Bund: Weitere 95 Millionen Euro für Flutschäden
Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Pressemitteilung Nr. 178/03 23. Mai 2003
Bund weist Sachsen und Sachsen-Anhalt weitere 95 Millionen Euro für
flutgeschädigte Wohngebäude zu
Der Freistaat Sachsen und das Land Sachsen-Anhalt haben aus dem nach
der Hochwasserkatastrophe im Sommer 2002 geschaffenen Solidarfonds
"Aufbauhilfe" nochmals rund 95 Millionen Euro Bundesmittel für den
Wiederaufbau von beschädigten oder zerstörten Wohngebäuden erhalten.
Der Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und
Wohnungswesen Tilo Braune teilte am Freitag in Berlin mit: "Damit
haben die beiden Länder mit den größten Flutschäden ihren Anteil von
rund 92 Prozent am Programm 'Aufbauhilfe Wohngebäude' voll
ausgeschöpft." Für Sachsen seien noch zusätzlich Mittel aus einem
anderen Programm umgeschichtet worden.
Sachsen und Sachsen-Anhalt stehen jetzt rund 279 Millionen Euro
Bundesmittel, zusammen mit den Landesmitteln insgesamt 558 Millionen
Euro, für die Beseitigung und Behebung von Hochwasserschäden an
Wohngebäuden zur Verfügung. Das Gesamtvolumen des Programms
"Aufbauhilfe Wohngebäude" beläuft sich derzeit auf 595 Millionen Euro.
Die anderen vom Augusthochwasser 2002 betroffenen Länder prüfen, ob
sie ebenfalls über den bereits angemeldeten Bedarf hinaus noch weitere
Mittel benötigen.
Damit auch noch nachfolgende Winterschäden an Wohngebäuden bei den
Antragstellungen berücksichtigt werden können, hatten Bund und Länder
den Antragsschluss für Hochwasserhilfen aus dem Solidarfonds
"Aufbauhilfe" für alle Programme auf das Frühjahr, spätestens den
31. Mai 2003 festgelegt. Ein Gesamtüberblick über den Mittelbedarf für
die Beseitigung der Flutschäden werde in den nächsten Wochen
vorliegen, kündigte Braune an.