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Zukunft Zentrum – Städtische Wohnformen in Mühlhausen

Diplomarbeit von Christian Thümmler, Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Architektur, Professur Entwerfen und Siedlungsbau WS 2005/06

Anstoß der Diplomarbeit »Zukunft Zentrum – Städtische Wohnformen in Mühlhausen« an der Professur Entwerfen und Siedlungsbau (Prof. Hilde Barz-Malfatti) der Fakultät Architektur, BUW war die seit 2002 durch das Thüringer Ministerium für Bau und Verkehr geförderte Initiative »Genial Zentral – Unser Haus in der Stadt«. Als eine der 14 Projektgemeinden der Initiative, die Wohneigentum in zentralen Defizitbereichen der Thüringer Innenstädte fördert, weist Mühlhausen das Quartier Allerheiligengasse/ Meißnersgasse als Wettbewerbsgebiet aus. Die nach eigenen Recherchen wesentlich brisantere Fläche in der historischen Altstadt von Mühlhausen stellt jedoch das Entenbühl dar. Momentan ist diese ca. 1 ha große Fläche im Blockinneren komplett als Parkplatz genutzt. Für beide Quartiere wurden mit der Arbeit städtebauliche Lösungsansätze entwickelt. Auf dem von der Stadt Mühlhausen ausgewiesenem »Genial Zentral-Gebiet« wurde ein Schülerwohnheim für die Schüler der unmittelbar angrenzenden Johann-August-Röbling Berufsschule geplant. Für den Bereich des Entenbühls wird eine städtischen Siedlung von 16 eigentumsfähigen Häusern mit Wohnflächen von 130qm bis 177qm, sowie ein Angebot an seniorengerechtem, barrierefreiem Service-Wohnen vorgeschlagen. Das Hauptaugenmerk der Arbeit richtete sich dabei auf die aus sechs nachbarschaftlichen Einheiten bestehende Siedlung. Die Einheiten bestehen aus bis zu drei unterschiedlichen Haustypen (Winkelhaus, Langhaus I und Langhaus II), die einen gemeinsamen Wohnhof bilden. Dieser zentrale Entwurfsansatz ermöglicht die Entwicklung einer dem historischen Zentrum angemessenen städtischen Dichte sowie eine logische Adressierung der neu konzipierten Wohngebäude. Ein »Stadthaus« im Süd-Osten des Planungsgebiets verankert die Siedlung in der historischen Blockrandbauung. Als Kern der Siedlung bietet der Anger für alle Bewohner ein Angebot an Kommunikations- und Aufenthaltsfläche. Jedes Wohngebäude besitzt eine Dachterrasse, einen eigenen nach Süden gerichteten Garten sowie einen dem Wohnhof zugeordneten Stellplatz. Die Siedlung ist durch zwei Spielstraßen von Westen (Zöllnersgasse) erschlossen.

Die Diplomarbeit versucht auf der Grundlage der aktuellen demographischen Entwicklung und den gegenwärtigen Tendenzen der Stadtentwicklung in Thüringen ein Angebot an hochwertigem innerstädtischem Wohnraum zu formulieren und für das Mittelzentrum Mühlhausen zukunftsfähige innerstädtische Nutzungskonzepte zu entwickeln.

Infos Prof. Hilde Barz-Malfatti, Bauhaus-Universität Weimar

veröffentlicht am 05.06.2006 von Birgit Kohlhaas · Rubrik(en): Forschung und Lehre, News

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