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Fachtagung "Industrie- und Gewerbebau in Mitteldeutschland"

Pressemitteilung von BetonMarketing Ost GmbH

BetonMarketing Ost GmbH
Ansprechpartner: Dipl.-Ing. Sabine Liermann
Dohnanyistraße 28/30, 04103 Leipzig
Fon: 0341/ 6 02 27 94
Fax: 0341/ 6 02 27 96
e-Mail: liermann@bmo-leipzig.de

Vorgestellt: BMW Werk und Porsche Werk Leipzig

Leipzig – Zwei Industrie- und Gewerbeobjekte standen im Mittelpunkt einer Fachtagung der BetonMarketing Ost am 8. Juli 2003 in Leipzig. Vorgestellt wurden die beiden Leipziger Werke von Porsche und BMW, die mit ihrer modernen und funktionalen Architektur beispielgeben sind.

"Die Anforderungen an Industrie- und Gewerbebauten sind äußerst vielschichtig und anspruchsvoll: unter anderem müssen verschiedene Stoff- und Energieströme entsprechend den Produktionsprozessen in die Gebäude eingebunden werden, Produktions- und Funktionsbereiche gegliedert und gestaltet und für die Beschäftigten möglichst optimale Arbeitsbedingungen geschaffen werden", so Dipl.-Ing. Rainer Janke, Geschäftsführer der BetonMarketing Ost. „Eine ehrgeizige Aufgabe für Architekten und Planer. Die beiden Leipziger Werksstandorte von Porsche und BMW zeigen jedoch, dass anspruchsvolle Architektur und Funktionalität keinen Widerspruch darstellen“, so Rainer Janke weiter.

Welchen Stellenwert der Industrie- und Gewerbebau mittlerweile für Bauwirtschaft und Architekten hat, zeigte u.a. der Wettbewerb für das Zentralgebäude im BMW Werk Leipzig. Etwa 250 Planungsbüros aus der ganzen Welt nahmen allein an diesem Wettbewerb teil.

Für das BMW Werk Leipzig sollte dabei unter der Prämisse "Stadt ins Werk" ein funktional, räumlich und architektonisch angemessenes Konzept integriert werden, in dem öffentliche Funktionen und Bereiche mit werksinternem Raum in ein Verhältnis treten. Die Lösung: Das Zentralgebäude, das nach Entwürfen von Zaha Hadid gebaut wird, verbindet auf einer Grundfläche von 297 m mal 93 m in drei Ebenen als Werksmittelpunkt die drei Hauptproduktionsbereiche Karosserierohbau, Lackiererei und Montage. Es vernetzt dabei als internes und externes Kommunikationszentrum die drei Technologien und fungiert zugleich als Eingangsgebäude zum Werk.

Einem anderen Aspekt der Architektur für Industrie- und Gewerbe widmete sich der Vortrag von Dipl.-Ing. Architekt Markus Pfisterer, von Gerkan, Marg und Partner, Berlin. Er referierte zum Thema: „Architektonische Gestaltung und Markenwelt – Das Kundenzentrum Porsche Werk Leipzig“.

Unter Berücksichtigung der Cooperated Identity des Automobilherstellers entstand in unmittelbarer Nähe des Flughafen Leipzig/Halle ein weithin sichtbares, markantes Gebäude, dass durch seine Multifunktionalität überzeugt. Der 32 Meter hohe "Diamant" beherbergt auf vier Ebenen die Fahrzeugabholung, Büro- und Werkstattbereiche einen Empfangsbereich, einen Shop, ein kleines Auditorium mit Vorstandsbereichen, Restaurant mit Frontcooking, einen Streckenleitstand für die Einfahr- und Prüfstrecke und das große Auditorium. Mit einer Fläche von 1.300 qm ohne Wände oder Stützen bietet das große Auditorium Platz für bis zu 500 Personen.
15.000 Kubikmeter Beton, zum großen Teil in Sichtbetonqualität, bilden die tragende Säule des Gebäudes. Der Betonbau steift dabei den angehängten Stahlbau so aus, dass trotz der radialen Geometrie auf Auskreuzungen zur Erzeugung der Torsionssteifigkeit verzichtet werden konnte.

Bei der abschließenden Besichtigung der BMW-Baustelle konnten sich die Teilnehmer der Veranstaltung über den Umfang und den Fortschritt der Baumaßnahmen informieren. Abgeschlossen ist bereits die Erschließung des Industrieparkes Nord, dem Standort des BMW Werkes. Allein 115 Millionen Euro wurden dafür in neue Straßen, Schienen und Leitungen investiert. Vergessen scheint auch schon fast die enorme Kraftanstrengung für die Vorbereitung des 208 ha großen Baufeldes. Hierfür mussten in kürzester Zeit drei Millionen Kubikmeter Erdreich bewegt werden, um das vorhandene Gefälle auszugleichen. Für die äußere Erschließung des Areals wurden insgesamt 3.865 laufende Meter Stahlbetonrohre mit einem Durchmesser von 1 bis 2,4 m verbaut. Für die innere Erschließung waren nochmals 5.500 m Schächte sowie weitere 2.200 laufende Meter Rohre notwendig. Die Produktionsstätten sind heute zumeist rohbaufertig. Noch während der Hochbauarbeiten beginnt bereits der Einbau der technischen Anlagen, die ab 2004 schrittweise ihren Probebetrieb aufnehmen werden. Ab 2005 rollen dann bis zu 650 Fahrzeuge der BMW 3er Reihe vom Band.

Quelle: http://www.betonmarketing.de/presse/presse-96.html

veröffentlicht am 17.07.2003 von Susann Weber · Rubrik(en): News

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