Gartenstädte heute – Sanierung, Pflege, Schönheit
Rückblick auf den Kongress der Heimstätten-Genossenschaft Jena e. G.
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In der neu sanierten Villa Rosenthal in Jena stellten sich Referenten und Teilnehmer unter anderem der Frage, ob die Gartenstadtidee von einst eine Zukunft hat.
War es das ursprüngliche Ziel der Gartenstadt, gesunde Wohnverhältnisse in naturnaher Umgebung zu schaffen und brachte das genossenschaftliche Wohnen vor allem wirtschaftliche und soziale Sicherheit, so haben sich die Zeichen der Zeit gewandelt. Künftigen Herausforderungen wie Klimaschutz und demographischer Wandel, die Integration der Generationen, der Wunsch nach flexibler Nutzung und der Trend zur Individualisierung gelte es, Rechnung zu tragen, sagte Stadtarchitekt Dr. Matthias Lerm. Seinen Vortrag beendete er mit dieser These: Die Gartenstadt sei nur dann ein zukunftsfähiges Modell, „wenn sie ein Mindestmaß an Urbanität, also den Kern der Idee der Gartenstadt, verwirklicht“.
Zu den Referenten zählten weiterhin Sabine Hemberger, Heimstätten-Genossenschaft Jena e. G., Prof. Dr. Gerlinde Krause, Fachhochschule Erfurt, Ulf Pleines, Bauhaus-Universität Weimar, sowie Frank Otto, Otto Architekten BDA, Jena. Die Moderation übernahm Wolfram Stock, stock + partner, Jena.
Björn Radermacher