohnbereich und der Garten erlebbar sind.

    Adresse
    Georg-Muche-Platz 5
    99425 Weimar

    Planungsbüros
    Klaus Beer, Freier Architekt, Weimar
    Planungsgruppe Fölsche Architekten + Ingenieure GbR, Weimar

    Bauherr
    Christine und Klaus Beer, Weimar

    Fertigstellung
    Mai 2010

  • Nach der Sanierung des Stadthauses sollte zunächst nur der hintere Gartenbereich neu gestaltet werden. Mit Beginn der Planung wurde indes deutlich, dass nur durch eine Neuordnung der Hoffläche die fehlende Verbindung zwischen Haus und Garten wieder hergestellt werden kann. Die Gestaltung erfolgt mit klarem Gebäudebezug und trägt einen formalen Charakter. Mit der Eibe als immergrüner Heckenpflanze werden die Garten- bzw. Nutzungsräume definiert und voneinander abgegrenzt. Zwei unterschiedlich große Sitzplätze sowie die platzartige Aufweitung am rückwärtigen Gebäudeausgang bieten Raum zum Verweilen im Garten. Alle Grünflächen wurden als Pflanzflächen ausgebildet, die durch Blattform und -farbe, Blüte und Duft das Jahr über ansprechend sein werden. Die Wege und Platzflächen im Garten und am Hauseingang in der Trierer Straße wurden mit Travertinplatten befestigt, die Hoffläche mit einem farblich passenden Betonstein. Garten und Wohnhaus sind barrierefrei ausgebildet.

    Adresse
    Trierer Sraße 18
    99423 Weimar

    Planungsbüros
    Trebert Landschaftsarchitektur, Erfurt
    VK Architekten, Weimar

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Landschafts­architektin Martina Trebert

    Bauherr
    Bettina von Wangenheim, Weimar

    Fertigstellung
    Dezember 2012

  • Dieser eingeschossige Neubau ist eine Werkstatt für Wartungs- und Reparaturarbeiten inklusive Büro und Sozialräumen mit einer Grundfläche von 412 Quadratmeter. Er wurde in Massivbauweise mit einem extensiv begrünten Flachdach auf einem Grundstück mit einer Fläche von 711 Quadratmeter errichtet. In der Werkstatt werden Pumpen mit den zugehörigen Bauteilen geprüft, gewartet und repariert sowie neue Aggregate zusammengestellt. Die Werkstatt orientiert sich an der städtebaulichen Grundstruktur des Gründerzeitquartiers und ist in drei Bereiche gegliedert: Empfang mit Reparaturannahme, Werkstatt mit Lagerbereichen sowie Sozialräume samt Pausenraum. Die Gestaltung des Baukörpers folgt den Prinzipien der Moderne: Momente der Reduktion und der sich daraus entwickelnde klare Baukörper, rhythmische Verwendung von Grundfarben und -formen. Weiterhin wurde hoher Wert auf den minimalistischen Einsatz unterschiedlicher Materialien sowie der Materialästhetik von handwerklich hergestellten Bauteilen gelegt.

    Adresse
    Ernst-Thälmann-Straße 9a
    99423 Weimar

    Planungsbüro
    Architekturbüro Reimann, Weimar

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Frank Reimann

    Bauherr
    Sibylle Trunk, Weimar

    Fertigstellung
    November 2012

  • Steigende Besucherzahlen und die Neugestaltung der Dauerausstellung im Goethe-Nationalmuseum Weimar gaben Anlass, die öffentlichen Funktionen des Gebäudes neu zu ordnen. Die kleingliedrige Raumstruktur wurde mittels statischer Eingriffe zusammengeführt. Ein wiederhergestellter Durchgang zwischen Torfahrt und Foyer ermöglicht die barrierefreie Erschließung. Die zentrale Tresenanlage verbindet die Raumteile, kaschiert verbliebene Pfeiler und Stützen und ordnet Wegebeziehungen. Der Museumsladen erhielt einen eigenen abgeschlossenen Raum. Die Funktionen im hinteren Foyer wurden neu strukturiert, so dass ein großzügiger, multifunktionaler Bereich entstand. Das neue Lichtkonzept hebt den Haupttresen hervor und erhöht die Aufenthaltsqualität in Verbindung mit dem Innenhof. Die Ausstellungsräume wurden mittels Drehschiebewänden vor den Fenstern und einem LED-basierten Beleuchtungssystem den konservatorischen Anforderungen angepasst. Projekt- und Bauleitung: Dipl.-Ing. Ulf Ströde.

