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Stolpe: Reform der HOAI ist notwendig

Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Pressemitteilung Nr. 190/03 30. Mai 2003

Stolpe: Reform der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure ist
notwendig


"Der Reformbedarf der HOAI (Honorarordnung für Ingenieure und
Architekten) wird von den Architekten- und Ingenieurskammern immer
deutlicher formuliert. Ich begrüße dies ausdrücklich und bestärke Sie,
den Novellierungsbedarf des jetzigen Regelwerks klar und deutlich
anzusprechen und daran mitzuarbeiten, Schwachstellen zu beheben." Das
sagte der Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen
Dr. Manfred Stolpe auf dem Baumeistertag des Bundes Deutscher
Baumeister, Architekten und Ingenieure. Der Minister wies darauf hin,
dass die Kritik an der bestehenden HOAI darauf ziele, dass sie zu
wenig transparent sei und zu wenig Verbraucherschutz enthalte. Zudem
müsse ein neues Regelwerk Anreize zur Senkung der Baukosten enthalten.
"Sie, die planenden Berufe, die Architekten, Ingenieure und Planer
müssen nun rasch überzeugende Konzepte entwickeln. Das ist für mich
die politische Messlatte, zu der wir gemeinsam stehen können. Deshalb
setze ich mich persönlich für eine sachliche Diskussion der
anstehenden Reformpunkte ein", sagte der Minister.

Stolpe hob hervor, dass es darum gehe, die Zukunftsfähigkeit der
Bauwirtschaft insgesamt zu sichern. So sei mit den Bauspitzenverbänden
ein gemeinsames Arbeitsprogramm entwickelt worden. Unter anderem
sollen "public-private-partnership-Modelle" vorangebracht werden. Das
Interesse von alternativen Lösungen für die Finanzierung von
staatlichen Investitionen wachse ganz allgemein. Was jetzt schon
konsequent im Fernstraßenbau gemacht werde, solle auch auf den
öffentlichen Hochbau ausgeweitet werden, erklärte der Minister.

Die illegale Beschäftigung in der Bauwirtschaft müsse noch wirksamer
bekämpft werden, denn Schwarzarbeit sei unsolidarisch und verursache
großen volkswirtschaftlichen Schaden. Schließlich müsse der
Bürokratieabbau beschleunigt werden. Stolpe: "Die Steuerzahler
erwarten von uns transparenten und effizienten Umgang mit ihren
Geldern. Deswegen werden wir das Planungs- und Genehmigungsverfahren
modernisieren. Und wir wollen das Vergaberecht auf
Innovationspotentiale und Wirksamkeit prüfen."



veröffentlicht am 30.05.2003 von Susann Weber · Rubrik(en): News, Berufspolitik / Kammerarbeit

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