Tag der Architektur 2012

Sammlung

Am 23. und 24. Juni 2012 fand zum 18. Mal der „Tag der Architektur“ statt. Im Rahmen der bundesweiten Initiative „Energie!“ präsentierten die Architektinnen und Architekten 84 Objekte in 34 Städten und Gemeinden Thüringens.

83 Projekte

  • Die Staatliche Regelschule in Heldburg wurde 1974 als zweizügige Polytechnische Oberschule mit 20 Klassen aus vorgefertigten Elementen in gemischter Bauweise errichtet. Im Rahmen des Konjunkturpaketes II wurde die Gebäudehülle energetisch qualifiziert und auf die neuen funktionellen Anforderungen als zweizügige Regelschule baulich angepasst. Dazu wurde die Bausubstanz um etwa ein Drittel zurückgebaut, ein zentraler Eingangsbereich mit Sanitäranlagen neu errichtet und der Innenhof mit einem zweigeschossigen Atrium und einer Bibliothek zur Hälfte überbaut. Das frische Farbkonzept setzt nach der grundhaften Sanierung neue Akzente und erweckt den Innenraum zu neuem Leben.

    Adresse
    Hellinger Straße 285
    98663 Bad Colberg-Heldburg OT Heldburg

    Planungsbüro
    Dr. Schmidt Planungsgesellschaft mbH, Schleusingen

    Entwurfsverfasser
    Dr.-Ing. Architekt Hans-Gerd Schmidt
    Dipl.-Ing. Architekt Hagen Höllering

    Bauherr
    Landkreis Hildburghausen, vertreten durch das Landratsamt, Hildburghausen

    Fertigstellung
    Februar 2012

  • Der Schub. Kein „copy and paste“. Kein bloßer Ersatz des schwer geschwächten Bauteils. Ein neuer alter Mittelrisalit am Einzeldenkmal Stadtschloss war nicht statthaft. Nüchterne Funktionalität (Raumbedarf, Brandschutz, Fluchtweg, Barrierefreiheit) übersetzt in eine zeitgenössische Architektursprache forderte eine neue Lösung: bei kleinem Budget, widerstreitenden Interessen, Vorschriftendschungel und sumpfigem Grund. Keine leichte Aufgabe. Die bisherige Kubatur wurde als massives Bauteil an gleicher Stelle wieder aufgeführt, die Giebelwand jedoch schubkastenartig um zehn Meter herausgezogen. Die neue Giebelwand verweist mit ihren Öffnungen auf das Ursprungsbauteil. Zwischen Schloss und neuer Giebelwand entstandene Fassaden wurden horizontal gegliedert, großzügig verglast und mit einem Flachdach versehen, sodass der Eindruck eines aufgezogenen Risalits entsteht. Der fünfgeschossige Bau beherbergt Foyer, Haupttreppenhaus, Aufzug, Zugänge zu den Bestandsebenen sowie Arbeitsräume.

    Adresse
    Schlossstraße
    06567 Bad Frankenhausen

    Planungsbüro
    petermann.thiele.kochanek Partnerschaft mbB Architekt- und Ingenieurgesellschaft, Bad Frankenhausen

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Tilman Kochanek

    Bauherr
    Stadt Bad Frankenhausen

    Fertigstellung
    April 2011

  • Gebäudeansicht mit Treppenturm und Spielgarten zur Eröffnung am 04.06.2011
    Gebäudeansicht mit Treppenturm und Spielgarten zur Eröffnung am 04.06.2011, Bild: Sabine Schwerin

    Mit der Kindererlebniswelt hat das Altstadtquartier zwischen Sperlingsgasse und Mauergasse eine städtebauliche Aufwertung mit hohem Spielwert erfahren. Entstanden ist ein Gebäude mit enger Verflechtung zwischen Baukonstruktion und Spielraumausbau. Die Kindererlebniswelt lebt von ihrer scheinbaren Unübersichtlichkeit mit spannenden Treppenläufen zwischen offenen Geschossversätzen und abenteuerlichen Wegebeziehungen. Bei der äußeren Gebäudegestaltung zeigt sich die wieder hergestellte Sichtfachwerkfassade mit unterschiedlicher Farbgestaltung der Gefache. Auf der Gartenseite tauchen die spielerisch über die Fassade verteilten Fenster in die märchenhafte Wandmalerei ein. Der Treppenturm bildet mit den Brückenübergängen das ausgelagerte Sicherheitstreppenhaus und ist mit seiner Anbindung an den Hochweg gleichzeitig das Bindeglied zum Spielgarten. Bei dem Vorhaben wirkten unterstützend mit: Kristin Kurczinski-Starick, Freie Architektin, und Regina Schmalz, Landschaftsarchitektin.

    Adresse
    Sperlingsgasse 4
    99947 Bad Langensalza

    Planungsbüros
    Architekturbüro Dipl.-Ing. Sabine Schwerin, Erfurt
    Spiellandschaften: Künstlerische Holzgestaltung Jürgen Bergmann, Kulturinsel Einsiedel / Wandmalereien: Arvid von Oertzen, Grafik und Illustration, Gustow

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architektin Sabine Schwerin

    Bauherr
    Stadt Bad Langensalza

    Fertigstellung
    Juni 2011

  • Der Neubau der Autobahnmeisterei befindet sich in der Nähe der Anschlussstelle Breitenworbis, nördlich der A 38 auf einer Fläche von 2,6 Hektar. Die Autobahnmeisterei besteht aus den Teilobjekten Betriebsgebäude, Groß-Kfz-Halle, Klein-Kfz-Halle, Lagerhalle, Streugutlagerhalle und Containerlagerbox. Die Teilobjekte gruppieren sich um den zentralen Betriebshof zu einer Vierseitenanlage. Bei dem Betriebsgebäude handelt es sich um ein nichtunterkellertes, zweigeschossiges Gebäude in Massivbauweise. Die anderen Teilobjekte sind eingeschossige Gebäude, errichtet in Stahlskelettbauweise. Die äußere Gestalt der Gebäude wird bestimmt durch vorgehängte, hinterlüftete Fassaden aus ungleichmäßigen Faserzementfassadenplatten, deren Farbton in einem dunklen Anthrazit gehalten ist. Die Fassadenbekleidung des Betriebsgebäudes und deren fließende Führung vom Erd- ins Obergeschoss sollen – in Anlehnung an Standort und Bestimmung der Anlage – Begriffe wie Technik, Mobilität und Geschwindigkeit darstellen…

    Adresse
    Kuhtrift 5
    37399 Breitenworbis

    Planungsbüros
    Hartmann + Helm Planungsgesellschaft mbH, Weimar
    Büro für Innenarchitektur Angelika Rönsch, Suhl-Dietzhausen / re-plan, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Ulrich Helm

    Bauherr
    Freistaat Thüringen, vertreten durch das TLBV, Erfurt

    Fertigstellung
    August 2011

  • Energetische Aufwertung, natürliche Helligkeit und Verbesserung des Brandschutzes: So lauteten die Ziele des Umbaus der Grundschule. Dank Konjunkturpaket II konnte all dies umgesetzt werden. Die Baumaßnahme umfasste den Rückbau des ältesten Teils des Schulgebäudes sowie die parallele Neuerrichtung des Verbinders zwischen Schule und Turnhalle. Gleichzeitig musste aufgrund schlechter Baugrundverhältnisse der Hallenteil der Turnhalle mit erneuert werden. So entstand ein zweigeschossiger Gebäudekomplex, bestehend aus Schul-, Verbinder- und Turnhallengebäude. Das Schulgebäude wurde funktional neu organisiert, der Hauptzugang zur Schule in das neu angebaute Treppenhaus verlegt und architektonisch betont. Im Verbinder sind Umkleide- und Sanitärbereiche sowie zwei neue Klassenräume, die auch als Aula dienen, untergebracht. Materialien und Farbgestaltung der neuen Fassade fügen die Gebäudeteile zu einer Einheit zusammen und geben der Schule ein neues, freundliches Gesicht.

    Adresse
    Pfarrer-Wiegel-Straße 5
    36419 Buttlar

    Planungsbüro
    Büro für Bauplanung & Architektur Kraus GbR, Dermbach

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architektin Susann Schildbach

    Bauherr
    Landkreis Wartburgkreis, vertreten durch das Landratsamt, Bad Salzungen

    Fertigstellung
    Februar 2012

  • Das Südstadtviertel ist Eisenachs schönste Wohnlage und gilt mit seiner Bebauung auf parkähnlichen Grundstücken als eines der größten zusammenhängenden Villengebiete in Deutschland. In dieser besonderen Lage wurde ein dreigeschossiges Doppelwohnhaus errichtet, welches in seiner Form die Proportionen der benachbarten Villenbebauung aufnimmt. Ziel der zeitgemäß schlichten Baukörpergestaltung war die Schaffung eines zusammenhängenden, geschlossenen Kubus, welcher sich nutzergerecht gliedert und auf die typische Doppelhaussymbolik verzichtet. Die Außenkanten der Eingangsfassade nehmen dabei die gekurvte Flucht der Joseph-Kürschner-Straße auf. Nach Norden zur Joseph-Kürschner-Straße ist die Villa weitestgehend geschlossen, lediglich die gläserne Mittelachse als Gebäudetrennfuge gibt den Blick nach innen frei. Das Gebäude ist vertikal geteilt, jede Familie bewohnt drei Etagen. Nach Süden und Westen öffnet sich das Gebäude mit großen Verglasungen und Fenstern zum parkähnlichen Garten.

    Adresse
    Joseph-Kürschner-Straße 2a
    99817 Eisenach

    Planungsbüro
    Lehrmann & Partner GbR · Architektur- und Ingenieurbüro, Waltershausen

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Michael Heß

    Bauherr
    privat

    Fertigstellung
    Oktober 2011

  • Auf dem 6000 Quadratmeter großen verwilderten Grundstück wurde neben der alten denkmalgeschützten Villa im Mariental in Eisenach eine Kinderkrippe errichtet. Durch den Neubau unterteilt sich das Grundstück in verschiedene Bereiche. Diese sind der Einfahrtsbereich mit Kurzparkmöglichkeiten, der Bereich um die denkmalgeschützte Villa, der Kinderkrippenbereich und der Bereich um den Überlaufparkplatz. Der Bereich um die Villa zeichnet sich durch eine Bepflanzung nach historischem Vorbild aus, ergänzt von verschiedenen Natursteinflächen im Eingangsbereich. Der Neubau besitzt eine großflächige Sonnenterrasse, die in die großzügige Freifläche der Kinderkrippe übergeht und über verschiedene Wege erschlossen wird. Unterschiedliche Spielgeräte, die von üppiger Bepflanzung gerahmt werden, bieten Abwechslung und eine reizvolle Umgebung. Obstbäume, Blütensträucher und Blumenwiesen laden zum Fühlen, Schmecken, Riechen, Lauschen und Sehen ein. Alle Sinne werden gefordert und gefördert.

    Adresse
    Mariental 7
    99817 Eisenach Eisenach

    Planungsbüro
    Landschaftsarchitekturbüro Herrmann, Eisenach

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Landschafts­architekt Thomas Herrmann

    Bauherr
    DIAKONIA Evang. Betreuungs- und Hilfsverein e. V., Eisenach

    Fertigstellung
    Dezember 2011

  • Mit dem „Haus Fischerstadt“ wurde in zentraler Lage von Eisenach ein Pflegeheim der vierten Generation realisiert. Nach dem Prinzip der Wohngemeinschaft leben hier auf drei Ebenen 36 Bewohner in Gemeinschaften von je sechs Personen. Neben den Einzelzimmern mit Nasszelle gehört zu jeder Wohngemeinschaft ein Wohnzimmer als Treffpunkt. Auf allen Ebenen gibt es einen Schwesternstützpunkt, eine Gemeinschaftsküche, einen Ess- und Therapiebereich, ein Pflegebad sowie weitere Funktionsräume. Großzügige Verglasungen mit interessanten Aus- und Einblicken, wellenförmige Flure mit Sitzgelegenheiten sowie eine anregende Farbgestaltung schaffen eine behagliche Atmosphäre. Balkon, Dachterrassen und Park bieten den Bewohnern Ruhe und Entspannung mitten in der Stadt. Speziell für an Demenz erkrankte Bewohner gibt es einen geschützten Garten. Im Dachgeschoss mit seinen markanten Laubengängen sind sechs barrierefreie Wohnungen entstanden. Energetisch wurde der Standard KfW-Effizienzhaus 55 erreicht.

    Adresse
    Karl-Marx-Straße 2
    99817 Eisenach

    Planungsbüros
    Vollack GmbH & Co. KG, Eisenach
    bpe. bau projekt eisenach, Eisenach / ps-grünkonzept, Wutha-Farnroda

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Michael Wieg
    Dipl.-Ing. (FH) Tino Rabold

    Bauherr
    DRK-Kreisverband Eisenach e. V.

    Fertigstellung
    September 2011

  • Am Rand des historischen Villengebiets im Süden Eisenachs liegt dieses Einfamilienwohnhaus. Bedingt durch die Hanglage des Grundstücks und die damit verbundene Erschließung von der Bergseite wurde das Gebäude in den Hang gebaut und somit in das städtebaulich sensible Gefüge behutsam integriert. Die Eingangsetage nimmt die Schlaf- und Kinderzimmer auf und erschließt mit der entlang der Mittelachse verlaufenden Treppe den darunterliegenden Wohnbereich im Souterrain. Durch das Staffelgeschoss im Nordosten behauptet sich das Gebäude in der mondänen Villenbebauung der Nachbarschaft, ohne die Blickbeziehungen untereinander zu stören. Geschosshohe und großzügige Verglasungen ermöglichen einen Rundumblick und ein Leben in der Natur. Die Glasfassade im Souterrain kann zudem aufgeschoben werden, sodass der Garten im Sommer in den Wohnraum integriert wird. Die begrünte Dachterrasse erlaubt weit schweifende Ausblicke in den Thüringer Wald.

    Adresse
    Joseph-Kürschner-Straße 6a
    99817 Eisenach

    Planungsbüro
    PLEWKA ARCHITEKT, Eisenach

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Ronny Plewka

    Bauherr
    privat

    Fertigstellung
    August 2009

  • Ansicht Südost
    Ansicht Südost, Bild: Bernhard Smits

    Das denkmalgeschützte Pfarrhaus der Kirchgemeinde ist ein um circa 1650 erbautes Fachwerkhaus mit Sichtfachwerk, profilierter Balkenzone und späteren Anbauten. Das Gebäude stellt, in Verbindung mit der benachbarten St.-Johannis-Kirche, das Zentrum der Kirchgemeinde dar. Im direkten Widerspruch zur Bedeutung des Pfarrhauses standen die funktionalen und baulichen Konflikte. Die neue Organisation des Raumprogrammes, die zimmermannsmäßige Reparatur der historischen Tragkonstruktion, die Maßnahmen zur Energieeinsparung, wie Wärmedämmlehmputz und Erneuerung der technischen Anlagen, sowie eine barrierefreie Erschließung waren Schwerpunkte der Planung. Nach Abschluss der Umbau- und Sanierungsmaßnahmen befinden sich im Erdgeschoss der Gemeindesaal, der Jugendraum, die Verwaltung sowie Nebenräume für Küche, WC und Technik. Die Räume im ersten Obergeschoss werden als Pfarrwohnung genutzt. Das Gemeindezentrum steht insgesamt elf Kirchgemeinden des Pfarrbereiches Ellrich zur Verfügung.

