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Stadtumbau-Gelder für Leipzigs Olympia Kandidatur

Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Pressemitteilung Nr. 198/03 3. Juni 2003

Weitere Informationen zum Stadtumbau Ost finden Sie hier

Stolpe: Bundesmittel für den Stadtumbau helfen Leipzig bei der
Kandidatur für die Olympiade


"Der vom Bund geförderte Stadtumbau läuft in Leipzig hervorragend an.
Das schafft gute Aussichten für die Kandidatur zu den Olympischen
Sommerspielen 2012." Das erklärte der Bundesminister für Verkehr, Bau-
und Wohnungswesen Dr. Manfred Stolpe heute in Leipzig. Auf Einladung
des Leipziger Oberbürgermeisters Wolfgang Tiefensee informierte sich
der Minister bei einer Stadtrundfahrt durch den Westen Leipzigs und
bei einem anschließenden Gespräch mit Akteuren in Grünau über die
Ansätze der Stadterneuerung und den Stand des Stadtumbaus. "Ich bin
beeindruckt, wie positiv sich das Erscheinungsbild der Stadt seit 1990
entwickelt hat. Die Leipziger können stolz auf ihre Stadt sein. Die
Messestadt ist schon heute ein ausgezeichneter Standort für die
Olympiade", betonte Stolpe.

Es freue ihn, so Stolpe weiter, dass der Bund mit seinen Finanzhilfen
zur Städtebauförderung in Höhe von 133 Millionen Euro, die seit 1990
nach Leipzig geflossen sind, zu der erfolgreichen Stadtentwicklung
beigetragen habe. Für den Stadtumbau Ost seien Leipzig bereits im
ersten Programmjahr 2002 über 9,7 Millionen Euro an Bundesmitteln
bewilligt worden. Der Bund werde auch künftig die Entwicklung Leipzigs
unterstützen, jetzt zusätzlich in Hinblick auf die Olympiade.

Stolpe hob hervor, dass Leipzig schon immer eine Vorreiterrolle in den
neuen Bundesländern gespielt habe. Das treffe auch auf den offenen
Umgang mit dem Leerstand von Wohnungen zu, der sich insbesondere in
der Plattenbausiedlung Grünau zeige. Der Besuch habe gezeigt, dass das
neue Programm "Stadtumbau Ost", das der Bund für die Jahre 2002 bis
2009 aufgelegt hat, in Leipzig zügig und effektiv anlaufe. Dass es in
der Anfangsphase auch Hemmnisse zu überwinden gelte, sei ganz
natürlich. Der Bund nutze die neue Verwaltungsvereinbarung 2003, um
Hindernisse abzubauen, die sich im Anlaufjahr 2002 in der Praxis
ergeben haben.

Um sich über den Stadtumbau weiter zu informieren, beabsichtigt
Bundesminister Stolpe, in den kommenden Monaten noch andere Städte zu
besuchen und dort mit den Praktikern zu sprechen. Stolpe erklärte:
"Dabei werde ich auch ein offenes Ohr für alle Hinweise darauf haben,
wo es jetzt immer noch hakt. Wir sehen im Stadtumbau Ost ein lernendes
Programm. Deshalb sind wir zu weiteren Verbesserungen bereit, wenn sie
erforderlich sein sollten. Darüber hinaus ergreifen wir folgende
Initiativen:

* Wir haben in den letzten Wochen eine Rundfrage bei geförderten
Städten durchgeführt und gefragt, wie sie vorankommen.
* Wir werden dies in den kommenden Wochen durch eine Umfrage bei
den Wohnungsunternehmen ergänzen.
* Wir werden verschiedene Veranstaltungen durchführen, vor allem
mit der Wohnungswirtschaft.
Höhepunkt wird ein Fachkongress im Spätherbst sein. Dort wollen
wir mit den Praktikern die Erfahrungen austauschen und darüber
beraten, welche weiteren Verbesserungen in der
Verwaltungsvereinbarung 2004 angezeigt sind."

Stolpe hielt als Fazit fest, dass sich die Bundesregierung mit großer
Kraft für den Stadtumbau Ost engagiere. Ein wirklicher Erfolg sei dem
Programm aber nur beschieden, wenn alle Beteiligten an einem Strang
ziehen. Deshalb sei er froh, dass dies in Leipzig schon jetzt so gut
anlaufe.



veröffentlicht am 03.06.2003 von Susann Weber · Rubrik(en): News, Berufspolitik / Kammerarbeit

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