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Generationengerechtes Bauen im ländlichen Raum

Pressemitteilung 12.10.2020

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Generationengerechtes Bauen im ländlichen Raum, Bild: Eric Jentzsch

Fachtagung zu Inklusion und Barrierefreiheit im dörflichen und kleinstädtischen Kontext lädt nach Apolda ein

Die inklusive Gestaltung des öffentlichen Raumes trägt in hohem Maße zur Identifikation mit dem gebauten Lebensumfeld bei. Wie aber lässt sich Barrierefreiheit auch im ländlich geprägten Raum baulich und qualitätvoll realisieren? Antworten auf diese Frage erhalten die Teilnehmenden der Fachtagung „Generationengerechtes Bauen im ländlichen Raum“, die am 13. Oktober in der Stadthalle Apolda stattfindet und auch per Livestream online verfolgt werden kann.

Vor Ort diskutieren namhafte Experten zu den Chancen kreativer und zielführender barrierefreier Lösungen im dörflichen und kleinstädtischen Kontext. Bauliche und strukturelle Herausforderungen bei der Planung zeigt die Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer, Christine Degenhart, in einem Impulsvortrag auf. Die Präsentationen gelungener Beispiele aus der Praxis – wie die des Bahnhofsumfelds in Zella-Mehlis durch Bürgermeister Richard Rossel – sollen zum Nachahmen anregen. Abgerundet wird das Programm mit der Vorstellung institutionalisierter Beratungsangebote und finanzieller Fördermöglichkeiten.

Der Thüringer Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Joachim Leibiger, erklärt: „Behinderung findet mitten in der Gesellschaft statt und muss da auch besprochen werden. Gut Wohnen und Leben sind dabei Kernpunkte der Inklusion. Ich freue mich, dass es uns gemeinsam mit der Architektenkammer Thüringen und dem Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie heute gelungen ist, Fachleute aus ganz Deutschland zum Thema generationengerechtes Bauen hier in Apolda zu versammeln. Zugleich hoffe ich, dass wir mit dieser Tagung verstärkt Entscheider auf kommunaler Ebene für die Möglichkeiten und Chancen des generationengerechten Bauens sensibilisieren können. Die von uns geforderte Landesfachstelle für Barrierefreiheit könnte auch hier einen wichtigen Beitrag zur Beratung und Umsetzung leisten."

Der Präsident der Architektenkammer Thüringen, Dr.-Ing Hans-Gerd Schmidt, weist auf die wachsende Bedeutung des barrierefreien Planens und Bauens im ländlichen Raum hin: „Gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Landesteilen zu sichern, ist ein zentrales Anliegen der Landespolitik. Dabei kommt der inklusiven Gestaltung eine wichtige Rolle zu. Es gilt, sowohl die Bauherren für die bauliche Umsetzung der Inklusionsziele zu gewinnen als auch angemessene Lösungsansätze zu formulieren. Architekten und Stadtplaner sind gefordert, ihre ganze Kreativität und technische Expertise einzubringen.“

Pandemiebedingt ist die Fachtagung auf hundert Teilnehmende begrenzt. Aufgrund der hohen Anmeldezahlen im Vorfeld kann sie auch als Livestream verfolgt werden. Die Veranstaltung richtet sich an Entscheidungsträger von Kommunen und Landkreisen sowie Bauaufsichts- und Verwaltungsbehörden, an Bauherren und alle am Bau Beteiligten, an Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung, an Beauftragte und Verbände für Menschen mit Behinderungen wie auch an Architektinnen und Architekten aller Fachrichtungen, an Stadtplanerinnen und Stadtplaner sowie an Ingenieurinnen und Ingenieure.

Veranstalter ist der Thüringer Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Joachim Leibiger, gemeinsam mit der Architektenkammer Thüringen, dem Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie sowie den Architektenkammern Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Detailliertes Programm, weitere Informationen und Livestream:
www.architekten-thueringen.de/inklusivgestalten/

Kontakt

Dipl.-Kulturwiss. (Medien) Björn Radermacher
Telefon: (0361) 210 5020
radermacher@architekten-thueringen.de

veröffentlicht am 12.10.2020 von Björn Radermacher · Rubrik(en): News, Berufspolitik/ Kammerarbeit, Pressemitteilungen

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