    Adresse
    Markt 15
    99755 Ellrich

    Planungsbüro
    Smits + Tandler freie Architekten und Ingenieure Partnerschaft, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Peter Tandler
    Architekt und Innenarchitekt Bernhard Smits

    Bauherr
    Evangelisch-Lutherisches Pfarramt Ellrich

    Fertigstellung
    November 2011

  • Nachdem das Haupthaus aus den 1960er Jahren energetisch saniert wurde, sollte der Wunsch der Bauherren nach mehr Wohnraum und einem separaten privaten Bereich mit einer baulichen Erweiterung erfüllt werden. Entwurfsansatz ist ein streng geometrischer Körper. Durch Einschnitte und Aussparungen werden fließende Übergänge zwischen Innen- und Außenraum geschaffen. Im Erdgeschoss finden ein Wohnraum, der sich über großformatige Fensterflächen zum Garten öffnet, sowie ein kleiner offener Arbeitsbereich Platz. Vier Stufen überwinden innen und außen den Höhenunterschied zwischen Garten und Haupthaus. Eine einläufige Stahltreppe verbindet die Etagen. Das Obergeschoss nimmt Elternschlafzimmer, offenes Bad und Ankleide auf. Schiebetüren gewährleisten die Trennung der einzelnen Bereiche. Eine vom Schlafzimmer begehbare Dachterrasse fungiert als intimer Rückzugsbereich im Freien. Die Erweiterung ist als hochwärmegedämmter, vorgefertigter Holzrahmenbau ausgeführt.

    Adresse
    Rankestraße 46
    99096 Erfurt

    Planungsbüro
    implantat architektur Architekt Tom B. Förster, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Tom Björn Förster

    Bauherr
    privat

    Fertigstellung
    Dezember 2010

  • Eine klare Entwurfslinie verbindet sich mit der natürlichen Farbgebung der Lärchenhölzer und dem sandfarbenen Außenputz. Eine umlaufende Pergola ist Rückzugsbereich, Sonnenschutz und gestalterisches Element. Die beweglichen Sonnen- und Sichtschutzelemente können den Bedürfnissen angepasst werden. Eine strukturierte Gartengestaltung unterstützt das harmonische Gesamtbild. Große Südfenster zum Garten verbinden Innen und Außen, dabei erzeugt die Pergola ein spannendes Licht- und Schattenspiel. Auch im Innenraum wurde eine funktionale Gestaltung mit natürlichen Elementen verbunden. Flächenbündige Einbauten kommen im drei Meter hohen Erdgeschoss mit Echtholzparkett und Naturstein zur Geltung. Bereits im Entwurf wurde auf einen niedrigen Energieverbrauch und eine wirtschaftliche Bauweise geachtet. Eine lückenlose Dämmung der Gebäudehülle und die südliche Ausrichtung der Fenster sparen Energie. Zusätzlich reduziert eine Solaranlage den Verbrauch der Gas-Therme.

    Adresse
    Annemarie-Schimmel-Straße 6
    99089 Erfurt

    Planungsbüro
    Haus-mit-Zukunft Architekten Kaiser Weiß PartGmbB, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Christian Kaiser

    Bauherr
    privat

    Fertigstellung
    April 2010

  • An dem elfgeschossigen, unter Denkmalschutz stehenden Gebäude wurde eine energetische und brandschutztechnische Sanierung durchgeführt. Dabei wurde das längere Zeit ungenutzte zehnte Obergeschoss wieder einer Nutzung als Veranstaltungssaal zugeführt und neu gestaltet. Weiterhin wurde das Gebäude durch einen Anbau ergänzt. Um den Veranstaltungssaal im zehnten Obergeschoss wieder nutzen zu können, musste ein zweiter Treppenraum und ein Feuerwehraufzug gebaut werden. Durch den neuen Aufzug, der alle Ebenen anfährt, ist jetzt auch das gesamte Gebäude für Rollstuhlnutzer zugänglich. Die neu entstandene Südfassade wurde mit einer integrierten Photovoltaikanlage ausgestattet. Der Stromertrag pro Jahr liegt bei über 20.000 Kilowattstunden und verbessert damit zusätzlich die Gebäudeenergiebilanz des Hochhauses. Der Energieverbrauch liegt nach der Sanierung 40 Prozent unter den Anforderungen der Energieeinsparverordnung.

    Adresse
    Nordhäuser Straße 63
    99091 Erfurt

    Planungsbüro
    A I G Gotha GmbH Architekten & Ingenieure, Gotha

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Henrik Meisel

    Bauherr
    Freistaat Thüringen, vertreten durch das TLBV, Erfurt

    Fertigstellung
    März 2011

  • Der Entwurf geht von der konsequenten funktionalen und gestalterischen Trennung von Produktion, Verkauf und Verwaltung/Beratung aus. Die Fassadengestaltung folgt diesem Anliegen durch den Einsatz unterschiedlicher Materialien, wobei der Bereich Verwaltung/Beratung besonders akzentuiert wird. Bereich Produktion: Stahlhalle mit Sandwichelementen, Krananlage, fugenlose flügelgeglättete Betonsohle mit Industriebodenheizung. Bereich Verkauf: Stahlbeton/Mauerwerk mit Wärmedämmverbundsystem und Stahlfassadensystem. Bereich Verwaltung/Beratung: Stahlbau mit Fassadensystem und Metallverkleidung. Außenanlage mit weitgehender Versickerung des unbelasteten Niederschlags über Sickermulden. Als Bodenbeläge finden Feinsteinzeug und Teppichboden Verwendung. Die Steuerung der kompletten Gebäudetechnik erfolgt zentral über das System „WindowMaster“.

    Adresse
    Über dem Feldgarten 13
    99198 Erfurt OT Linderbach

    Planungsbüro
    Budszuhn & Rüttger Architekten . Fachplaner, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Philipp Budszuhn

    Bauherr
    Marx Intronic GmbH, Erfurt

    Fertigstellung
    Oktober 2011

  • Wie alle unsere Einfamilienhäuser „Am Universitätsgarten“ wird auch dieses Gebäude geprägt von einem niedrigen Energieverbrauch, seiner wirtschaftlichen Bauweise und einer harmonischen Mischung aus moderner Bauform und natürlichen Baustoffen. Die kantig-kubische Form wird durch Lärchenholz und macchiato-braunem Außenputz angenehm ins Umfeld integriert. Dabei wirkt die ausgeprägte Putzstruktur als Kontrast und Bindeglied zwischen gerader Linie und Natürlichkeit. Für das Mehrgenerationenhaus erfolgte eine funktionale Aufteilung der Wohnbereiche auf drei Etagen. Die Hauptwohnung liegt im Erd- und Untergeschoss. Über die Außentreppe erschließt sich die Einliegerwohnung mit Dachterrasse im Obergeschoss. Die großen Glasflächen nach Süden erzeugen energetische Gewinne und werden von flexiblen Aluminium-Jalousien geschützt. Die gut gedämmte und winddichte Gebäudehülle hält den Energiebedarf niedrig. Die benötigte Restenergie stellt eine Wärmepumpe mit Nutzung der Außenluft zur Verfügung.

    Adresse
    Jacob-Planer-Straße 4
    99089 Erfurt

    Planungsbüro
    Haus-mit-Zukunft Architekten Kaiser Weiß PartGmbB, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Christian Kaiser

    Bauherr
    privat

    Fertigstellung
    September 2011

  • Der Fund der Mikwe bei Bauarbeiten für die neue Grünanlage Kreuzsand erforderte eine Neuplanung, deren Gestaltungsschwerpunkt nun die umbaute Mikwe als Besichtigungsziel war. Der hohen Bedeutung des Kulturdenkmals und seiner zu erwartenden Frequentierung angemessen, wurden barrierefreie Wege, Mauern und Grünflächen angelegt und ausgestattet. Eine Terrasse auf dem Flachdach der Schutzhülle um die Mikwe bietet Aussicht zur Krämerbrücke und Einsicht ins Gebäude. Über Stufen und Rampe gelangt man zur tiefer liegenden Eingangsebene. Wegbegleitend wurde eine flussabgewandte Stützmauer aus Sichtbeton gebaut und deren Oberfläche in Struktur und Farbe aufgewertet. Die vorhandene Schwergewichtsmauer wurde in ihrer Höhe angepasst und von einer Kaimauer ergänzt. Die Bäume wurden weitgehend erhalten, neue von Stahlbändern gefasste Strauch- und Rasenflächen angelegt. Die Beleuchtung erfolgt über Einbauleuchten. Die Flächen werden direkt in den Breitstrom oder mittels Schlitzrinnen entwässert.

    Adresse
    Kreuzsand
    99084 Erfurt

    Planungsbüros
    PSL Landschaftsarchitekten Ziegenrücker. Dorlas. Partnerschaftsgesellschaft mbB, Erfurt
    gildehaus.reich architekten, Weimar

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Landschafts­architektin Andrea Ziegenrücker

    Bauherr
    Stadt Erfurt, vertreten durch das Garten- und Friedhofsamt

    Fertigstellung
    November 2011

  • Glasfassade
    Glasfassade, Bild: Tom Nabrotzky

    Im Zuge des Konjunkturprogramms wurde die Staatliche Berufsbildende Schule 1 in Erfurt energetisch saniert. Neben der gesamten Überdämmung des Gebäudes im Bereich der Fassade sowie des Daches wurden insbesondere die Treppenhäuser und der Verbinderbau überarbeitet. Die ehemaligen Außenwände der Treppenhäuser mit Glasbausteinen wurden komplett entfernt und durch eine großzügige Verglasung ersetzt. Die dadurch entstehenden hellen Räume schaffen eine angenehme Atmosphäre. Der Verbinderbau stellte aus energetischer Sicht den Schwachpunkt des Gebäudes dar. Die an dieser Stelle eingesetzte Pfosten-Riegel-Fassade behebt diesen Mangel und gibt dem Gebäude durch die gewählten farbigen Gläser ein zeitgemäßes Erscheinungsbild. Das Farbkonzept reagiert auf die schon vorhandenen roten Fenster mit dezenten, grünlichen Putztönen und kräftig anthrazitfarbenen Akzenten. Eine straßenseitig angebrachte Fassadengrafik gibt Hinweise auf den Namensgeber der Schule und prägt so das Erscheinungsbild.

    Adresse
    Am Flüßchen 10
    99091 Erfurt OT Gispersleben

    Planungsbüro
    ADOBE Architekten + Ingenieure GmbH, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Matthias Schodlok
    Dipl.-Ing. Architekt Tom Nabrotzky

    Bauherr
    Stadt Erfurt

    Fertigstellung
    Juni 2011

  • Die aus einer Fusion entstandene neue Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) hat ihre Kirchenverwaltung auf dem Grundstück der alten Erfurter Universität mit dem historischen Hauptgebäude (Collegium Maius) und dem alten Archiv etabliert. Städtebaulich ordnet sich das Ensemble aus Denkmalbestand und Neubau in die mittelalterliche Baustruktur des Lateinischen Viertels ein. Der neue Baukörper entwickelt sich als orthogonale Erweiterung um einen ruhigen, introvertierten Innenhof. Die historischen Gebäude bleiben ablesbar und städtebaulich dominant. Das markante, geschichtsträchtige Portal zur Michaelisstraße definiert weiterhin den Eingang und führt über die sich anschließende Eingangsachse zum zentralen Erschließungspunkt mit neuem Haupttreppenhaus. Die Büros bieten die nötige vertrauliche Atmosphäre, sind aber über die Ringerschließung, Lichtbänder und vielfältige Blickbeziehungen zu einem offenen Organismus für gute innere Kommunikation vernetzt.

    Adresse
    Michaelisstraße 39
    99084 Erfurt

    Planungsbüros
    Steinblock Architekten, Magdeburg
    plandrei Landschaftsarchitektur GmbH, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Matthias Rau

    Bauherr
    Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Erfurt

    Fertigstellung
    Juni 2011

  • Am Traditionsstandort der Erfurter Bank eG erfolgte die Sanierung des denkmalgeschützten gründerzeitlichen Gebäudekomplexes Marstallstraße 8/9 an vier Gebäudeflügeln um den Innenhof. In den „Häusern am Breitstrom“ aus den Jahren 1894/95 wurden unter vielfältigen Auflagen die stark baufälligen Wand- und Deckensysteme saniert. Neben dem behindertengerechten Ausbau von Beratungs- und Arbeitsräumen erfolgte der Neubau eines Aufzugs und eines Treppenhauses. Dazu wurden neue Erschließungen vor der Schmuckklinkerfassade zum Innenhof hin mit verglasten Laubengängen sowie einer Brücke als Verbindung zu den Vorderhäusern gebaut. Im Erdgeschoss entstand ein flexibler Veranstaltungsraum für 120 Personen. Anlagen zur Raumluftkonditionierung durch Kühlung mit Grundwasser wurden installiert. Die Eigenstromversorgung erfolgt anteilig durch eine Photovoltaikanlage. Der Innenhof sowie der Garten am Breitstrom wurden umfassend neu gestaltet.  

    Adresse
    Marstallstraße 8/9
    99084 Erfurt

    Planungsbüros
    Architektur- und Ingenieurbüro Dr. Gutjahr, Erfurt
    ö_konzept Atelier für Gestaltung, Zwickau

    Entwurfsverfasser
    Dr.-Ing. Architekt Roland Gutjahr
    Dipl.-Des. Eva Kaluza

    Bauherr
    Erfurter Bank eG

    Fertigstellung
    Mai 2011

  • Ansicht
    Ansicht, Bild: Maurice Fiedler

    Auch kleine Bauaufgaben erfordern die Aufmerksamkeit des Architekten. Auf 150 Quadratmetern entstand im Zuge der Umstrukturierung des Thüringer Zooparks Erfurt eine neue Anlage für Kookaburras – die größte Eisvogelart der Welt – sowie für australische Löffelenten. Besonderer Wert wurde auf die Schaffung einer räumlichen Einheit von Außen- und Innenvoliere mit möglichst großem Flugraum für die Kookaburras gelegt. In den Freianlagen wird ein Ausschnitt des natürlichen Lebensraumes der gezeigten Tierarten dargestellt. Vor- und Rücksprünge für überdachte Zugänge für Mensch und Tier sowie in die Fassade zur Belichtung des Innenraums eingestreute Glasbausteine erzeugen eine abwechslungsreiche Gebäudeoberfläche. Positionierung und Ausformulierung des Gebäudes mit Freiraum ermöglichen eine einfache Erweiterbarkeit der Anlage.

    Adresse
    Am Zoopark 1
    99087 Erfurt

    Planungsbüro
    ARCHITEKT MAURICE FIEDLER, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Maurice Fiedler
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Marc Ebersberger
    Dipl.-Ing. (FH) Landschafts­architektin Aischa Vogel

    Bauherr
    Verein der Zooparkfreunde in Erfurt e. V.

