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Baukultur-Sommerreise 2022

Bundesstiftung Baukultur würdigt Initiativen in Großengottern, Buttstädt und Erfurt

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Viele Supermärkte sind eingeschossige Neubauten, die vor allem durch eines auffallen: einen hohen Flächenverbrauch. Die Sportanlage auf dem Dach des Kaufland Erfurt steht beispielhaft für die nachhaltige Aktivierung von Dachflächen in städtischen Räumen., Bild: © REGUPOL

Im Sommer 2022 reiste die Bundesstiftung Baukultur zum dritten Mal mit ihrem Baukulturmobil durch Deutschland, um Engagierte und Interessierte vor Ort zu treffen und herausragende Projekte der Baukultur zu besuchen. Mit lokalen Partnerinnen und Partnern sollen baukulturelle Themen vorangebracht und das breite Engagement für Baukultur sichtbarer gemacht werden.

Auf Vorschlag des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft und in Kooperation mit der Stiftung Baukultur Thüringen machte die Bundesstiftung Baukultur auf seiner Reise auch Halt in Thüringen. Dabei wurde der Fokus ganz bewusst auf zwei kleine, ehrenamtlich organisierte Baukultur-Initiativen im Land gelegt.

Erste Station war das „Spittel“ in Großengottern. Dessen Förderverein setzt sich seit 2012 für den Erhalt und die angemessene Nutzung der unter Denkmalschutz stehenden Kapelle St. Andreas und des ehemaligen Hospitalgebäudes mit Nebengebäuden ein. Um den Ort zu beleben und den Gebäudekomplex vor dem Verfall zu retten, initiiert der Verein Ausstellungen und Konzerte in der Kapelle und nutzt die Gebäude zur medizinischen Vorsorge auf dem Land.

Anschließend ging es zum beeindruckenden „Camposanto“ in Buttstädt, einer der wenigen noch existierenden Friedhöfe der Renaissance in Mitteldeutschland. Das historische Gebäudeensemble wird als wichtiges Zeugnis der Bau- und Begräbniskultur seit vielen Jahren erfolgreich vom ansässigen Förderverein erhalten und gepflegt. Im Jahr 2021 war die Anlage dank dieses Engagements Außenstandort der BUGA.

Parallel zur Baukultur-Sommerreise luden Mitglieder des Fördervereins der Bundesstiftung Baukultur im Rahmen der Aktion „Mitglieder als Gastgebende“ zu zwei Veranstaltungen nach Erfurt ein: Baukostensteigerungen und schwer kalkulierbare Rahmenbedingungen und Zeitpläne standen dabei im Mittelpunkt einer Baukultur-Bowl von hks architekten im frisch sanierten Heizwerk. Die Firmen REGUPOL und Kaufland führten über den Sportplatz auf dem Laden-Dach in der Kranichfelder Straße, der bereits seit 1994 existiert, aktuell erneuert wurde und beispielhaft für die nachhaltige Aktivierung von Dachflächen steht. Auch aufgrund seiner spektakulären Lage und Aussicht gehört das Sportdach zu den bestbesuchten Sportplätzen der ganzen Stadt.

Weitere Informationen: www.bundesstiftung-baukultur.de

veröffentlicht am 02.08.2022 von Björn Radermacher · Rubrik(en): News

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