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Nachruf Frank Möbius

Landschaftsarchitekt Frank Möbius starb nach vollendetem 64. Lebensjahr am 11. Juni 2008 in Erfurt.

Mit seiner Lebensleistung als Landschaftsarchitekt hat er bleibende Spuren hinterlassen. Sein unermüdliches Bemühen galt der Friedhofskultur. Er setzte sich beharrlich für eine einfache und zugleich erhabene Friedhofskultur ein, die jeder verstehen konnte und der nichts Düsteres anhaftete.

Ausgewählte Stationen seines Wirkens:
Mit einem umfassenden Projekt der Untersuchungen von Friedhöfen des damaligen Bezirks Suhl erkannte Frank Möbius die Dringlichkeit einer praxisnahen Friedhofsgestaltung. Im Auftrag des Instituts für Kommunalwirtschaft Dresden konnte er an zentraler Stelle der Friedhofskultur in der DDR ein fachliches Fundament geben.
Schon seit 1970 pflegte Frank Möbius intensiven Kontakt zu Steinmetzgruppen und rief in Bad Salzungen die Steinmetz- und Gärtnertage ins Leben. Er warb leidenschaftlich für eine enge Zusammenarbeit zwischen Stein-metzen und Friedhofsgärtnern, gab sein umfangreiches Wissen in Seminaren für Friedhofsverwalter weiter.
Frank Möbius gründete und leitete nach 1990 in der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. (AFD) die Landesarbeitsgruppe Thüringen. Es entstanden Friedhofsprojekte und Friedhofsentwicklungskonzepte, die in wesentlichen Teilen auf Friedhöfen u.a. in Arnstadt, Leinefelde, Saalfeld und Dessau verwirklicht wurden. Sein besonderes Anliegen: Die Grabmalgestaltung als wesentlicher Teil der Friedhofsgestaltung wirksam werden zu lassen. Hierzu organisierte er zahlreiche Mustergrabmalausstellungen.
In Erfurt plante Frank Möbius öffentliche Freiflächen, wie Kaisersaal, Wohnumfeld Johannesplatz und Geraer Straße.

Frank Möbius hat sich Zeit seines Lebens für die Allgemeinheit eingesetzt, hat keine Zeit und Mühe gescheut, Friedhofskultur nicht nur zu erläutern, sondern vor allem zu verwirklichen. Dieses Ringen um gute Lösungen kostet Mut und Kraft, und nicht selten konnten sie mit Kompromissen verwirklicht werden. Sein Credo: „Es gibt erfülltes Leben trotz vieler unerfüllter Wünsche.“

Dr. Hans Keller, Landschaftsarchitekt a.D., Weimar
Anmerkung: Beitrag redaktionell gekürzt

veröffentlicht am 26.08.2008 von Birgit Kohlhaas · Rubrik(en): News

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