    Fertigstellung
    August 2011

  • Auf dem Plateau des Roten Berges, gerahmt von Gastronomie und Streichelgehege, ist ein Ort für naturbezogenes Spiel, zoopädagogische und Umwelt-Bildung entstanden. Das Grundthema Wasser aufgreifend, wird der Kreislauf von Verdunstung, Niederschlägen, Oberflächenabfluss und Versickerung durch einen stilisierten Flusslauf, Hügel und Mulden dargestellt. Passend zum Thema Wasser nimmt der Spielplatz das übergeordnete Motiv des Zooparks – „Zoo der großen Tiere“ – auf. Mehrere lebensgroße Holzskulpturen von im bzw. am Wasser lebenden Tieren laden zum Begreifen, Erforschen und Pausieren ein. Der vorhandene Baumbestand wurde in der Planung berücksichtigt und weitgehend erhalten; die jahreszeitlich aspektreichen Pflanzungen beinhalten verschiedenste Wildobstarten zum Kennenlernen und Vernaschen. Patchwork-Pflaster und Stämme markieren den Übergang zur angrenzenden Veranstaltungsfläche. Die Stämme der Sandspieleinfassung können bei Konzerten und Aufführungen auch als Sitzgelegenheit dienen.

    Adresse
    Am Zoopark 1
    99087 Erfurt

    Planungsbüro
    Aischa Vogel Freie Landschaftsarchitektin, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Landschafts­architektin Aischa Vogel

    Bauherr
    Stadt Erfurt, vertreten durch den Thüringer Zoopark Erfurt

    Fertigstellung
    Dezember 2011

  • Das bestehende Stadtteilzentrum, das die Räumlichkeiten einer so genannten „Kinderkombination“ nutzte (ein unsaniertes Plattenbaugebäude aus den 1970er Jahren), wurde saniert und erweitert. Die Baumaßnahme wurde in drei Bauabschnitte unterteilt. Zu Beginn wurde der leerstehende Teil des Gebäudes saniert. Danach erfolgte der Umzug der Nutzer in den sanierten Teil. Der nun leer gezogene Teil wurde abgerissen und auf der entstandenen Fläche ein Anbau errichtet. So konnten ein multifunktioneller Saal und Seminarräume an das eher kleinteilige Gebäude angegliedert werden. Bei der Umgestaltung des Gesamtobjekts wurde besonderer Wert auf eine barrierefreie Zugänglichkeit gelegt. Mit der Plakette „Erfurt barrierefrei“ wurden die erhöhten Anforderungen gewürdigt. Die Freiflächen des Grundstücks blieben trotz des Umbaus weitestgehend unverändert. Die durch den Abbruch des Gebäudeteils entstandene Baugrube wurde als Garten mit Zugang über die Seminarräume umgenutzt.

    Adresse
    Moskauer Straße 114
    99091 Erfurt OT Moskauer Platz

    Planungsbüro
    HOFFMANN.SEIFERT.PARTNER architekten und ingenieure, Suhl

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Felix Harbig

    Bauherr
    Stadt Erfurt

    Fertigstellung
    November 2011

  • Das bestehende Gebäude wird als Schulsporthalle von der Staatlichen Grundschule 22 genutzt. Die Gebäudehülle wurde aus Mitteln des Konjunkturpaketes II energetisch saniert und gedämmt. Durch die Schaffung eines zusätzlichen Fluchtweges wurde der Bestand auch brandschutztechnisch ertüchtigt. Im zweiten Bauabschnitt wurde die Sporthalle im Inneren inklusive aller Sanitärräume komplett neu gestaltet. So wurde ein neuer Schwingboden mit Fußbodenheizung eingebaut. Alle Sportgeräte wurden erneuert und erweiterte Abstellmöglichkeiten für Geräte geschaffen. Die Fenster wurden so beschichtet, dass für Ballsportarten, wie zum Beispiel Tischtennis, ein blendfreier Trainingsbetrieb ermöglicht werden konnte. Der Sanitärtrakt wurde mittels Durchbrüchen und Neusetzung von Trennwänden organisatorisch geordnet und gegen das Erdreich zusätzlich gedämmt. Neben den vergrößerten Umkleideräumen konnten so auch ein barrierefreies WC und Lehrerumkleiden neu errichtet werden.

    Adresse
    Riethstraße 28
    99089 Erfurt

    Planungsbüro
    HOFFMANN.SEIFERT.PARTNER architekten und ingenieure, Suhl

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Felix Harbig

    Bauherr
    Stadt Erfurt

    Fertigstellung
    Juni 2011

  • Das kultische Bad der jüdischen Gemeinde befand sich ursprünglich innerhalb der mittelalterlich dichten Stadtbebauung nahe der Krämerbrücke am Breitstrom. Da eine Rekonstruktion der Mikwe wegen nicht vorhandener Unterlagen und Befunde ausschied, wurden die baulichen Überreste gesichert und zur Präsentation aufgewertet. So wie sich zur Zeit der Errichtung und Nutzung der Mikwe in ihrem Umfeld das alltägliche Stadtleben abspielte, soll auch heute die bauliche Fassung, nahezu versteckt im Areal des Kreuzsandes, ihren eigenen Bereich bekommen und durch wenige, nach außen hin sichtbare Zeichen auf einen Ort jüdischer Kultur verweisen. Eine bronzefarbene Hülle schützt und konserviert die archäologischen Funde und schafft im Inneren die Atmosphäre des intimen, introvertierten Raumes der Mikwe. Lichtöffnungen sind gleichzeitig die zum Zeichen ausgestalteten, im Außenraum sichtbar werdenden Elemente, die auf die Existenz der Mikwe aufmerksam und neugierig machen.

    Adresse
    Kreuzsand
    99084 Erfurt

    Planungsbüros
    gildehaus.reich architekten BDA, Weimar
    PSL Landschaftsarchitekten, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architektin Annekatrin Bindler
    Dipl.-Ing. Architekt Felix Flechtner

    Bauherr
    Stadt Erfurt

    Fertigstellung
    Oktober 2011

  • Ausschnitt Südfassade
    Ausschnitt Südfassade, Bild: Rainer Uwe Schultheiss

    Der neue Lebensmittelpunkt einer jungen vierköpfigen Familie ist ein umgebautes Einfamilienhaus mit Terrassengarten in Erfurt-Möbisburg. Durch gezielte Eingriffe in den Bestandsbaukörper erhält das Wohnhaus eine neue Ordnung der Raumstruktur mit offenen Raumbezügen. Der verputzte Massivbau bekommt eine zeitgemäß überarbeitete Lochfassade. Die Bereitstellung der Heizwärmemengen erfolgt durch einen Endenergiemix. Ein modernes Brennwertgerät erzeugt die Nutzenergiemengen zum Ausgleich der Transmissions- und Lüftungswärmeverluste. Durch Optimierung der Anlagenhydraulik und Wärmeeintrag über Niedertemperaturheizflächen kann das Potenzial der Brennwerttechnik hervorragend genutzt werden. Die Heizenergiemengen zur Erzeugung von Trinkwarmwasser werden in der Grundlast von einer thermischen Solaranlage bereitgestellt. Aufgrund des tatsächlichen Warmwasserbedarfs der vierköpfigen Familie ist die Solaranlage hier ein signifikanter Beitrag zur Energieeffizienz.

    Adresse
    Hohe Straße 35
    99094 Erfurt OT Möbisburg-Rhoda

    Planungsbüro
    Rainer Uwe Schultheiss Dipl.-Ing. (FH) Architekt BDA, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Rainer Uwe Schultheiss

    Bauherr
    privat

    Fertigstellung
    März 2012

  • Blick vom Overmannweg
    Blick vom Overmannweg, Bild: Alexander Korb

    In der Brühlervorstadt in Erfurt entstanden inmitten von klassizistischen Gebäuden und Bauten aus der Wendezeit zwei moderne Wohnhäuser. Die beiden Einfamilienhäuser verteilen die 241 Quadratmeter Wohnfläche auf ein Obergeschoss, ein Erdgeschoss und ein Untergeschoss. Im Untergeschoss sind Nebenräume angeordnet. Im Erdgeschoss wird man durch den Windfang, vorbei an Gäste-WC und Abstellraum, in den Essbereich geleitet. Dieser wird von einer modernen, offenen Küche mit Bar geprägt. Der Wohnbereich ist nach Süden ausgerichtet. Über eine großzügige Terrasse wird man in den Garten gezogen. Eine einläufige Treppe führt vom Wohnbereich in den privaten Teil. Oben angelangt leitet der Weg, am nach Norden ausgerichteten Bad sowie an den beiden Kinderzimmern vorbei, zum Schlafzimmer mit großzügiger Ankleide. Die beiden Grundstücke in der besten Lage von Erfurt wurden durch die neuen Wohnhäuser neu belebt.

    Adresse
    Overmannweg 19 und 20
    99094 Erfurt

    Planungsbüro
    Planungsgruppe Korb GmbH, Buttelstedt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Alexander Korb
    B.A. Architektur Torsten Wolff

    Bauherr
    privat

    Fertigstellung
    März 2011

  • Gartenseite
    Gartenseite, Bild: Matthias Funken

    Der aus den 1970er Jahren stammende Kindergarten in Plattenbauweise wurde im Rahmen des Konjunkturpaketes II nachhaltig energetisch saniert. Die Aufenthaltsqualität wurde sowohl im Gebäudeinneren als auch in den Außenanlagen deutlich verbessert und den zeitgemäßen Ansprüchen angepasst. Ein Kinderrestaurant mit Kinderküche, Spielflure, Kreativräume sowie ein Turnraum komplettieren die neue Qualität des Nutzungskonzeptes „Bewegungskindergarten“.

    Adresse
    Hans-Grundig-Straße 27
    99096 Erfurt OT Daberstedt

    Planungsbüros
    funken architekten, Erfurt
    Ansgar Heinze Freier Garten- und Landschaftsarchitekt, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Matthias Funken

    Bauherr
    AnSchubLaden e. V., Erfurt

    Fertigstellung
    September 2011

  • Der denkmalgeschützte Rundpavillon im nördlichen Teil des egaparks Erfurt wurde 1974 errichtet, ursprünglich für Kindertheater, Kino und Ausstellungen konzipiert und später saisonal als Eiscafé genutzt. Über das im Hang eingebaute, polygonale Stahlbeton-Untergeschoss erhebt sich eine Stahlkonstruktion, die in ihrer expressiven Kronen-Form einzigartig ist. Wegen Schäden am Tragwerk musste der Pavillon im Jahr 2009 gesperrt werden. Umbau und Sanierung sollten neben der denkmalgerechten Wiederherstellung, vor allem des signifikanten Tragsystems, künftig eine ganzjährige gastronomische Nutzung als Restaurant „egaarena“ ermöglichen. Alle umhüllenden Bauteile wurden nach aktuellen energetischen Erfordernissen modernisiert, ohne die denkmalgeschützte Gestalt des Bauwerkes zu beeinträchtigen. Notwendige Gebäudetechnik für Heizung und Lüftungsanlagen ist in einem unter der Terrasse hergestellten neuen Bauteil untergebracht.

    Adresse
    Gothaer Straße 38
    99094 Erfurt

    Planungsbüros
    Spangenberg+Braun Architekten Partnerschaft mbB, Erfurt
    Alkewitz Landschaftsarchitekten, Erfurt / Kathrin Meisel Innenarchitektur, Gera

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Frank Spangenberg

    Bauherr
    Erfurter Garten- und Ausstellungs GmbH (ega)

    Fertigstellung
    Januar 2012

  • Die betreute Wohnanlage am Nordpark ist das erste in Brettsperrholzbauweise errichtete fünfgeschossige Wohngebäude in Mitteldeutschland. Die Bauweise zeichnet sich besonders durch ein behagliches Raumklima aus. Der angenehme Geruch, die sehr gute Wärmedämmeigenschaft und die besonders gute Atmungsfähigkeit verschaffen dem Baustoff Holz eine ganz besondere Note. Wände und Decken des Hauses wurden in Österreich hergestellt und vorkonfektioniert. Die Treppentürme und der Aufzugsschacht wurden in einer Rehauer Firma zusammengebaut und per Spezialtransport zur Baustelle in Erfurt gebracht. Dank dieser Bauart war es möglich, den gesamten Rohbau innerhalb von nur drei Wochen fertigzustellen. Dies ist zukunftsweisend, wenn man die hohen Bauzeitzinsen bedenkt. Hinzu kommt, dass das Haus zum Einzugstermin nach nur sechs Monaten Gesamtbauzeit komplett trocken war. Schimmelflecken treten bei dieser Bauweise nicht auf. Das Gebäude ist ein KfW-Effizienzhaus 70.

    Adresse
    Bleichenstraße 3b
    99089 Erfurt OT Ilversgehofen

    Planungsbüro
    SGHG Architekten und Ingenieure Bautechnis Köditz - Hartmann PG, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Markus Köditz

    Bauherr
    Markus Köditz, Erfurt

    Fertigstellung
    September 2011

  • Der „Lemurenwald“ entführt die Besucher scheinbar in den natürlichen Lebensraum der Tiere. Er umgibt das Gehege und setzt sich in dessen Innerem fort. Das Haus steht im Hintergrund der Anlage und fügt sich formal und farblich in die Landschaft ein. In differenzierten Erlebnisräumen lassen sich die Tiere aus unterschiedlichen Perspektiven erleben. Um eine alte Linde herum befindet sich im Zentrum die „Lemurenlichtung“. Gleich gegenüber ist der Eingangsbereich mit der „Besucherhöhle“, ein wettergeschützter Ort, der einen ungehinderten Blick in das Schaugehege oder die Futterküche erlaubt. Die Fassade ist einem „Schlafnest“ aus Ästen und Zweigen nachempfunden. Um dem Bewegungsdrang der Tiere als Baumkletterer gerecht zu werden, steigt die Form des Hauses stetig an. Im Inneren ermöglichen Kletterbäume einen „Aufstieg“ bis in fünf Meter Höhe. Die Beleuchtung über die Oberlichter erweckt den Eindruck, die Tiere bewegten sich unter freiem Himmel.

    Adresse
    Am Zoopark 1
    99087 Erfurt

    Planungsbüros
    Heinle, Wischer und Partner, Dresden
    Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt BDA Thomas Heinle

    Bauherr
    Stadt Erfurt, vertreten durch den Thüringer Zoopark Erfurt

    Fertigstellung
    März 2012

  • Die Erweiterung des Objektes „KinderMedienZentrum“ dient einer standortbezogenen Weiterentwicklung von kleinen und mittleren Unternehmen der Kindermedienbranche sowie integrierter Bildungs- und Forschungseinrichtungen des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie. Der viergeschossige Erweiterungsneubau (drei Obergeschosse, ein Untergeschoss) ist mit dem bestehenden Gebäude im ersten Obergeschoss durch eine transparente Brücke verbunden. Damit wird eine witterungsunabhängige Erreichbarkeit der Produktionsräume im Bestandsgebäude aus den im Erweiterungsneubau befindlichen Büros, Laboren und Werkstätten sichergestellt. Der komplett unterbaute Hof ist als begrünter Innenhof ausgeführt. Terrassen, Bäume, Sträucher und sonstige Pflanzungen ermöglichen eine hohe Aufenthaltsqualität. Das neue Gebäude ist so konzipiert, dass sich ein weiterer Bauabschnitt zu einem späteren Zeitpunkt anschließen lässt.

