Das Thüringer Bauhauptgewerbe von Januar bis Februar 2005
Pressemitteilung Thüringer Landesamt für Statistik Erfurt, 13. April 2005 - Nr. 123
Die in die monatliche statistische Berichterstattung einbezogenen größeren Betriebe des Thüringer Bauhauptgewerbes erhielten von Januar bis Februar 2005 weniger Aufträge als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Umsatz ging mit den eisigen Temperaturen ebenfalls zurück. Von der rückläufigen Umsatzentwicklung war besonders der Wohnungsbau betroffen. Die Zahl der Beschäftigten ging zurück und die Umsatzproduktivität stieg an.
Die größeren Betriebe1 des Thüringer Bauhauptgewerbes erzielten nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik von Januar bis Februar 2005 einen Umsatz in Höhe von 136 Millionen Euro. Eine schlechte Baukonjunktur und eisige Temperaturen - unter diesen Bedingungen läuft nicht mehr viel am Bau. Bei gleicher Zahl an Arbeitstagen, sank der Umsatz gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 14 Millionen Euro bzw. 9,4 Prozent.
In den einzelnen Bausparten zeigte sich beim baugewerblichen Umsatz für den Zeitraum Januar bis Februar 2005 ein differenziertes Bild: Den deutlichsten Umsatzrückgang erlitt der Wohnungsbau mit 31,3 Prozent, gefolgt vom gewerblichen Bau mit 11,3 Prozent und vom öffentlichen und Straßenbau mit 2,8 Prozent.
Von Januar bis Februar 2005 gingen in den Betrieben Aufträge in Höhe von 138 Millionen Euro ein. Das waren 8 Millionen Euro bzw. 5,6 Prozent weniger als in den ersten zwei Monaten 2004.
Dieser Rückgang ist auf eine Verringerung der wertmäßigen Nachfrage nach Bauleistungen beim Wohnungsbau (-33,9 Prozent) und beim gewerblichen Bau (-20,0 Prozent) zurückzuführen.
Beim öffentlichen und Straßenbau gingen 12,9 Prozent mehr Aufträge ein.
In den Thüringer Betrieben des Bauhauptgewerbes waren Ende Februar 13 336 Personen beschäftigt, 1 498 Personen bzw. 10,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
Die Produktivität im Thüringer Bauhauptgewerbe stieg von Januar bis Februar 2005 zum Vergleichzeitraum des Vorjahres um 67 Euro bzw. 0,7 Prozent auf 9 996 Euro Umsatz je Beschäftigten.
1) Betriebe von Unternehmen mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten
Vergleichsangaben für die neuen und alten Bundesländer liegen in ca. drei Wochen vor und werden dann veröffentlicht.