Sinkende Umsätze im Thüringer Bauhauptgewerbe
THÜRINGER LANDESAMT FÜR STATISTIK Pressemitteilung 157/2003
Das Thüringer Bauhauptgewerbe im März und von Januar bis März 2003 im Vergleich
Im Vergleich der ersten drei Monate 2003 zu 2002 sanken sowohl im Thüringer Bau-hauptgewerbe als auch in den neuen Bundesländern und in Deutschland die Umsätze, die Zahl der Beschäftigten und der geleisteten Arbeitsstunden. Beeinflusst durch den deutlicheren Rückgang der Beschäftigtenzahlen im Vergleich zum Umsatz stieg die Umsatzproduktivität in Thüringen. In den neuen Bundesländern stagnierte sie und in Deutschland sank der Umsatz je Beschäftigten.
Von Januar bis März 2003 verringerte sich nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik der Umsatz in den Betrieben des Thüringer Bauhauptgewerbes mit 16,6 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum 2002 nur unwesentlich langsamer als in den neuen Bundesländern, jedoch schneller als im Vergleich zu Deutschland.
Mit einem Rückgang der Beschäftigtenzahlen um über ein Fünftel lag Thüringen im Durch-schnitt der Monate Januar bis März 2003 über dem rückläufigen Ergebnis der neuen Bun-desländer. In Deutschland ging die Beschäftigtenzahl um etwa die Hälfte geringer zurück als in Thüringen.
Auch bei den geleisteten Arbeitsstunden wurde für Thüringen ein Rückgang um über ein Fünftel festgestellt. In den neuen Bundesländern war dieser jedoch höher. In Deutschland sank die Zahl der geleisteten Arbeiterstunden geringfügiger.
Für Thüringen wurde ein Anstieg des Umsatzes je Beschäftigten um 4,6 Prozent ermittelt. In den neuen Bundesländern gab es nahezu keine Veränderung und in Deutschland sank die Umsatzproduktivität.
Die Umsatzproduktivität Thüringens in Höhe von 16 223 Euro je Beschäftigten lag um 7,5 Prozent unter der der neuen Bundesländer und um knapp ein Viertel unter dem Umsatz je Beschäftigten in Deutschland.
Im März 2003 fiel in den Thüringer Betrieben des Bauhauptgewerbes1) der Umsatzrückgang mit 13,7 Prozent im Vergleich zum März 2002 höher als im Durchschnitt der neuen Bundes-länder und Deutschlands aus.
Die Zahl der Beschäftigten sank in Thüringen im Vergleich zum März 2002 um 17,3 Prozent und damit deutlicher als in den neuen Bundesländern und in Deutschland.
Die Umsatzproduktivität (absolut) lag in Thüringen im März 2003 mit 6 756 Euro unter dem Umsatz je Beschäftigtem der neuen Bundesländer und Deutschlands.
Im Vergleich zum März 2002 gab es in Thüringen einen Anstieg des Umsatzes je Beschäf-tigten, der jedoch geringer ausfiel als in Deutschland und in den neuen Bundesländern.
Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden ging in Thüringen mit 10,7 Prozent im Vergleich mit den neuen Bundesländern geringer und gegenüber Deutschland etwas schneller zurück.
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1) Zur Entlastung kleinerer Betriebe werden monatlich nur die Betriebe von Unternehmen mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten des Bauhauptgewerbes befragt.