    Adresse
    Erich-Kästner-Straße 1
    99094 Erfurt

    Planungsbüros
    struhkarchitekten Planungsgesellschaft mbH, Braunschweig
    Landschaftsarchitekten Grohmann und Schönhut, Velbert

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Heike von Frisch
    Dipl.-Ing. Bernd Paliga-Könneke
    Prof. Dipl.-Ing. Hans Struhk

    Bauherr
    Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT), Erfurt

    Fertigstellung
    April 2011

  • Innerhalb des Stadtkerns von Erfurt an der Johannesmauer erstreckt sich das ehemals industriell genutzte Areal am Francke-Haus. Nach der Wende konnte nur das Francke-Haus gerettet und zum Bildungszentrum umgebaut werden. 2011 wurde das Werkstattgebäude neu errichtet. Aus städtebaulichen Gründen waren die dreigeschossige Bebauung und die bebaubare Grundfläche exakt vorgegeben. Für die handwerklichen Ausbildungsbereiche bestand aber vor allem Bedarf an gut zu beliefernden Hallenbereichen. Zudem waren auf engstem Raum unterschiedlichste funktionelle Anforderungen zu erfüllen, von hohen Hallenbereichen für Gabelstapler bis hin zum Computerkabinett. Dem „Prinzip Tetris“ folgend, mussten die Räume gestapelt werden, die Geschosse sind untereinander versetzt. Als kleine „Schwester“ des auch in der Ausdehnung imposanten Francke-Hauses bekennt das Werkstattgebäude in der Farbigkeit seine Verwandtschaft zum Hauptgebäude, in der Formensprache zeigt sich der kubische Neubau selbstbewusst modern.

    Adresse
    Franckestraße 4
    99084 Erfurt

    Planungsbüro
    Roland Vandreike - Architekt, Weimar

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Roland Vandreike

    Bauherr
    Grone Bildungszentrum Thüringen GmbH, Weimar

    Fertigstellung
    April 2011

  • Die Kindertagesstätte entstand auf der Fläche des ehemaligen Espachbades. Der Neubau ist ein eingeschossiges abgewinkeltes Gebäude mit Lichthöfen, dessen Schenkel parallel zur nördlichen und westlichen Grundstücksgrenze verlaufen. Die Gebäudeschenkel begrenzen dabei die Spielfläche der Kita auf der Südseite. Im Haus ist Platz für 125 Kinder verteilt auf sechs Gruppen. Die Konzeption baut auf drei Gruppenpaaren mit je einem zwischengeschalteten Therapie- und Beschäftigungsraum einschließlich aller erforderlichen WC- und Umkleidebereiche auf. Der Entwurfsanspruch an die Gebäudeform bestand darin, die Höhe der zukünftigen Kita auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren, um das Erscheinungsbild des denkmalgeschützten Espachparks sowie die Luftströmung in der Luftschneise in Ostwestrichtung nicht zu stören. So erhielt das Gebäude ein begrüntes Dach mit Dachgarten, das durch Rampenkonstruktionen an den Giebelseiten nahezu fließend in den Boden übergeht.

    Adresse
    Espachstraße 4b
    99094 Erfurt

    Planungsbüros
    Architekturbüro Markus Köditz GmbH, Erfurt
    Büro für Landschaftsarchitektur I. Theurich, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Markus Köditz
    Dipl.-Ing. Landschafts­architektin Ingrid Theurich

    Bauherr
    Stadt Erfurt, vertreten durch das Amt für Grundstücks- und Gebäudeverwaltung

    Fertigstellung
    Oktober 2010

  • Südfassade
    Südfassade, Bild: Michael Miltzow, Bildwerk Fotodesign

    Der Standort ist durch seine Südhanglage mit Blick auf Stadtzentrum und Steigerwald charakterisiert. Der Baukörper stellt sich als dreigeschossiger Solitär mit Garage und Carport dar. Die Erschließung der Wohnebenen wird über das auf Straßenniveau angeordnete Entree mit angelagertem Treppenturm realisiert. Neben den im Erd- und Obergeschoss angeordneten Wohnfunktionen sind untergeschossig Sauna- und Fitnessbereich, Gästewohnung und Nebenräume untergebracht. Die Fassaden sind durch ruhige Putz- und Klinkeroberflächen charakterisiert. Entwurfsprägende Blickbeziehungen der südlichen Hauptaufenthaltsräume werden durch raumhohe Glasfassaden und Eckverglasungen inszeniert. Der Süd- und Westfassade vorgelagerte Balkone und Loggien bilden vor Einblicken und Witterung geschützte Zwischenräume aus. Der ganzheitliche Gestaltungsansatz unseres Büros umfasste gleichfalls die Durchbildung von Kamin, Einbaumöblierungen in Foyer, Küche, Bad- und Umkleidebereichen sowie der Außenanlagen.

    Adresse
    Mühlburgweg 11
    99094 Erfurt OT Hochheim

    Planungsbüro
    neu + rein ARCHITEKTEN, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Ulf Neumeister
    Dipl.-Ing. Architektin Frances Schuster-Reinhöfer

    Bauherr
    privat

    Fertigstellung
    April 2009

  • Das um 1540 errichtete Gebäude des Amtsgerichts diente zu Beginn als Kellerei und Kornspeicher. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde es zum Amtshaus und Gerichtssitz umgebaut. In den zurückliegenden Jahren beherbergte das Gebäude das Heimatmuseum Geisa mit eigenem Grenzlandmuseum sowie die Artenschutzstation Rhön. Mit den Unterschriften der Stadt Geisa und der Point Alpha Stiftung unter den Gesellschaftsvertrag zur Gründung der Point Alpha Akademie im August 2010 war eine neue Nutzung gefunden und die Sanierungsarbeiten des einzigartigen Denkmalensembles konnten beginnen. Neben der Außensanierung und dem Bau eines Zwischentraktes zum Barockschloss galt es vor allem, die neuen Anforderungen an die Nutzung als Tagungs- und Beherbergungsgebäude zu berücksichtigen. So wurde ein zweiter Fluchtweg geschaffen und ein Aufzug eingebaut. Das neue Konferenzgebäude wurde gestalterisch zurückhaltend konzipiert, um die bestehenden Gebäude des Schlossensembles voll zur Wirkung kommen zu lassen.

    Adresse
    Schlossplatz 4
    36419 Geisa

    Planungsbüro
    Büro für Bauplanung & Architektur Kraus GbR, Dermbach

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architektin Simone Stehling

    Bauherr
    Stadt Geisa

    Fertigstellung
    September 2011

  • Die integrative Kindertagesstätte der Diakonie Ostthüringen teilt sich ein gemeinsames Grundstück mit dem vor circa zehn Jahren entstandenen Altenpflegeheim „Joliot Curie Haus“ in Gera. Zum Konzept des Trägers gehören die Integration behinderter Kinder und das generationsübergreifende Miteinander zwischen Alt und Jung. Das zweigeschossige Gebäude für 120 Kinder schmiegt sich zwischen Platanenallee und Polizeimauer harmonisch ein. Die zur Verfügung stehende Fläche wurde maximal ausgenutzt; durch das zurückgesetzte Obergeschoss wird eine großzügige Spielterrasse angeboten. Das Gebäude wurde als Passivhaus gebaut. Durch gute Luftdichtigkeit und eine hocheffiziente Lüftungsanlage wird ein sehr gutes Raumklima geschaffen. Über Rotationswärmetauscher wird eine achtzigprozentige Wärmerückgewinnung erzielt. Die Luftmengensteuerung erfolgt über CO2-Sensoren. Der Heizwärmebedarf mit nur 15 kWh/m²a führt zu sehr geringen Betriebskosten. Das Haus wurde nach einjähriger Bauzeit in Betrieb genommen.

    Adresse
    Joliot-Curie-Straße 22
    07548 Gera

    Planungsbüro
    RJ Planungsbüro GmbH & Co. KG, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architektin Renée Möser

    Bauherr
    DO Kinder- und Jugendhilfe gGmbH, Jena

    Fertigstellung
    Februar 2012

  • Zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit und der Effizienz werden zukünftig alle Funktionsbereiche des Wald-Klinikums Gera, die bisher auf zwei Standorte verteilt sind, an einem Standort konzentriert. Das neue Klinikum besteht aus zwei Bettenhäusern, einem Zentrum für Diagnostik und einem Hauptgebäude mit repräsentativer Eingangshalle, zentral um das bestehende OP-Zentrum gruppiert. Zusammen mit dem denkmalgeschützten Krankenhaus sowie dem OP-Zentrum des Wald-Klinikums ergibt sich ein harmonisches Gesamtensemble inmitten einer attraktiven Park- und Waldlandschaft. Die schrittweise Realisierung der Gesamtbaumaßnahme ist so geplant, dass der laufende Betrieb weitestgehend unbeeinträchtigt bleibt. Eine gute Anbindung an das vorhandene OP-Zentrum, kurze Wege und klare Zugangssituationen zum öffentlichen Raum sorgen für eine gute Orientierung der Patienten und Besucher. Bislang fertiggestellt und in Betrieb genommen sind das „Haus am Wald“ und das Zentrum für Diagnostik.

    Adresse
    Straße des Friedens 122
    07548 Gera

    Planungsbüros
    DONNIG+UNTERSTAB, Rastatt
    Gesswein Landschaftsarchitekten, Ostfildern

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Marion Donnig

    Bauherr
    SRH Holding (SdbR), Heidelberg

    Fertigstellung
    Dezember 2009

  • Europas modernstes behindertengerechtes Bio-Gewächshaus ist 120 Meter lang, 95 Meter breit und 6,5 Meter hoch. Ergänzt wird es von einem Sozialgebäude mit Aufenthaltsraum, Umkleide-, Sanitär- und Büroräumen, einschließlich einer circa 560 Quadratmeter großen Sortierhalle. Im Gewächshaus arbeiten Menschen mit geistiger Behinderung bei der Pflanzung, Pflege und Ernte der Bioprodukte. Während die milchglasige Fassade des Gewächshauses das Gebäudeensemble dominiert, setzen sich die Sortierhalle aus roten Gewerbeziegeln in Sichtmauerwerk und der Sozialbereich mit tief heruntergezogenen Fenstern und hellgelbem Außenputz deutlich ab. Die Klimaführung und Wasserversorgung der Pflanzen erfolgt voll automatisiert. Für die Grundlastspeisung der Heizung wurden eine Biogasanlage und ein circa zehn Meter hoher Wärmespeicher mit 450 Kubikmeter Fassungsvermögen errichtet. Für die Bewässerung wird das Regenwasser aufgefangen und in einem Wasserbecken mit 5000 Kubikmeter Fassungsvermögen gespeichert.

    Adresse
    Straße der Freundschaft 25a
    07554 Gera OT Aga

    Planungsbüro
    BVS GmbH Architekt Dipl.-Ing. Klaus Sorger, Gera

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Klaus Sorger

    Bauherr
    Ortsvereinigung Lebenshilfe Gera Stadt/Land e. V., Gera

    Fertigstellung
    Oktober 2011

  • Der Neubau der Berliner Straße 7/9 ergänzt als zweiter Bauabschnitt den bereits fertiggestellten Umbau der Berliner Straße 11 im Gesamtensemble Wohnpark Berliner Straße. Es handelt sich hierbei um einen voll unterkellerten Massivbau mit drei bis fünf Obergeschossen. Sämtliche 27 Wohneinheiten sowie das Kellergeschoss sind über einen Aufzug barrierefrei nach DIN 18025 T2 erreichbar. Der Wohnungsverteilerschlüssel wurde, dem abgestimmten Bedarf entsprechend, so gewählt, dass viele kleine Wohneinheiten für ein bis zwei Personen entstehen. Jede Wohneinheit ist mit einem großzügigen Balkon ausgestattet. Im Kellergeschoss befinden sich neben den eigentlichen Kellerbereichen die Waschmaschinen- und Trockenräume. Zur Belebung des Gesamtquartiers wurde im Erdgeschoss der straßenseitigen Bebauung eine Begegnungsstätte eingeordnet.

    Adresse
    Berliner Straße 7/9
    07545 Gera

    Planungsbüros
    Euen, Wolf und Winter GmbH - Architektur- und Ingenieurbüro, Gera
    Treppenhausgeländer: Atelier Wunderlich und Schmidt, Gera

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Mario Bürger

    Bauherr
    WBG „Glück Auf“ Gera eG

    Fertigstellung
    Juli 2011

  • Der Neubau der Turnhalle samt Verbinder ergänzt das Ensemble der Grundschule und der Alten Schule und stellt das Bindeglied zwischen den Bestandsgebäuden dar. Aufgrund der beengten Grundstücksverhältnisse wurde die Turnhalle als Einfeldhalle geplant. Die Unterbringung der erforderlichen Sanitär- und Umkleideräume erfolgt mit Hilfe einer Teilunterkellerung. Die Planung der Turnhalle als Mehrzweckgebäude ermöglicht die gemeinsame Nutzung durch die Gemeinde, die Grundschule und Vereine. Die Alte Schule wird für die Hortbetreuung genutzt. Im Zuge der Sanierung wurden Räume für Lehrer, Schulleitung sowie für den Sporthallenbetrieb vorgesehen. Im Erdgeschoss befinden sich nun Essensausgabe und Speiseräume. Eine Außentreppe aus Stahl an der Giebelwand wurde als zweiter Rettungsweg errichtet. Der Schulstandort erfährt durch die Baumaßnahme eine erhebliche Aufwertung.

    Adresse
    Gutshof 19a
    98716 Geschwenda

    Planungsbüro
    HOFFMANN.SEIFERT.PARTNER architekten und ingenieure, Suhl

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architektin Elvira Werner

    Bauherr
    Gemeinde Geschwenda

    Fertigstellung
    November 2011

  • Der Neubau erweitert die Ganztagsschule um circa 40 Plätze in zwei Lernräumen, einen Veranstaltungs- und Mehrzweckraum sowie ein Besprechungszimmer. Im Erweiterungsbau spiegelt sich das Schulkonzept „Lernen und Leben im Einklang mit Mensch und Natur“ wider – verwirklicht durch eine Gebäudeform und -größe, die sich harmonisch in das bestehende Außengelände integriert. Lichtdurchflutete Räumlichkeiten mit Blickbeziehungen ins Grüne schaffen optimale Bedingungen für das Lernen. Durch den Rückversatz wurde das Geländeniveau derart aufgenommen, dass das Erdgeschoss vom Erweiterungsbau und das Hauptgeschoss des vorhandenen Gebäudes auf einer Höhe liegen. Die Belichtung für das bestehende Gebäude wird nicht eingeschränkt und ein grüner Vorplatz wurde geschaffen. Mit der Erweiterung wird der Schulbau auf der kompletten ersten Hauptebene behindertengerecht erschlossen. Ökologische Ziele wurden mit der Dachbegrünung, einem Blockheizkraftwerk und einer Photovoltaikanlage erreicht.