    Adresse
    Frauenplan 1
    99423 Weimar

    Planungsbüros
    Innenarchitektur+Design, Albrecht von Kirchbach Freier Innenarchitekt, Erfurt
    stock landschaftsarchitekten bdla, Jena

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Des. (FH) Innenarchitekt Albrecht von Kirchbach
    Dipl.-Ing. Ulf Ströde
    Dipl.-Ing. (FH) Nadine Giehl

    Bauherr
    Klassik Stiftung Weimar

    Fertigstellung
    August 2012

  • Ein städtisches Mehrfamilienhaus von 1876 wurde umfassend saniert, energetisch verbessert und barrierefrei ausgebaut. Spezielle Innendämmung, kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung, Fußboden- und Wandheizungen sowie Sonnenschutzvorrichtungen sorgen für ein erhöhtes Wohlbefinden im Haus. Eine Photovoltaikanlage und eine Holzpelletheizung ergänzen das komplexe Energiekonzept. Gegenüber dem Bestand wird eine Energieeinsparung von 90 Prozent erzielt. Differenziert verglaste Kastenfenster und andere Maßnahmen ermöglichen exzellenten Schallschutz am vielbefahrenen Stadtring. Die energetischen Maßnahmen und der hohe Ausstattungsstandard stehen nicht im Widerspruch zur historisch angelehnten architektonischen Sanierung. Ein baufälliger Wintergarten wurde durch einen neuen ersetzt. Vorhandene Fußböden, Vertäfelungen und Türen wurden restauriert bzw. rekonstruiert. Der frühere Dachboden wurde behutsam als Maisonettegeschoss zu Wohnzwecken umgestaltet und ein Aufzug dezent in das Gebäude integriert.

    Adresse
    Trierer Straße 18
    99423 Weimar

    Planungsbüro
    VK Architekten, Weimar

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Veit Kästner

    Bauherr
    Bettina von Wangenheim, Weimar

    Fertigstellung
    Januar 2013

  • Als erstes innerstädtisches Hotel in Vollholzbauweise geht das Familienhotel Weimar neue Wege: Es kombiniert die bewährten Pfade des Kulturtourismus mit den Anforderungen einer jungen Zielgruppe, den Familien. Entstanden ist ein Haus, das den Komfort eines Vier-Sterne-Hotels mit der Großzügigkeit von Ferienwohnungen kombiniert. Direkt neben dem Allerheiligsten der Stadt, dem Goethehaus am Frauenplan, entstand ein innovativer Neubau aus massivem Holz, der in seiner Konstruktion einzigartig ist und sich trotzdem harmonisch in das bestehende Ensemble der Seifengasse einfügt. Auch im Inneren wurde konsequent auf ökologische Baumaterialien geachtet: Lehmwände mit Wandheizungen, Holzfußböden, Dämmung aus Hanfstroh und Möbel aus Massivholz runden das Gesamtkonzept ab. Es gelang der Nachweis, dass der nachwachsende Rohstoff Holz auch in einer engen Innenstadtbebauung als ökologisches Baumaterial dienen kann.

    Adresse
    Seifengasse 8
    99423 Weimar

    Planungsbüros
    raum 33 | architekten Jörg Weber & Dirk Hädicke, Weimar
    Architekturbüro Müller & Lehmann GmbH, Bad Berka

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Jörg Weber

    Bauherr
    Goethezimmer GmbH, Weimar

    Fertigstellung
    Mai 2012

  • Die Arbeit in der mobilen Forschungsstation setzt sich - mit den Mitteln der Architektur - mit den Aspekten des Lebens in der heutigen Gesellschaft auseinander und fokussiert dabei insbesondere die Beziehung zwischen Mensch und Natur. Das Bauwerk beinhaltet drei Funktionseinheiten. Eine Arbeitskoje sowie eine Schlafnische für zwei Personen werden von einem dienenden Vorraum mit Essküche ergänzt. Die einzelnen Einheiten sind auf minimalster Fläche so gekoppelt, dass der Raum sich optisch weitet und für den Nutzer auf Dauer kein Gefühl der Enge entsteht. Mit seiner weißen, künstlichen Erscheinung grenzt sich das „Raumexperiment“ deutlich von der Umwelt ab. Durch verschiedene Klappen lässt sich der Bezug zur Umgebung je nach Anforderung individuell regulieren. Aufgrund des modularen Konstruktionsprinzips kann die Forschungsstation an verschiedenen Orten leicht zusammengesetzt werden. Der mehrmalige Auf- und Abbau ist so möglich.

    Adresse
    Geschwister-Scholl-Straße 8
    99423 Weimar

    Planungsbüro
    Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Architektur, Weimar

    Entwurfsverfasser
    Ulrike Wetzel
    Manuel Rauwolf
    Matthias Prüger
    Daniel Reisch

    Bauherr
    Bauhaus-Universität Weimar

    Fertigstellung
    Juli 2012

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