Der Architekt Henry van de Velde
Eine Ausstellung beleuchtet vom 29. März bis zum 12. Mai 2013 die Architektur van de Veldes
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Am morgigen Donnerstag, den 28. März, wird um 15 Uhr die Ausstellung »Der Architekt Henry van de Velde« feierlich eröffnet. Die Schau der Bauhaus-Universität Weimar widmet sich dem architektonischen Gesamtkunstwerk des belgischen Künstlers und Baumeisters. Sie stellt alle Bauten und Entwürfe anhand von 270 Abbildungen und Kurztexten chronologisch vor. Zudem bietet sie durch virtuelle Rekonstruktionen auch Einblicke in nicht realisierte bzw. nicht mehr erhaltene Gebäude. Alle Visualisierungen sind im Rahmen von studentischen Projektarbeiten an der Fakultät Architektur entstanden.
Die Schau gliedert sich in zwei Teile: einen dokumentarischen und einen virtuellen: »Die Dokumentationsausstellung gibt einen Überblick über das architektonische Schaffen van de Veldes. Ein besonderes Anliegen ist uns dabei, das Spätwerk des Künstlers als originäre Eigenleistung der modernen Architektur aufzuzeigen«, betont Dr. Norbert Korrek, Kurator der Ausstellung. Die insgesamt 184 Projekte der Ausstellung werden entsprechend Van de Veldes geografischer Hauptwirkungsstätten und seiner stilistischen Zuordnung in vier Schaffensperioden präsentiert: die erste belgische Phase (1895-1900), die deutsche Phase (1902-1917), die niederländische Phase (1919-1926) sowie die zweite belgische Phase (1926-1947).
Sämtliche Projekte des virtuellen Teils sind innerhalb der vergangenen fünf Semester im Seminar »Henry van de Velde virtuell« an der Professur Darstellungsmethodik der Fakultät Architektur entstanden. Prof. Andreas Kästner, der die Seminare leitete, erläutert: »Die Studierenden haben ein Objekt ihrer Wahl mittels einer 3D-Software erarbeitet. Die besten 24 Arbeiten zeigen wir nun in einer Multi-Beamer-Präsentation. Das Spektrum reicht dabei vom nicht mehr erhaltenen Tennisclub in Chemnitz bis zum nie realisierten DuMont-Theater in Weimar. Innen- wie Außenansichten sind in einem Rundgang erlebbar.«
Ort der Jubiläumsausstellung ist das Hauptgebäude der heutigen Bauhaus-Universität Weimar, das zwischen 1904 und 1911 als Ateliergebäude der ehemaligen Großherzoglichen Kunstschule nach Entwürfen Van de Veldes errichtet wurde und seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Insgesamt haben 61 Studierende aus 13 Ländern an der Ausstellung mitgewirkt.
Eckdaten zur Ausstellung:
Hauptgebäude der Bauhaus-Universität Weimar, Geschwister-Scholl-Straße 8
29. März bis 12. Mai 2013, täglich von 10 bis 18 Uhr, Eintritt frei
Wenige Tage nach der Ausstellungseröffnung beginnt das 12. Internationale Bauhaus-Kolloquium. Experten und Nachwuchswissenschaftler kommen vom 4. bis 7. April 2013 für Vorträge und Workshops an der Bauhaus-Universität Weimar zusammen. Die Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer befassen sich mit Van de Veldes Idee des Gesamtkunstwerkes und diskutieren in diesem Kontext seine Bedeutung für die zeitgenössische Architektur.
Alle Informationen zu den Aktivitäten der Bauhaus-Universität Weimar im Jubiläumsjahr: www.uni-weimar.de/vandevelde2013