    Adresse
    Goethestraße 37
    07973 Greiz

    Planungsbüro
    Architekturbüro Katrin König, Greiz

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architektin Katrin König

    Bauherr
    Kultur- und Schulverein „Mandala“ e. V., Greiz

    Fertigstellung
    Juni 2011

  • Addition und Subtraktion von Alt und Neu prägen den Entwurf für den Umbau der Kindertagesstätte in Großvargula. Verschiedene Formen und räumliche Qualitäten bereichern das in den 1950er Jahren erbaute Gebäude jetzt mit Lebendigkeit und Individualität. Raumprogramm und Gestaltung sind auf das pädagogische Konzept der offenen Arbeit ausgerichtet. Die Funktion bestimmt den Raum in Größe, Höhe, Form und Ausstattung. Jeder Nutzung wurde ein eigenes Farb- und Lichtkonzept hinterlegt, welches sich bis hin zur Gebäudehülle fortsetzt. Im Erdgeschoss befinden sich die Garderobe und das Kinderrestaurant als zentrale Begegnungsstätte der Einrichtung sowie der Kleinkindbereich. Das Treppenhaus dient nicht nur der Erschließung – verschieden farbige Stufen, Farbverläufe sowie Malereien an Wand und Boden laden in die Wasserwelt der Unstrut ein. Eine große Bühnenlandschaft bietet unter dem offenen Dachraum mit funkelndem Kronleuchter einen besonderen Platz für die kleinen „Unstruthüpfer“.

    Adresse
    Kleinvargulaer Straße 129
    99958 Großvargula

    Planungsbüro
    Architekturbüro Göbel, Mühlhausen

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architektin Anne Göbel

    Bauherr
    Gemeinde Großvargula

    Fertigstellung
    Februar 2012

  • Die Firmenphilosophie „Mit Energie in die Zukunft“ sollte nach dem Willen der Architekten und der Geschäftsleitung das Erscheinungsbild des neuen Firmensitzes symbolhaft prägen. Die ideale Südhanglage, einhergehend mit dem immensen Höhenunterschied auf dem Grundstück, führte zu der vorliegenden ebenso intelligenten wie logischen Lösung. Ein überdimensionales Photovoltaiksegel legt sich mit einer Neigung von 34 Grad auf die natürlich gegebene Hangsituation. Das ausdrucksstarke Gestaltungselement gibt dem Gebäude und nicht zuletzt dem gesamten Ort durch seine Signifikanz inhaltlich und optisch eine eigene unverwechselbare Identität. Der dahinter angeordnete Riegelbau schiebt sich auf der Ostseite über die vorhandene topographische Kante in Richtung der Bundesstraße hinweg. Auf der Westseite bildet ein zweigeschossiger Baukörper, in dem sich das Lager befindet, wie ein Rucksack aufgelagert den städtebaulichen Abschluss.

    Adresse
    Josef-Rodenstock-Straße 11
    37308 Heilbad Heiligenstadt

    Planungsbüro
    Architekturbüro Stadermann - Architekten BDA, Niederorschel

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Ottmar Stadermann

    Bauherr
    leitec Gebäudetechnik GmbH, Heilbad Heiligenstadt

    Fertigstellung
    September 2011

  • Das Objekt befindet sich im Zentrum des Ortes und bildet mit dem angrenzenden Gemeindesaal und Schulgebäude nach der Sanierung ein Dorfgemeinschaftszentrum. Die Gemeinde stand wegen des schlechten Erhaltungszustandes bereits vor dem Abbruch des mit historisch wertvollem Fachwerk versehenen Bauwerks. Das Objekt wurde vollständig entkernt und die verbleibende Gebäudehülle umfangreich saniert. In die leere Hülle wurden neue Wände, Decken, Böden etc. zur Schaffung entsprechender Grundrisslösungen verbaut. Das vorhandene Fachwerk wurde saniert, wobei in Teilflächen die Ausmauerung zu Gunsten neuer Glasflächen entfernt wurde. Es wurde mit großflächigen, bodentiefen Fenstern hinterlegt, welche den Kindern einen Blick ins Freie ermöglichen. Im Erdgeschoss befinden sich Büro, Küche und Nebenfunktionen. Im Obergeschoss sind drei Gruppenräume mit Garderoben, Sanitärräumen und ein Kreativraum mit Kinderküche sowie eine Terrasse und ein separater Schlafraum für die Kleinkindergruppe untergebracht.

    Adresse
    Mühlweg 6
    07570 Hohenölsen

    Planungsbüro
    Architektur- & Ingenieurbüro Dietzel, Gera

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architektin Christine Dietzel

    Bauherr
    Verwaltungsgemeinschaft Leubatal, vertreten durch die Gemeindeverwaltung Hohenölsen

    Fertigstellung
    Dezember 2011

  • Die 1912 erbaute Villa ist als Einzeldenkmal ausgewiesen und wurde unter Erhalt wesentlicher Ausstattungsmerkmale behutsam saniert. Mit nur wenigen baulichen Veränderungen konnte für eine sechsköpfige Familie ein besonderes Zuhause geschaffen werden. Entstanden ist ein zeitgemäßes Haus mit Geschichte. Durch die Aufarbeitung der nunmehr hundert Jahre alten Kastenfenster und Zimmertüren wird das Berühren der Fenster- und Türgriffe zum sinnlichen Erlebnis. Verwendete Naturmaterialien auf Wänden und Fußböden wie Gips, Schiefer, Ton und Holz erzeugen im einfallenden Sonnenlicht eine einzigartige Stimmung. In einigen Zimmern wurden in den ehemaligen Abseiten Bettnischen für die Kinder eingefügt. Den Schlafräumen vorgelagerte Loggien und ein alter Kachelofen sorgen für behagliche Wärme in den Übergangszeiten. Im vergangenen Winter konnten sich die Bewohner an den Eisblumen erfreuen, die sich während der frostigen Außentemperaturen an den Fensterscheiben bildeten.

    Adresse
    Goetheallee 18
    98693 Ilmenau

    Planungsbüro
    Jan Jaenecke Architekt, Dresden

    Entwurfsverfasser
    Jan Jaenecke

    Bauherr
    Susanne und Dag-Michael Philipp, Ilmenau

    Fertigstellung
    April 2012

  • Südansicht aus dem Garten
    Südansicht aus dem Garten, Bild: Rüdiger Weingart

    Das „Prellerhaus“ wurde 1869 errichtet und besitzt heute den Status des Einzeldenkmals. Dabei hat es sowohl für Ilmenau als auch für den Ilmkreis eine besondere Bedeutung. Das Gebäude wurde mehrfach umgebaut und nicht nur als Wohnhaus, sondern auch als Pensionat der Höheren Töchterschule sowie als Lehrerhaus genutzt. Die Aufgabenstellung beinhaltete Sanierung und Umnutzung der Prellervilla zu einer Seniorenresidenz mit Betreuung. Dieses Projekt forderte den Eigentümern ein enormes Engagement ab. Dabei waren es nicht allein die teilweise sehr schwierigen Bauprozesse, vielmehr im Wesentlichen die Vereinigung von historischem Bestand und technischem Erfordernis, die ständige Abstimmungen notwendig machten. Hierbei wurde das vorhandene Interieur wie zum Beispiel die Lamperie, die Holztüren und der Terrazzoboden restauriert und mit einer stilgerechten Ausstattung ergänzt. Die Schäden wurden beseitigt und die Substanz restauriert, sodass das Haus heute wieder eine Zukunft hat.

    Adresse
    Wenzelsberg 1
    98693 Ilmenau

    Planungsbüro
    Architekturbüro Weingart, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Rüdiger Weingart
    Dipl.-Ing. Günter Meister

    Bauherr
    privat

    Fertigstellung
    September 2011

  • Das Hauptgebäude von 1910 einschließlich Turnhalle steht als Ensemble unter Denkmalschutz. Um diese Struktur zu wahren, wurde im unterirdischen Hofgeschoss ein Verbindungsgang geschaffen. Der neue Baukörper entwickelt sich aus der inneren Struktur des vorhandenen Hauptgebäudes. Flurachsen, Raumtiefen und Geschosshöhen werden aufgenommen. Bei der Gestaltung wurde besonders auf die Korrespondenz von Sockelabschluss und Dachkante des Altbaus mit den Linien des Neubaus geachtet. Für eine Beruhigung der Fassade wurde ein einheitliches Fensterformat gewählt. Die farbliche Gestaltung des Neubaus orientiert sich an der natürlichen Farbpalette des regionalen Kalksteins unter Bezug auf den Sockel des Hauptgebäudes. Die Betonung des Eingangsbereiches und der nördlichen Treppenhausachse mit einem Farbspiel in Rottönen verleiht dem modernen, schlichten Baukörper einen freundlichen, einladenden Charakter.

    Adresse
    Karl-Liebknecht-Straße 87
    07749 Jena OT Wenigenjena

    Planungsbüros
    sabine walther architektin, Jena
    3F-DESIGN Landschaftsarchitektur, Jena

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architektin Friederike Salzmann
    Dipl.-Ing. Architektin Sabine Walther

    Bauherr
    Kommunale Immobilien Jena

    Fertigstellung
    August 2011

  • Das Gebäude wird vom Lehrstuhl Psychologie der FSU Jena als Ambulanz für Lehr- und Forschungszwecke genutzt. Durch die kompakte Bauweise wird der Villencharakter der umgebenden Bebauung zeitgemäß interpretiert. Im Erdgeschoss sind Cafeteria und Seminarräume untergebracht. Durch den Wechsel von Glaselementen und Fassadenplatten wird das Sockelgeschoss rhythmisch gestaltet und vermittelt Offenheit zur Umgebung. In den oberen Etagen befinden sich die Therapieräume. Die hier vorherrschende Ruhe spiegelt sich in der Lochfassade wider. Um die Intimität dieser Räume nach außen zu transferieren, kommen Fenster mit einer starken Zarge zum Einsatz, die Sonnen- und Sichtschutz gewähren. Die Fassade erhält ihre Spannung durch die Anordnung dieser „Boxenfenster“. Der freistehende Baukörper strahlt durch seine Farbigkeit und gleichmäßige Gestaltung der vier Fassaden Ruhe aus. Die innere Struktur basiert auf einer großzügigen Diele, die eine wohnliche Atmosphäre im Sinne des alten Villenbaus erzeugt.

    Adresse
    Am Johannisfriedhof 3
    07743 Jena

    Planungsbüros
    sabine walther architektin, Jena
    stock landschaftsarchitekten, Jena

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architektin Sabine Walther

    Bauherr
    Friedrich-Schiller-Universität Jena

    Fertigstellung
    Dezember 2011

  • Ansicht Terrasse
    Ansicht Terrasse, Bild: Tom Nabrotzky

    Bei dem zu planenden Gebäude handelt es sich um ein Passivhaus. Da sich die größten Öffnungen des Hauses zum öffentlichen Straßenraum orientieren, sollte der Baukörper soweit wie möglich von der Straße entfernt auf dem Grundstück errichtet werden. Aus dem Wunsch nach einem verwinkelten Grundriss und wegen der Nordsüdausrichtung des Grundstücks entstand der Gedanke, die Fensteröffnungen der Hauptwohnräume (Wohnen und Küche) innerhalb des Winkels unterzubringen. Dadurch konnten die großen Fenster des Wohnbereiches ein weiteres Stück vom Straßenraum zurückgenommen werden. Eine „Anrichte“ auf der Terrasse zwischen Wohnraum und Straßenraum dient als Holzlager und als Sichtschutz des Wohnraumes. Die Fassadenfarbe des Hauptbaukörpers und des Anbaus ist in einem gedeckten Grün ausgeführt. Rote Applikationen aus unterschiedlich großen Steinzeugfliesen akzentuieren den Baukörper, weisen auf den Eingang hin und bilden einen Komplementärkontrast zur grünen Fassade.

    Adresse
    Sonnenblumenweg 18
    07745 Jena

    Planungsbüro
    ADOBE Architekten + Ingenieure GmbH, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Matthias Schodlok
    Dipl.-Ing. Architekt Tom Nabrotzky

    Bauherr
    Caroline Jahr und Andy Friedl, Jena

    Fertigstellung
    Februar 2012

  • Ansicht Haus 4
    Ansicht Haus 4, Bild: Michael Miltzow, Bildwerk Weimar

    Der Umbau des Firmensitzes der jenawohnen GmbH hatte zum Ziel, die unterschiedlichen Gebäudeteile neu zu strukturieren und ungenutzte Leerstände mit einzubeziehen. Hierzu wurde das Erdgeschoss des ehemaligen Schlachthauses entkernt und zum zentralen Anlaufpunkt ausgebaut. Der entstandene großzügige Raum dient als Foyer mit Empfangszone, bietet aber auch Möglichkeiten, um als Seminar- oder Veranstaltungsraum genutzt zu werden. Eine Cafeteria, auf der nachträglich eingebauten Zwischenebene, verstärkt die flexible Nutzung des Foyers und erlaubt ungewohnte Raumeindrücke. Vom Foyer gelangt man in das zentrale Treppenhaus. Hier entwickelt sich eine Treppe um den neuen Aufzugsschacht und dient als Verbinder zwischen den einzelnen Gebäudeteilen. Verschiedenste Einbauelemente wurden aufgearbeitet und spiegeln die historische Nutzung wider. Im rückwärtigen Bereich wurde die Liegenschaft durch ein Fluchttreppenhaus ergänzt und die Außenanlagen zu einer städtebaulichen Platzsituation aufgewertet.

    Adresse
    Löbdergraben 19
    07743 Jena

    Planungsbüros
    Junk & Reich Architekten BDA Planungsgesellschaft mbH, Weimar
    stock landschaftsarchitekten, Jena

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Klaus Reich
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Sven Lütkemeier

    Bauherr
    jenawohnen GmbH, Jena

    Fertigstellung
    September 2011

  • Das Café Lenz – es hat Esprit, zeigt sich lebendig, naturnah und unkompliziert. Der Entwurf fand seinen Ursprung in der Natur. Angelehnt an das erwachende Leben im Lenz wird die Gestaltung von einem frühlingshaften Grün dominiert. Im Eingangsbereich zeigt sich der Raum in silbrig-erdigen Brauntönen, die an das frische Morgentau erinnern. Im Anschluss öffnet sich das Grün, sprießt und leuchtet in kräftigen Tönen, bis es sich im hinteren Bereich als sich öffnende Blüte in einer roten Sitzecke wiederfindet. Mithilfe von Lichtszenen werden unterschiedliche Stimmungen erzeugt. Harmonisch und fließend verbindet die lange Tafel den asymmetrischen Raum und zieht den Gast tief hinein. Der spielerische Ausgleich zwischen runden und eckigen Formen sorgt für das Gleichgewicht der Dinge im Raum zueinander. Unter Berücksichtigung der Feng-Shui-Lehre entstand ein Gesamtkonzept, das die Harmonie im Raum verdeutlicht: Hier fließen Design, Licht, Name, Logo, Formen und Farben ausdrucksstark ineinander.

