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100. Bundeskammerversammlung in Berlin: Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Architektenkammer Thüringen mit drei Delegierten bei der Jubiläumstagung der Bundesarchitektenkammer

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Zur Eröffnung tagte der BAK-Vorstand am 17. September 2026 in der zu einer modernen Kulturkirche umgebauten St.-Elisabeth-Kirche (entworfen von Karl Friedrich Schinkel) in Berlin-Mitte, Bild: AKT

Am 18. und 19. September 2026 tagte in Berlin die 100. Bundeskammerversammlung (BKV) der Bundesarchitektenkammer (BAK). Für die Architektenkammer Thüringen nahmen Präsidentin Ines M. Jauck, die Vorstandsmitglieder Frieder Kreß und Katya Seydel sowie Geschäftsführer Björn Radermacher an der Jubiläumsveranstaltung teil.

Bereits im Vorfeld der Tagung kam der BAK-Vorstand in der zu einer modernen Kulturkirche umgebauten St.-Elisabeth-Kirche (entworfen von Karl Friedrich Schinkel) zusammen. Ein Delegiertenabend bot zudem Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung mit Kolleginnen und Kollegen aus den Architektenkammern der Länder.

Unter der Leitung des BAK-Präsidiums mit Andrea Gebhard, Evelin Lux, Wiebke Ahues und Stephan Weber standen aktuelle bau- und berufspolitische Herausforderungen im Mittelpunkt der BKV. Die Delegierten diskutierten konkrete Ansätze für die weitere Entwicklung des Berufsstandes und befassten sich zugleich mit der Rolle der Architektenkammern in einer demokratischen Gesellschaft: Als Körperschaften des öffentlichen Rechts und berufsständische Interessenvertretungen kommt den Kammern dabei eine besondere Verantwortung zu. Im Rahmen der 100. BKV wurde die Bedeutung eines klaren Eintretens für demokratische und rechtsstaatliche Grundsätze hervorgehoben. Einen wichtigen Impuls hierzu gab Dr. Martin Kraushaar, Hauptgeschäftsführer der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen, mit seiner Einordnung der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen.

Für den direkten Austausch mit der Bundespolitik sorgte das Gespräch von BAK-Präsidentin Andrea Gebhard mit Dr. Olaf Joachim, Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB).

Mit der Nachfolge in Architektur- und Planungsbüros widmete sich die BKV zudem einer zentralen Zukunftsfrage des Berufsstandes. In einer von Eva Maria Herrmann (Redaktionsleiterin DAB) moderierten Gesprächsrunde stellten Vera Hartmann (Sauerbruch Hutton), Andrea Gebhard, Dr. Stefan Nixdorf (BKW Engineering) und Andreas Preißing (Dr.-Ing. Preißing AG) unterschiedliche Modelle der Büroübergabe vor und sprachen offen über die damit verbundenen Herausforderungen. Gerade vor dem Hintergrund des Generationenwechsels in vielen Büros gewinnt die Frage an Bedeutung, wie Kontinuität, wirtschaftliche Stabilität und die Motivation der nachfolgenden Generationen miteinander verbunden werden können.

Die 100. Bundeskammerversammlung hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig der gemeinsame Austausch und die Zusammenarbeit innerhalb der deutschen Architektenschaft sind. Viele Eindrücke, neue Kontakte und Impulse für die Arbeit der Architektenkammer Thüringen gehen aus den zwei intensiven Tagen in Berlin mit nach Thüringen.

veröffentlicht am 22.09.2026 von Björn Radermacher · Rubrik(en): News, Berufspolitik / Kammerarbeit

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