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Hotelneubau am Gothaer Platz in Erfurt

Ergebnis des hochbaulichen Realisierungswettbewerbs

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1. Preis: RohdeCan Architekten, Dresden, Bild: RohdeCan

Aufbauend auf dem städtebaulichen Rahmenplan beabsichtigt die Erfurt GP1 Verwaltungsgesellschaft mbH aus München als Ausloberin am Gothaer Platz in Erfurt ein Gebäudeensemble mit einer untergelagerten Tiefgarage zu errichten. Der repräsentative Gebäudebereich mit seiner städtebaulichen Dominante ist dabei für eine Hotelnutzung mit integriertem Lebensmittelmarkt sowie Büros vorgesehen. Die Büroflächen im Hochpunkt des Gebäudes sollen für die zukünftige Vermarktung eine größtmögliche Flexibilität bieten.

An dem nichtoffenen Realisierungswettbewerb waren Architektinnen und Architekten teilnahmeberechtigt, zehn Arbeiten wurden zum Wettbewerb zugelassen. Als Wettbewerbssumme, welche sich aus Aufwandsentschädigungen und Preisgeldern zusammensetzt, standen insgesamt 148.000 Euro (netto) zur Verfügung. Das Preisgericht unter Vorsitz des Münchener Architekten Amandus Samsoe Sattler kürte den Entwurf des Dresdner Büros RohdeCan Architekten mit dem ersten Preis.

Ergebnis

  • 1. Preis (49.000 Euro):
    RohdeCan Architekten, Dresden
  • 2. Preis (29.400 Euro):
    DFZ Architekten, Hamburg
  • 3. Preis (19.600 Euro):
    Max Dudler, Berlin

Aus der Beurteilung des Preisgerichts zum 1. Preis

„Die Arbeit überzeugt auf Anhieb mit einer stimmigen Baukörpergliederung und einem selbstverständlichen Umgang mit dem nicht einfachen städtebaulichen Umfeld. Der steinerne Turm markiert das Eingangstor in die Erfurter Altstadt und stellt mit dem südlich angrenzenden Bettenhaus entlang des Stadtrings die bislang fehlende Stadtkarte wieder her. Richtung Innenstadt vermittelt ein eleganter Stadtbalkon, der sich aus der großzügigen Hotellobby heraus entwickelt, zu dem benachbarten Bürogebäude und dem rückwärtigen Grünen Belvedere. Die sorgfältig austarierte Architektursprache nimmt dezent Bezug zu den früheren Fabrikgebäuden und erinnert auch an Loft- und Kreativnutzungen. Der helle zweigeschossige Sockel und die punktuelle Arkadierungen setzen einen großstädtischen Akzent und schaffen gut gelungene Zugänge zu den einzelnen Nutzungen. (…) Positiv wird unter Nachhaltigkeitsaspekt die realistisch machbare Holzelementbauweise in den Hotelbereichen bewertet. (…) Insgesamt ein hervorragender maßgeschneideter Beitrag, der nach Überzeugung der Jury die Auslobung fast idealtypisch mit einem sehr qualitätsvollen Beitrag erfüllt.“

veröffentlicht am 17.11.2020 von Björn Radermacher · Rubrik(en): News, Wettbewerbe nach RPW - Ergebnisse

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