    Adresse
    Schenkstraße 21
    07749 Jena

    Planungsbüros
    Innenarchitekturbüro Hedi Kappler, Jena
    ICS Ingenieur-Consult Sens GmbH, Jena / 3F-DESIGN Landschaftsarchitektur, Jena

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Innenarchitektin Hedi Kappler

    Bauherr
    Aktion Wandlungswelten Tageszentrum gGmbH, Jena

    Fertigstellung
    März 2011

  • Das auch als „Prinzessinnenschlösschen“ bekannte Griesbachsche Gartenhaus wurde von Prof. Johann J. Griesbach 1784/85 erbaut und nach seinem Tod vom Weimarer Hof durch Maria Pawlowna erworben. Um 1820 vorgenommene Umbauten (u. a. Kamine) dienten dem großherzoglichen Komfort für die Sommeraufenthalte vor allem der Prinzessinnen Marie und Augusta und verursachten einen fast 200 Jahre währenden statischen Verformungsprozess. Nach langjährigem Leerstand gibt das Imre-Kertész-Forschungskolleg für Osteuropäische Geschichte dem Geist des Ortes eine neue Perspektive. Eine mehr als grundhafte Sanierung, die thermische Nachbefähigung des Baudenkmals und eine neue haus- und medientechnische Ausrüstung waren unumgänglich. Die historische Authentizität wird durch wiedergefundene Dielenböden und Stuckdecken, den Nachbau von Fenstern und Türen gesichert. Verlorengegangene Konstruktionen evozierten neue Architekturelemente wie die Hauptaufgangstreppe oder energetisch bedingte neue Metallinnenfenster.

    Adresse
    Am Planetarium 7
    07743 Jena

    Planungsbüro
    Aschenbach Architekten BDA, Weimar

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Klaus Aschenbach

    Bauherr
    Friedrich-Schiller-Universität Jena

    Fertigstellung
    2011

  • Die Aufgabenstellung bestand in der Schaffung einer Außensitzfläche für das Café Lenz im Innenhof einer neu errichteten Anlage für gemeinschaftliches Wohnen. Für die Kinder der Cafébesucher sollten Spielmöglichkeiten geschaffen werden, um ihnen einen angenehmen Aufenthalt, verbunden mit der Anregung ihrer Sinne, zu ermöglichen. Zudem steht der Innenhof den angrenzenden Mietern zur Nutzung offen. Die Verwendung hochwertiger Materialien und die Verbindung der Farbgebung im Innenbereich des Cafés mit den Farben des Außenraumes waren Kriterien, die an die Planung gestellt wurden.

    Adresse
    Schenkstraße 21
    07749 Jena

    Planungsbüros
    3F-DESIGN Landschaftsarchitektur, Hermsdorf
    ICS Ingenieur-Consult Sens GmbH, Jena / Innenarchitekturbüro Hedi Kappler, Jena

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Landschafts­architekt Marko Schurig

    Bauherr
    Aktion Wandlungswelten Tageszentrum gGmbH, Jena

    Fertigstellung
    September 2011

  • Im Rahmen der Komplexsanierung des Schulzentrums Leutenberg wurde neben der Grundschule mit der Einordnung der Kindertagesstätte „Zwergenparadies“ ein integratives Lern- und Betreuungskonzept für Kinder von ein bis zehn Jahren realisiert. Synergieeffekte ermöglichen eine funktionale Aufwertung und Stärkung des Standorts und befördern das Zusammenwachsen beider Einrichtungen. Architektur und Funktion treten in ein kindgerechtes Wechselspiel hinsichtlich fließender Übergänge von Innen- und Außenraum, Fensteröffnungen und Fassadenstruktur sowie der Erlebbarkeit unterschiedlicher Natur- und Stadtansichten im Landschaftsraum Leutenberg. Die Auswahl von stimmungsvollen Grün- und Orangetönen wirkt als verbindendes Element zur farbenfrohen Natur und thematisiert eine Sommerwiese. Kindgerechte Klein- und Rückzugsräume wie Emporen, Galerien und Ausstellfenster sichern eine interessante Spiel- und Erlebnisvielfalt im Gebäude.

    Adresse
    Am Löhmberg 23a
    07338 Leutenberg

    Planungsbüro
    Fischer Planungsgesellschaft Weimar mbH, Weimar

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Detlef Fischer
    Dipl.-Ing. Susanne Kaulbars

    Bauherr
    Landkreis Saalfeld-Rudolstadt und Stadt Leutenberg, vertreten durch das Landratsamt, Saalfeld

    Fertigstellung
    Dezember 2011

  • Die tiefgreifenden Umbauarbeiten im Rahmen der Generalsanierung des Meininger Theaters konzentrierten sich im Wesentlichen auf die Bereiche rund um die Bühne – mit dem Ziel einer Neustrukturierung der Funktionsflächen, der Neuordnung der vertikalen und horizontalen Transportwege sowie der Schaffung einer übergreifenden Funktionsstruktur im gesamten Hinterhaus. Grundvoraussetzung für die Neukonzeption der Funktionsbereiche war, die Fläche der Hinterbühne zu vergrößern (durch Translozierung des Giebels). Es galt, eine klare funktionale Ordnung durchzusetzen: künstlerischer Bereich auf der Stadtseite – technischer Bereich auf der Feldseite. Farblich wurde der Zuschauerraum in den Originalzustand von 1909 zurückgeführt. Gelb, Hellgrau, Weiß und Blau sind wieder raumbestimmend. Die vorhandenen bühnentechnischen Einrichtungen wurden komplett demontiert und durch neue Theatertechnik ersetzt. In gleicher Weise wurde mit allen Installationen im Gebäude verfahren.

    Adresse
    Bernhardstraße 5
    98617 Meiningen

    Planungsbüro
    ArGe.org II Keßler & Partner / Planungsgesellschaft Steiner + Palme, Suhl

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architektin Sabine Steiner

    Bauherr
    Kulturstiftung Meiningen-Eisenach, Meiningen

    Fertigstellung
    Dezember 2011

  • Es bestand die Aufgabe, den 1974 in Leichtbauweise errichteten Kindergarten zu sanieren und funktionell mit folgendem Raumprogramm neu zu ordnen: zentraler Eingang von der straßenabgewandten Seite, Ausgabeküche, Kinderwagenraum, zehn Gruppenräume mit Sanitärtrakten (zwei Einheiten mit separaten Schlafräumen), Sportraum mit Sanitärtrakt, großer Personal- und Beratungs-/Schulungsraum, Kindercafé, Kinderwerkstatt sowie mehrere Therapieräume. Die Außenhülle des fischgrätenartigen Grundrisses blieb bestehen, das Innenleben wurde entkernt. Das Gebäudeinnere ist so geplant, dass die zehn Gruppen ihren individuellen Innen- und Außenbereich erhalten. Mit einem Anbau zwischen südöstlichem und südwestlichem Baukörper ist der neue zentrale Eingang, die Ausgabeküche und der Kinderwagenraum geschaffen worden. Die markante Stahl-Glas-Überdachung markiert den Eingang und bietet den Kindern und Eltern einen Wetterschutz.

    Adresse
    Wendewehrstraße 54
    99974 Mühlhausen

    Planungsbüro
    Stadt Mühlhausen, Gebäude- und Grundstücksverwaltung, Architekt Matthias P. Gliemann, Mühlhausen

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Matthias P. Gliemann
    Dipl.-Ing. (FH) Landschafts­architekt Stefan Halverscheid

    Bauherr
    Stadt Mühlhausen

    Fertigstellung
    Juli 2010

  • Church is coming home. Die Aufgabe: Einen Raum erschaffen, der vor allem Jugendliche begeistert, der ihre Sprache spricht, aber nicht die innere Hülle „dekoriert“, sondern den sakralen Ort in den Mittelpunkt stellt. Der Ort: St. Martini, nahezu ungenutzt, unmittelbar an der mehrspurigen Hauptkreuzung gelegen; für Jugendliche jedoch attraktiv als „dynamischer Ort von Sehen und Gesehenwerden“. Die Metamorphose: Sechs schmale Fenster in den Proportionen der vorhandenen Öffnungen romanischen Ursprungs werden in das Mauerwerk eingeschnitten, erweitern sich im Innern zu sieben Nischen, die sich in einer eingestellten, separat beheizbaren Lounge befinden. An dieser Schnittstelle von Außen- und Innenraum lassen unregelmäßig profilierte Lamellen vor der Stahl-Glas-Konstruktion den direkten Blick nur auf den Altar zu. Aus den Steinen des alten Altars „verwandelt“, bildet dieser das geometrische und inhaltliche Zentrum und dient als Fluchtpunkt aller neuen Einbauten.

    Adresse
    Ecke Langensalzaer Straße/Thomas-Müntzer-Straße
    99974 Mühlhausen

    Planungsbüro
    Bauhütte Volkenroda, Architekt Bernward Paulick, Körner

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Bernward Paulick

    Bauherr
    Kirchenkreis Mühlhausen

    Fertigstellung
    Februar 2012

  • Auf einem Hanggrundstück am nördlichen Stadtrand von Nordhausen entstand ein Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von circa 150 Quadratmetern für drei Personen. Realisiert wurde für die Familie ein großzügiges Raumkonzept mit den Bereichen Wohnen und Essen im Erdgeschoss und den privaten Räumen wie Bad und Schlafzimmer im Obergeschoss, verbunden durch eine offene Stahltreppe. Durch die Ausnutzung der Hanglage war die Einfügung einer Doppelgarage im Untergeschoss möglich. Ausgeführt wurde das Wohnhaus in zeitgemäßer und moderner Architektur; der Baukörper ist in zwei kubische und verputzte Gebäudeteile mit Pult- und Flachdach gegliedert. Wesentlich für die Gebäudegestaltung ist die großflächige Wohnzimmerverglasung mit unmittelbarem Zugang zu Terrasse und Garten.

    Adresse
    Heidelbergblick 41
    99734 Nordhausen

    Planungsbüro
    Architekturbüro Tobias Winkler, Nordhausen

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Tobias Winkler

    Bauherr
    Familie Gräser, Nordhausen

    Fertigstellung
    Juli 2011

  • Das Kinderhaus wurde als DDR-Typenbau errichtet. Zielstellung der Stadt Nordhausen war, ein „innovatives und integratives Kinderhaus“ im Rahmen einer Stadtumbau-Ost-Förderung zu schaffen. Zum neuen Profil „vernetzter Erziehungs- und Bildungsarbeit“ zählen ein Kindergarten, eine Kinderkrippe, ein Eltern-Kind-Treff, eine schulvorbereitende Einrichtung, eine Jugendbetreuung sowie eine sozialdiakonische Beratungsstelle mit einem Andachtsraum und einem Speisesaal bzw. multifunktionalem Mehrzwecksaal für Stadtteilveranstaltungen. Diese Herausforderung wurde mittels Umbau-, Erweiterungs- und Neubaumaßnahmen gemeistert und die Anforderungen hinsichtlich flexibler Raumaufteilungen, Akustik, Licht- und Energieeinsparung auf den neuesten Stand gebracht. Zusammen mit diesen vielseitigen Angebotsfunktionen und der Außenanlagengestaltung soll ein barrierefreier Verknüpfungstreffpunkt im sozialen Sinne für alle Stadtteilbewohner entstehen.

    Adresse
    Karl-Meyer-Straße 4-6
    99734 Nordhausen

    Planungsbüros
    ORTSBiLD Architektur- und Ingenieurbüro GmbH, Nordhausen
    LA21 Landschaftsarchitektur®, Nordhausen

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Detlef Schmidt
    Dipl.-Ing. Architekt Stefan-Willibald Klima

    Bauherr
    Stadt Nordhausen

    Fertigstellung
    Mai 2012

  • Das Quartier in Nordhausen-Ost setzt nach der Baumaßnahme einen architektonischen Akzent in der vom Plattenbau geprägten Umgebung. Die 78 Wohnungen wurden nach KfW-85-Standard saniert. Neue Stilelemente vor schlichten Fassaden prägen das Quartier im Stadtraum. Hauseingänge, Blumenkästen, Loggien sowie Balkone setzen Farbakzente. Die äußere Hülle charakterisieren helle, warme Farben unter neuen Flugdächern, das Spiel verschieden tief angeordneter Fensteröffnungen sowie die Glasbrüstungen der Loggien und Balkone. Die Grundrissänderungen, die freundlich gestalteten Treppenhäuser sowie die komplett erneuerte Haustechnik garantieren eine Wohnqualität nach aktuellen Standards. Vier barrierearme Wohnungen werden über einen Aufzug erschlossen. Die Gewerbeeinheiten waren nur eingeschränkt Sanierungsgegenstand. Für das Wohngebiet sieht ein Freiflächenkonzept der Stadt weitere Aufwertungen vor. Mit dessen Realisierung wird das Quartier in den nächsten Jahren weiter an Attraktivität gewinnen.

    Adresse
    Conrad-Fromann-Straße 11-27
    99734 Nordhausen

    Planungsbüro
    arko bauplanung GmbH, Nordhausen

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architektin Pia Wienrich

    Bauherr
    Städtische Wohnungsbaugesellschaft mbH, Nordhausen

    Fertigstellung
    März 2012

  • Notwendig war der Neubau des Jugendgästehauses mit insgesamt 78 Gästebetten, weil die Kapazität der bestehenden Jugendherberge „Rothleimmühle“ in Nordhausen dringend erweitert werden musste. Die u-förmige Baukörperanordnung und der südliche Laubengang des Neubaus nehmen Bezug auf den historischen Fachwerkkomplex der benachbarten Jugendherberge. Die Gestaltung des zweigeschossigen Gebäudes erfolgte in einer modernen und zeitgemäßen Architektursprache. Damit wird der Eindruck einer „Bettenburg“ vermieden und ein offener und einladender Charakter des Gebäudes erreicht. Im Erdgeschoss sind die Sechsbettgästezimmer mit eigener Sanitärzelle barrierefrei und rollstuhlgerecht ausgeführt worden. Das Gebäude verfügt über eine kontrollierte Wohnraumlüftungsanlage und wird durch ein Blockheizkraftwerk in der benachbarten Jugendherberge beheizt.

    Adresse
    Parkallee 2
    99734 Nordhausen

    Planungsbüro
    Architekturbüro Tobias Winkler, Nordhausen

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Tobias Winkler

    Bauherr
    Jugendsozialwerk Nordhausen e. V.

    Fertigstellung
    Oktober 2011

  • Das Zweifamilienhaus entstand inmitten einer gewachsenen Struktur der Nordhäuser Oberstadt, in der sich jedes Gebäude weitestgehend seiner Entstehungszeit zuordnen lässt. Auch dieses Haus sollte durch seine klare und sachliche Form Ausdruck seiner Zeit sein. Das Gebäude hat zwei übereinanderliegende Wohnungen, in denen sich die einzelnen Wohnräume über große Glasflächen in Südrichtung öffnen. Jede Wohnung verfügt über eine eigene Terrasse, von welcher bei schönem Wetter ein Blick auf den Kyffhäuser und das bekannte Denkmal genossen werden kann. Die innovative Haustechnik, mit Solar- und Photovoltaikanlage, komplettiert das im KfW-Standard errichtete Wohnhaus um die Aspekte Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit.

    Adresse
    Meyenburgstraße 27
    99734 Nordhausen

    Planungsbüro
    Architektur- und Ingenieurbüro Nordhausen GmbH, Nordhausen

    Bauherr
    privat

    Fertigstellung
    Oktober 2011

  • Im Zuge der Neuordnung des Quartiers Nordhausen-Ost hat sich die Stadt Nordhausen dazu entschieden, zusätzlich zum Umbau des Gebäudes auch die vorhandenen Freiflächen des innovativen Kinderhauses umzugestalten. Der großzügig gestaltete Vorplatz lädt aufgrund seiner Einbettung in blühende Beete und seinem Wechsel aus sonnigen und halbschattigen Zonen zum Verweilen und Kommunizieren ein. Geschnittene Hecken verleihen dem Platz einen attraktiven Rahmen. Die Außenanlagen wurden auf Wunsch der Nutzer so natürlich wie möglich gestaltet. Geleitet von dem Konzept, im Kinderhaus eine barrierefreie Nutzung für Menschen mit Behinderungen anzubieten, sind auch die Außenanlagen in dieser Hinsicht voll erlebbar. Eine geschwungene, behindertengerechte Rampe führt über den Rollerweg an die Spielgeräte, den Gemüsegarten, den Sinnespfad sowie an das Theater. Des Weiteren wurden der an das Kinderhaus angrenzende öffentliche Straßenbereich mit Begleitgrün sowie Straßen- und Platzbeleuchtung neu gestaltet.

