Braune: Die Platte ist besser als ihr Ruf und findet neue Aufgabe
Pressemitteilung Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Nr. 244/2005 vom 13.07.2005
"Wiederverwendung von gebrauchten Plattenteilen"; Besichtigungstermin von Staatssekretär Tilo Braune am 13. Juli 2005 im brandenburgischen Mehrow
Gebrauchte Plattenbauteile aus DDR-Produktion, die beim schonenden Rückbau im Rahmen des Stadtumbau Ost gewonnen werden, sind weiterverwendbar. Bautechnisch betrachtet sind sie von hoher Qualität und ihre Lebenszeit ist noch lange nicht abgelaufen. Das erläuterte heute der Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Tilo Braune am Mittwoch in Mehrow. Dort hat das Institut für Erhaltung und Modernisierung von Bauwerken der TU Berlin in Zusammenarbeit mit einem privaten Architekturbüro beim Bau eines Einfamilienhauses die Weiterverwendbarkeit gebrauchter Plattenteile nachgewiesen. "Diese Vorgehensweise ist ressourcenschonend und passt hervorragend in die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung", hob Braune hervor.
Der Staatssekretär wies darauf hin, dass beim Hausbau mit Plattenbauteilen Kostenvorteile von rund 20 Prozent entstünden. Dies bedeute neben der ökologischen vor allem eine finanzielle Entlastung des Bauherren. Damit würde das Bauen auch für Menschen erschwinglich, die bisher aus finanziellen Gründen nicht daran denken konnten. Es sei daher wünschenswert, wenn sich die finanzierenden Bausparkassen und Hypothekenbanken dieser Bauweise annähmen und die Medien dies einer breiteren Öffentlichkeit vermitteln könnten.
Braune : "Aus bautechnischer Sicht bestehen keine Bedenken gegen 'die Platte'. Sie ist weitaus besser als ihr Ruf."