Klimawandelfolgen in Thüringen
Monitoringbericht 2017
1 Bild vergrößern
Das erste Klimafolgenmonitoring für Thüringen wurde von der Interministeriellen Arbeitsgruppe Klimaanpassung/Klimafolgenmonitoring auf Grundlage des Integrierten Maßnahmenprogramms zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels im Freistaat Thüringen (IMPAKT) erarbeitet.
Das Klimafolgenmonitoring ist ein Element des in Abstimmung befindlichen Thüringer Klimagesetzes und ein Baustein des Integrierten Maßnahmenprogramms zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Einerseits wird die Entwicklung des beobachteten Klimawandels dargestellt, andererseits dient es der Überprüfung des tatsächlichen Eintretens der erwarteten Klimafolgen in den einzelnen Handlungsbereichen wie menschliche Gesundheit, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Boden, Wasser etc.
Mit dem Monitoring wird eine erste fundierte, ganzheitliche Berichterstattung zum Klimawandel in Thüringen gewährleistet und die tatsächlichen Veränderungen in Folge der Erderwärmung erfasst und quantifizierbar gemacht. Das Monitoring wird alle fünf Jahre aktualisiert und fortgeschrieben.
Ausgewählte Ergebnisse des beobachteten Klimawandels im Monitoringbericht 2017 „Klimawandelfolgen in Thüringen“:
- Seit Beginn der Messungen im Jahr 1881 hat sich in Thüringen die Jahresmitteltemperatur mit einem signifikanten Trend erhöht.
- Das 30-jährige Flächenmittel der durchschnittlichen Jahrestemperatur ist von 7,2 Grad Celsius (1881-1910) auf 8,5 Grad Celsius (1986-2015) gestiegen.
- 2014 war mit einer Durchschnittstemperatur von 9,8 Grad Celsius das bisher wärmste Jahr seit 1881.
- Signifikante Abnahme der Frost- und Eistage.
- Signifikante Zunahme der Sommertage und heißen Tage.
- Zunahme von Extremereignissen wie Starkniederschläge, Gewitter und Hagelereignisse sowie Trockenperioden. Das Thüringer Becken und vor allem der Osten Thüringens werden zunehmend von trockenen Phasen, vor allem in der Wachstumsphase, betroffen sein.
- Jahresniederschlagssumme ändert sich in Thüringen kaum, aber: regional und saisonal bis zu einem Drittel Veränderung: trockenere Sommer, nassere Winter.
- Der Winter wird die Jahreszeit mit den größten Veränderungen sein. Am Ende des Jahrhunderts wird er den Sommer als niederschlagsreichste Zeit abgelöst haben. Dabei werden Frost und Eistage abnehmen – das bedeutet weniger Niederschlag in Form von Schnee.
Den Bericht „Klimawandelfolgen in Thüringen“ können Sie in der Publikationsdatenbank des Freistaates Thüringen unter folgenden Link einsehen: http://www.thueringen.de/apps/publikationen/?filterhaus=9