    Adresse
    Karl-Meyer-Straße 4-6
    99734 Nordhausen

    Planungsbüros
    LA21 Landschaftsarchitektur®, Nordhausen
    ORTSBiLD Architektur- und Ingenieurbüro GmbH, Nordhausen

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Landschafts­architekt Sascha Ratayski

    Bauherr
    Stadt Nordhausen

    Fertigstellung
    März 2012

  • Unweit von Markt und Schloss hat ein ehemaliges Eishaus (Baujahr etwa 1900) seine Bestimmung gewechselt. Lange verwaist haben nun ein Architekturbüro und zwei Mietparteien Einzug gehalten. Mit der Modernisierung wird beispielhaft gezeigt, wie ein Altbau auf kostenverträgliche Art und Weise umgebaut werden kann. Demgemäß werden die Reize eines Altbaus erst gar nicht übertüncht. Vielmehr sind sie prägender Bestandteil des nunmehr sanierten Gebäudes. Der historische Baukörper hat seine Dominanz gegenüber zwei neu entstandenen Anbauten behalten. Während der Altbau bauliche Veränderungen und Abnutzung offenbart, heben sich die beiden Anbauten deutlich ab, nehmen gleichwohl Bezug auf die Farbigkeit und Rasterung der historischen Klinkerfassade. Im Inneren wurde die Substanz bewusst bewahrt. Maßgebliche historische Details sind profilierte Rundsäulen, sichtbare Kappengewölbedecken und überkalkte Klinkerwände, aber auch Betondecken mit groben Unterzügen aus den 1970er Jahren.

    Adresse
    Gustav-Friedrich-Höfling-Straße 2
    98631 Römhild

    Planungsbüro
    Architekturbüro Roßbach, Römhild

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Reiner Roßbach

    Bauherr
    Reiner Roßbach, Gleichamberg

    Fertigstellung
    Oktober 2011

  • Das ehemalige Gasthaus „Hotel zur Glücksburg“ wurde zum Ende des 19. Jahrhunderts als Mauerwerksbau mit einem aufgesetzten Fachwerkgeschoss errichtet. Das Gebäude liegt am Rande des Denkmalensembles „Stadtkern der Stadt Römhild“, unmittelbar an der Stadtmauer am Haupttor zum Marktplatz. Im Rahmen der grundhaften Sanierung entstanden vier Wohnungen unterschiedlicher Größe, verteilt auf drei Wohnebenen. Besonderer Wert lag auf der Erhaltung der ursprünglichen Kubatur und der Erhaltung der Straßenfassaden. Bauliche Eingriffe wurden nur auf der Hofseite vorgenommen. Alle Wohnungen funktionieren nach dem Prinzip des Durchwohnens und öffnen sich zum Hof durch großzügige Fassadenverglasung, kombiniert mit Freisitzen oder direktem Zugang zum Garten.

    Adresse
    Dr.-Ernst-Hönn-Straße 31
    98631 Römhild

    Planungsbüros
    Dr. Schmidt Planungsgesellschaft mbH, Schleusingen
    Architekturbüro Friederike Salzmann, Weimar

    Entwurfsverfasser
    Dr.-Ing. Architekt Hans-Gerd Schmidt
    Dipl.-Ing. Architekt Hagen Höllering

    Bauherr
    privat

    Fertigstellung
    Februar 2012

  • Blick von der Marktstraße
    Blick von der Marktstraße, Bild: Alexander Korb

    Im Zentrum der ehemaligen fürstlichen Residenzstadt Rudolstadt liegt das komplett sanierte und umgebaute Wohn- und Geschäftshaus des Versicherungsbüros Elstermann. In dem ehemals baufälligen Gebäude entstanden eine Wohnung, eine neue Ladenfläche und eine sich über zwei Geschosse erstreckende Agentur. Die aus der Bauzeit resultierenden niedrigen Raumhöhen wurden durch eine zweigeschossige Galerie und indirekte Beleuchtung optisch vergrößert. Das alte Fachwerk wurde weitestgehend aufgearbeitet und teilweise erneuert. Die Fassade wurde ebenfalls aufgearbeitet und mit sanierungsrechtlicher Genehmigung sowie einer mit dem Denkmalschutz abgestimmten Farbe plus zugehöriger Fensterrahmung wiederhergestellt. Die Überbauung des Hofes gibt den dienenden Räumen des Ladens mehr Platz und sorgt zudem für eine schwer einsehbare Terrasse. Das Ergebnis ist eine Revitalisierung des Gebäudes sowie die Wiederherstellung der ehemaligen Attraktivität und Anziehung des Stadthauses in exponierter Lage.

    Adresse
    Ecke Marktstraße/Alte Straße 2
    07407 Rudolstadt

    Planungsbüro
    Planungsgruppe Korb GmbH, Buttelstedt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Alexander Korb
    B. A. Architektur Torsten Wolff
    B. A. Architektur Nadja Schmekel

    Bauherr
    privat

    Fertigstellung
    August 2011

  • Das fünfgeschossige Atriumhaus, Teil der geschlossenen Bebauung der historischen Kernstadt, wurde in den Obergeschossen zu 20 barrierefreien Wohnungen sowie im Erdgeschoss zu Läden umgebaut. Mit der (Wieder-) Öffnung des Atriums zum Himmel, zum Treppenhaus und den Laubengängen wurden die Ur-Ideen des Baues von 1986 wiederbelebt und stärker ausgearbeitet. Im Vordergrund standen freiere Grundrisse mit verbesserten Lichtverhältnissen und die Befreiung des Entrees von Einengungen. Die größten technischen Herausforderungen waren der Ersatz des wuchtigen Mansarddaches durch leichte, in Holzbau vorgefertigte, flache Pultdächer sowie der Ersatz der alten Treppe durch neue Fertigteiltreppen samt Einbau eines zum Atrium verglasten neuen Aufzugs. Ganz oben entstanden Staffelgeschosse mit Dachterrassen. Zur Boulevardseite simuliert eine Stahlkonstruktion mit roten Lochblechen als Sicht- und Absturzschutz ein Steildach. Die neuen Verglasungen der Loggien lassen sich komplett aufschieben.

    Adresse
    Blankenburger Straße 5
    07318 Saalfeld

    Planungsbüro
    Huhle + Partner Architektin und Ingenieure, Saalfeld

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architektin Katja Huhle
    Dipl.-Ing. (FH) Silvio Huhle

    Bauherr
    Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Saalfeld/Saale mbH

    Fertigstellung
    Dezember 2011

  • Der Neumarkt ist städtebauliches Verbindungselement der historisch gewachsenen Stadtteile Altstadt, Neustadt und Heinrichstadt. Ziel war, die Charakterspuren und städtebaulichen Qualitäten des Ortes wiederzubeleben und die selbstverständliche universelle Benutzbarkeit des öffentlichen Raums zurückzugewinnen. Eine maßvolle Wiederbegrünung, die Minimierung des Durchgangsverkehrs und der Parkierung waren hier Voraussetzung. Der Nutzung entsprechend wird die Platzfläche durch Akzentuierungen und Detailausbildungen des Belags unterschieden, ohne den gesamträumlichen Eindruck zu stören. Der große, durchgehende Boden der Stadt sollte eine fest gefügte, ruhige, aber nicht eintönige Einfachheit gewinnen. Drei Wassertische, thematisch den historischen Stadtteilen zugeordnet, vermitteln mit der Platzfläche, sind abschirmendes und durchlässiges Element zugleich. Die Geräusche des Wassers und die Spiegelungen des Lichts in den Wasserflächen unterstreichen die besondere Atmosphäre des Ortes.

    Adresse
    Neumarkt
    07907 Schleiz

    Planungsbüro
    wich architekten, München

    Bauherr
    Stadt Schleiz

    Fertigstellung
    Juni 2011

  • Blick über die Wallanlage in Richtung Katzensprung
    Blick über die Wallanlage in Richtung Katzensprung, Bild: Heike Roos

    Die Wallanlagen zwischen den Straßenzügen Schmiedhof, Steinerne Wiese und Katzensprung sind Bestandteil des nördlichen Stadtmauerrings. Mit der Rekonstruktion der Wallanlagen als durchgängiger Grünzug sollte der historischen Anlage im Sinne des Denkmalschutzes und der Stadtbildpflege Rechnung getragen werden. Der Freiraum wird weiterhin als Grünfläche den heutigen Nutzungsanforderungen gerecht. Die Zusammenführung beider konträrer Funktionen – Denkmalfunktion und heutige Nutzungsanforderungen – stellte die größte Herausforderung dar. Den Auftakt der historischen Wallanlage bildet der Freiraum „Katzensprung“. Durch einen berankten Laubengang wird man in die Wallanlage geleitet. Der Freiraum öffnet sich in eine großflächige Wiesenlandschaft, über die der Weg sanft geschwungen weiter verläuft. Wegbegleitend sind Staudenbänder, Sitzgruppen sowie ein Spielpunkt integriert. Frühjahrsblüher setzen Akzente in der Rasenfläche; einzelne Baumgruppen umspielen die Wegeführung.

    Adresse
    Steinerne Wiese 3-27
    98754 Schmalkalden

    Planungsbüro
    RoosGrün PLANUNG, Weimar

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Stadtplanerin und Landschafts­architektin Heike Roos

    Bauherr
    Stadt Schmalkalden

    Fertigstellung
    Juli 2011

  • Die einmalige Chance, Brachflächen in eine lebendige Produktionswelt und „Welt der Sinne“ umzuwandeln, wurde genutzt durch eine klare Figur von hoher stadträumlicher und funktionaler Qualität, eingebettet in den Landschaftsraum der Fuchsenkothe. Die Komponenten Sehen (Kino), Riechen (Rohstoffe), Hören (Musik), Genießen (Gastronomie) sind wie „Pralines“ in einem „Ballotin“ angeordnet und versinnbildlichen so die Ansprüche an Produkt- und Produktionsqualität durch die Architektur selbst. Die rationell durchorganisierten Produktions- und Versandbereiche folgen in ihrer Gestaltung dem Corporate Design des Unternehmens, wobei die Produktionshallen, leicht aufgefächert, den Blick vom Arbeitsplatz in Naturräume und den Bewegungsraum für Warenfluss und Flurfördersysteme erlauben. Sowohl der jetzt realisierte erste Bauabschnitt als auch der Endausbau werden ein schlüssiges Bild einer qualitätvollen Produktionsstätte in landschaftlicher Einbettung vermitteln.

    Adresse
    Nougat-Allee 1
    98574 Schmalkalden

    Planungsbüro
    Pahl + Weber-Pahl Planungsgesellschaft mbH & Co. KG, Darmstadt

    Entwurfsverfasser
    Prof. Burkhard Pahl

    Bauherr
    Viba Sweets GmbH, Floh-Seligenthal

    Fertigstellung
    Februar 2012

  • Beratungs- und Verkaufsbereich
    Beratungs- und Verkaufsbereich, Bild: Jutta Kehr

    Der kleine Hörgeräte-Shop aus den 1990er Jahren war in die Jahre gekommen. Ein neues, zeitgemäßes Konzept mit maßvollen Umbaueingriffen war zu entwickeln. Wir hatten die Gratwanderung zwischen moderner, zukunftsorientierter Ausstrahlung und den Ansprüchen der überwiegend älteren Kundschaft zu meistern. Da alle Funktionsbereiche für den schnellen Service am Kunden ineinandergreifen sollten, haben wir als harmonisierende Basis den eigenwilligen gelbgrünen Teppich und warme Grautöne für Wände und Funktionsmöbel gewählt, um schließlich den Beratungs- und Verkaufsbereich mit edlen Holzflächen und frischfarbigen Vitrinen zu gewichten. Im Gesamtkonzept ist der philosophische Gedanke des Hörens versteckt: Die weichen Formen von Verkaufsregal und Tresen adaptieren den Fluss von Schallwellen; mit den verschiedenen Grüntönen im Farbkonzept wird man „das Gras wachsen hören“. Die kreisrunden Einbauleuchten schaffen nicht nur optimales Licht, sie sind der heitere Sonnenhimmel über der grünen Wiese.

    Adresse
    Marktstraße 8
    99610 Sömmerda

    Planungsbüro
    Architekturbüro Jutta Kehr, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Des. (FH) Innenarchitektin Jutta Kehr

    Bauherr
    Dagmar Neumann, Sömmerda

    Fertigstellung
    Februar 2012

  • Im Wohngebiet Wippertor vollzieht sich ein Wandel. Durch Rückbau und Sanierung wird Bausubstanz erhalten und auf Neubauniveau verbessert. Die Wohnanlage der WBG Fortschritt besitzt nun 21 energieeffiziente und generationengerechte Wohnungen. Wärmeversorgung auf Basis von Kraft-Wärme-Kopplung, Außenwanddämmung, Fußbodenheizung und kontrollierte Wohnraumlüftung garantieren eine hohe Nachhaltigkeit. Die Wohnungen sind barrierefrei über Laubengänge und einen behindertengerechten Personenaufzug erreichbar. Durch eine Glasschiebewand zwischen Küche und Wohnzimmer kann der Wohnraum optimal genutzt werden. Die verschiebbare Verglasung der Balkone erhöht die jährliche Nutzungsdauer und bringt durch passive Sonnenenergienutzung zusätzliche Energie. Das anfallende Regenwasser wird in einer Zisterne gespeichert und kann zur Gartenbewässerung genutzt werden. Eine großzügige Freianlage mit Mietergärten, Stellplätzen und viel Grün macht das Wohnen mitten in der Stadt zum Genuss.

    Adresse
    Weizenstraße 4-8
    99706 Sondershausen

    Planungsbüros
    bv partnerschaft Architektur- und Ingenieurbüro Iris Karstädt Friedhelm Verges, Sondershausen
    Heinisch Landschaftsarchitekten, Gotha

    Bauherr
    WBG Fortschritt Sondershausen eG

    Fertigstellung
    August 2011

  • Die Kita „Kinderpark Rasselbande“ befindet sich in zentraler Lage des einwohnerstärksten Stadtteils von Sonneberg, Wolkenrasen, und bindet direkt an die Gorkistraße an. Es handelt sich hierbei um ein zweigeschossiges Gebäude in Stahlbetonplattenbauweise mit Kellergeschoss aus dem Jahre 1963. Ziel war es, einen Baukörper zu schaffen, der Altes und Neues miteinander verbindet. Dafür wurden circa 60 Prozent der Bausubstanz zurückgebaut und neu strukturiert. Die straßenseitig angebauten Spielboxen ermöglichen die direkte Kommunikation mit dem benachbarten Umfeld. Im rückwertigen Bereich entstand ein neuer, transparenter Multifunktionsraum. Schöne, helle und farbenfrohe Räume sind das Resultat dieser Umbaumaßnahme. Für circa 65 Kinder bietet der moderne Kinderpark ein neues Domizil zum Spielen und Lernen. Durch die komplette Umgestaltung der Außenanlagen entstanden fließende Übergänge von innen nach außen, welche das Objekt spielerisch erlebbar machen.

