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Bauhaus-Akademie zieht nach Schloss Ettersburg bei Weimar

Auswertung Festakt vom 25. August 2005

Mit einem symbolischen Festakt wurde die Geschichte des Thüringer Schlosses Ettersburg bei Weimar am 25. August fortgeschrieben. Nach Jahrzehnten des Verfalls und der Ungewissheit über die Zukunft des Schlosses konnte eine neue Bestimmung für den Ort gefunden werden. Das Schloss Ettersburg gehört zum klassischen Erbe Weimars und steht auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Nach einer 2-jährigen Sanierung sollen ab 2008 dort die Bauhaus Akademie und das Institut für Stadtumbau und Infrastrukturentwicklung ihren Sitz nehmen. Die Sanierung beläuft sich auf etwa 12 Mio. Euro, welche mit Mitteln der Europäischen Union und des Freistaates Thüringen unterstützt wird. Schloss Ettersburg soll künftig Fortbildungsstätte von Fach- und Führungskräften für die europäische Bauwirtschaft sein.

Betreiber ist das Bildungswerk-Bau Hessen-Thüringen e. V. als gemeinnütziger Verein der Bauwirtschaft. Die einmalige Chance zur Sanierung des Schlosses mit dem Angebot für eine sinnvolle zukunftsweisende Nutzung ergriffen der Freistaat Thüringen, insbesondere das Thüringer Ministerium für Bau und Verkehr, und das Bildungswerk Bau Hessen-Thüringen e. V. in einer einzigartig schnellen Realisierung von der Idee bis zur Nutzungsübertragung des Schlosses aus der Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlung auf das hessisch-thüringische Bildungswerk. Die Abwicklung dieses Prozesses zeigt positiv die Chancen für langfristige Public Private Partnerships in Thüringen auf.

Zur Unterstützung des Bildungswerkes mit der Einrichtung eine Bauhaus-Akademie gründete sich ein Förderverein, an dem sich auch die Architektenkammer Thüringen und die StiftungBaukultur beteiligt haben.

Auf der Eröffnungsveranstaltung verwies auch Vorstandsvorsitzender Helmut Kirchner vom Bauindustrieverband Hessen-Thüringen e. V. auf die Zukunft und erhofft sich mit der Sanierung des Schlosses und der Akademie ein Zeichen zu setzen gegen die Depression am Bau. Thüringens Regierungschef Ministerpräsident Dieter Althaus war bei der Gründung des Fördervereins von der Idee überzeugt und erwartet, dass von Weimar aus erneut Impulse für das Bauwesen und die Stadtentwicklung ausgehen werden.

Michael Beier, Geschäftsführer

veröffentlicht am 12.10.2005 von Birgit Kohlhaas · Rubrik(en): News

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