    Adresse
    Gorkistraße 2
    96515 Sonneberg OT Wolkenrasen

    Planungsbüro
    optiplan Bau GmbH, Sonneberg

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Thomas Müller

    Bauherr
    Stadt Sonneberg

    Fertigstellung
    Juni 2011

  • Das Gebäude liegt in zentraler Lage der „Oberen Stadt“ Sonneberg, mit direkter Anbindung an den Marktplatz der Altstadt. Die bebaute Fläche ist der Anfangspunkt einer folgenden Zeilenbebauung und gleichzeitig ein Teil der städtebaulichen Begrenzung des Marktplatzes. Eine Stahlbetonkonstruktion bildet das Traggerüst des dreigeschossigen Neubaus. Der Lückenschluss zur angrenzenden Bebauung in Form eines transparenten Stahlskelettbaus ist die konsequente Weiterführung der Zeilenbebauung. Die Einrichtung ist ein Treffpunkt für Jung und Alt. 25 Kinder ab einem Jahr haben Lern-, Spiel- und Bewegungsräume über zwei Etagen mit direkt zugeordneten Freiflächen. Im dritten Geschoss sind die Personal- und Technikräume untergebracht. Ganztägige Kinderbetreuung steht im Mittelpunkt der Einrichtung; für alleinstehende Elternteile bieten unterschiedliche Module die Möglichkeit, ihre Kinder über Nacht und auch am Wochenende betreuen zu lassen.

    Adresse
    Breite Straße 1
    96515 Sonneberg

    Planungsbüro
    optiplan Bau GmbH, Sonneberg

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Thomas Müller

    Bauherr
    Stadt Sonneberg

    Fertigstellung
    Juni 2011

  • Die Aufgabe: Die sanierte Zisterzienserinnenklosterruine als Veranstaltungsort benötigt einen Neubau für Nebenfunktionen. Der Ort: Sehr enges Grundstück, mit unmittelbarer Nachbargrenzbebauung an beiden Seiten, rückwärtig die unverbaubare Rodaaue. Die Lösung: Die ruinöse und zum Teil stark fragmentierte Oberfläche der nur in eineinhalb Meter Abstand befindlichen Klosterruine „spiegelt sich“ in einer Cortenstahlhaut, die ebenso wie ihr Gegenüber von der Patina der Oberfläche, von den Spuren der Witterung und von der lebhaften Geometrie lebt. Im Erdgeschoss entwickelt sich das Gebäude aus einer das Grundstück umlaufenden Natursteinmauer, um im Obergeschoss in seiner Kantigkeit zu erscheinen. Fenster hinter einer Lamelle aus verzinktem Blech gliedern das Gebäude in der Horizontalen. Einzig der „Ausguck“ – im Inneren in die Sitzflächen der Umkleiden integriert und außen die Vordachfunktion für den unteren Eingang übernehmend – ist bis zum Straßenraum durch das Tympanon sichtbar.

    Adresse
    Klosterstraße, zwischen 51 und 53
    07646 Stadtroda

    Planungsbüro
    Bauhütte Volkenroda, Architekt Bernward Paulick, Körner

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Bernward Paulick
    Dipl.-Ing. (FH) Architektur Marlen Kühn

    Bauherr
    Stadt Stadtroda

    Fertigstellung
    September 2011

  • Der ehemalige Dorfkonsum, ein Gebäude aus den 1960er Jahren, bietet die Basis für das neu errichtete Gäste- und Seminarhaus. Auf den Bestand wurde ein Kubus aufgesetzt, der auf drei Seiten leicht auskragt und sich nach Westen bis zur Grundstücksgrenze ausdehnt. Das darauf angeordnete Penthouse ist von Terrasse und Gründach umrahmt. Die konstruktiven Bauteile sind in Holzrahmenbauweise und als Massivholzdecken ausgeführt. Außenwände und Dach sind mit Zellulosedämmung energetisch optimiert. Die hinterlüftete, mit Lärchenholz und farbigem Streckmetall verkleidete Fassade adaptiert die ortsüblichen Materialien und Farben. Im Hofladen werden regionale Produkte und Kunsthandwerk angeboten. Das Obergeschoss bietet einem großzügigen Seminarraum, dem Frühstücksbereich sowie acht individuell eingerichteten Gästezimmern Platz. Alle Räume sind durchgängig mit ökologischen Materialien wie Lehm, Tadelakt, Beton Ciré, Linoleum und in Eigenregie entworfenen und gebauten Möbeln ausgestattet.

    Adresse
    Elsterberger Straße 18
    07937 Vogtländisches Oberland OT Arnsgrün

    Planungsbüro
    Architekturbüro Dr.-Ing. A. Görstner, Freier Architekt, Saalfeld

    Entwurfsverfasser
    Dr.-Ing. Architekt Alfred Görstner

    Bauherr
    Katrin Liesch, Vogtländisches Oberland

    Fertigstellung
    Februar 2012

  • Ansicht von der Straße
    Ansicht von der Straße, Bild: Tom Nabrotzky

    Wenn es Menschen auf das Land zieht, dann meist weil sie ein Idyll aus Scheunen und Landwirtschaft vor Augen haben. Dementsprechend sieht dann auch der Traum vom Eigenheim aus. Bei einer jungen Familie gestaltete sich dies jedoch anders. Hier gab es von Anfang an den Wunsch, einen Akzent in der gewachsenen Struktur zu setzen. Das Haus sollte farbig werden und frischen Wind verbreiten. Das Erdgeschoss mit Kochen und Wohnen ist offen gestaltet. Eine zentral stehende Treppe teilt die einzelnen Bereiche voneinander ab und führt nach oben zu den Schlafräumen. Der Holzrahmenbau wurde mit Zellulosefaser ausgedämmt und mit einem Putz versehen. Sein prägnantes Erscheinungsbild erhält das Gebäude durch die Ausbildung von Bossen, welche farbig akzentuiert sind. Das Wohnhaus erreicht den Passivhausstandard.

    Adresse
    Backhausgasse 9
    99189 Walschleben

    Planungsbüro
    ADOBE Architekten + Ingenieure GmbH, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Architekt Matthias Schodlok
    Dipl.-Ing. Architekt Tom Nabrotzky

    Bauherr
    privat

    Fertigstellung
    März 2011

  • Die 1862 vom damaligen großherzoglichen Oberbaudirektor Carl Heinrich Ferdinand Streichhan zur Eigennutzung erbaute Villa wurde nach mehrfachem Eigentümerwechsel von 1950 bis 2000 als Spezialschule für behinderte Kinder genutzt. Danach wurde sie der Bauhaus-Universität zur Verfügung gestellt. Aufgrund von massivem Schwammbefall war der Bezug des Gebäudes jedoch nicht mehr möglich. Erst ab 2010 war die Finanzierung für die erforderliche Grundsanierung gesichert. Funktionsanforderungen waren zum einen der Bürobetrieb durch das Institut für Europäische Urbanistik, zum anderen der Seminarbetrieb mit Studenten. Die Nutzung sollte barrierefrei möglich sein. Das in Vergessenheit geratene Einzeldenkmal wurde restauratorisch untersucht. Überraschende Funde wurden in die Sanierung integriert. Die aufgrund der stark beschädigten Bausubstanz gravierenden Sanierungsaufwendungen mussten mit den Forderungen nach einer zeitgemäßen Büronutzung und den Forderungen der Denkmalpflege abgeglichen werden.

    Adresse
    Belvederer Allee 5
    99425 Weimar

    Planungsbüro
    Strube Architekturbüro, Weimar

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Hartmut Strube

    Bauherr
    Freistaat Thüringen, vertreten durch das TLBV, Erfurt

    Fertigstellung
    November 2011

  • Im Kontext zum bestehenden Kindergarten, der in einer von Henry van de Velde gebauten Jugendstilvilla, der Villa Henneberg, untergebracht ist, ist ein Neubau im denkmalgeschützten Garten entstanden, der den anthroposophischen Ansatz aufnimmt und in einer klaren Formensprache harmonisch widerspiegelt. Das Haus wurde für die Ganztagsbetreuung von 20 Kleinkindern im Alter von null bis drei Jahren konzipiert. Auf zwei Ebenen wird jeweils eine Gruppe betreut. Details: Verwendung nachhaltiger Baumaterialien; Entwurf von Möbeln, Türen und Türgriffen; hohe Anforderungen an Funktion, Gestaltung und Städtebau.

    Adresse
    Gutenbergstraße 1a
    99423 Weimar

    Planungsbüro
    Pia Becker Architektin, Weimar

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architektin Pia Anna-Livia Becker

    Bauherr
    Waldorfkindergarten Weimar e. V.

    Fertigstellung
    August 2011

  • Im Rahmen der Summer School der Bauhaus-Universität trafen sich 20 Studenten aus der ganzen Welt, um sich mit der Frage auseinanderzusetzen, welche Bedeutung der Begriff „Atmosphäre“ für den architektonischen Raum besitzt. Der vierzehntägige Workshop umfasste neben theoretischer Auseinandersetzung auch die Planung und Realisierung eines Gästehauses für zwei Personen, welches auf dem Landgut Holzdorf von den Studenten eigenhändig für die dort ansässige Diakonie realisiert wurde. Basis des Entwurfs ist ein zur Landschaft auskragendes Holzgerippe, das mit Holzplatten und Gipskarton verkleidet wurde. Vierseitig wird die Holzbox durch eine horizontale Holzlattung geprägt, die den Baukörper auf ideale Weise in den Kontext einfügt. Über ein großes Panoramafenster tritt das Innere in Kontakt mit dem Außenraum und schafft Blickbezug zum benachbarten Jagdstand. Die Holzbox bietet damit nicht nur Schutz vor der Witterung, sondern auch einen neuen Blick auf den umliegenden Naturraum.

    Adresse
    Otto-Krebs-Weg 7
    99428 Weimar OT Holzdorf

    Planungsbüros
    Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Architektur, Weimar
    Studenten im Fachkurs „Private Sphere“ der Bauhaus Summer School / Katinka Temme Architektin, Tokio/Weimar

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Till Boettger
    Dipl.-Ing. Tina Walbaum
    M.Arch. George Showman

    Bauherr
    Neue Arbeit Holzdorf/Weimar

    Fertigstellung
    September 2011

  • Nördlich des Stadtkerns von Weimar wurde ab 1936 das „Gauforum“ errichtet. Es ist das größte erhaltene innerstädtische Bauensemble dieser Art. Heute ist der denkmalgeschützte Gebäudekomplex Sitz des Thüringer Landesverwaltungsamtes. Für mehr als 800 Angestellte wurden und werden moderne Bürostrukturen geschaffen. Grundlage war die Auseinandersetzung mit der totalitären Architektur mit dem Ziel, eine moderne, zeitgemäße Nutzung zu ermöglichen und damit eine Verschiebung der Akzentuierung im Verhältnis Mensch und Bauwerk zu Gunsten des Menschen zu erreichen. Mit Einbringen von modernen gestalterischen Elementen und modernster technischer Infrastruktur wird eine neue Qualität erreicht, die einen Dialog mit dem ursprünglichen Architekturkonzept eingeht. Die Gestaltung der Innenhöfe greift das Geschichtsthema auf, indem der Verlauf der ehemaligen Straße nachgestaltet wird und Teile des noch vorhandenen Viadukts im südlichen Innenhof freigestellt und in die Hofgestaltung einbezogen wurden.

    Adresse
    Weimarplatz
    99423 Weimar

    Planungsbüros
    Arge Hartmann+Helm / Junk & Reich, Weimar
    Planungsbüro Rau Landschaftsarchitekten, Weimar

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Eckhardt Hartmann
    Dipl.-Ing. Architekt Ulrich Junk

    Bauherr
    Freistaat Thüringen, vertreten durch das TLBV, Erfurt

    Fertigstellung
    April 2012

  • Der Neubau mit 14 Zweibettzimmern, davon zwei behindertengerecht ausgestattet, wurde in unmittelbarer Nähe zum Seminargebäude Jenaer Straße 4 eingeordnet. Der massive Kreuzungspunkt östlich der denkmalgeschützten Villa durch Fußgänger, Parkverkehr und Nutzer der Sportanlagen wird dadurch neu definiert. Der Entwurf des Unterkunftsgebäudes ordnet sich in das Straßenbild ein, die Höhe mit zwei Geschossen orientiert sich an der Traufhöhe der denkmalgeschützten Villa. Als Pufferzone zwischen Straße und Zimmern fungiert auf der Nordseite ein Flur in beiden Geschossen. Die Zimmer sind nach Süden zum Park hin orientiert und bieten eine gute Wohnqualität. Die verglaste Nordfassade wirkt in ihrer Transparenz nach innen wie nach außen. Die Ausstattung der Flure mit LED-Lichttechnik mit minimalem Stromverbrauch erlaubt eine durchgehende Beleuchtung in den Abendstunden und damit ein angenehmes Erscheinungsbild.

    Adresse
    Jenaer Straße 2/4
    99425 Weimar

    Planungsbüros
    Hartmann + Helm Planungsgesellschaft mbH, Weimar
    Wittig & Rietig Landschaftsarchitekten Stadtplaner Ingenieure GmbH, Weimar

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. Architekt Eckhardt Hartmann

    Bauherr
    Stiftung Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW)

    Fertigstellung
    März 2012

  • Bild: Steffen Möbius

    Der Friedhof ist geprägt durch seine Lage am Rehberg. Vor der Umgestaltung gab es keine Anbindung an das öffentliche Straßennetz. Mit der Erarbeitung eines zukunftsweisenden Gesamtkonzeptes wurde ein neuer Zugang von der Straße zum Rehberg mit drei Parkstellflächen geschaffen. Zur Verbesserung des Erscheinungsbildes und einer einfacheren Bewirtschaftung wurden die vorhandenen Terrassen durch umfangreiche Bodenmodulationen zu großen Belegungsflächen zusammengefasst. Die neu entstandenen Böschungen wurden begrünt. Eine abgestufte Bepflanzung aus Blütensträuchern und Bodendeckern soll die Friedhofsbesucher hoffnungsvoll stimmen. Für die Belegung der Grabfelder sind vom Planer konzipierte, höhenbündig in die Rasenflächen eingelassene Einfassrahmen vorgesehen. Die Rasenpflege kann dadurch deutlich vereinfacht werden. Am höchsten Punkt wurde ein Sitzplatz angelegt. Von diesem können die Besucher über den Friedhof bis zu den Hörselbergen und den Gipfeln des Thüringer Waldes blicken.

    Adresse
    Rehberg
    99848 Wutha-Farnroda OT Farnroda

    Planungsbüro
    Büro für Freiraumplanung Möbius, Erfurt

    Entwurfsverfasser
    Dipl.-Ing. (FH) Landschafts­architekt Steffen Möbius

    Bauherr
    Gemeinde Wutha-Farnroda

    Fertigstellung
    November 2011

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