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Feierliche Verabschiedung der Architektur-Absolventinnen und -Absolventen an der FH Erfurt

Werkschau der Fachrichtung Architektur zeigt aktuelle Studienarbeiten und Entwurfsprojekte

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Die Präsidentin der Architektenkammer Thüringen Ines M. Jauck betonte: „Sie haben die Chance, das Gefüge zu formen.“, Bild: Jörg Behrens

Am 31. Juli und 1. August 2026 öffnete die Fachrichtung Architektur der Fachhochschule Erfurt ihre Türen zur inzwischen fünften öffentlichen Werkschau. Auf dem Campus in der Schlüterstraße präsentierten die Studierenden aktuelle Studienarbeiten und Entwurfsprojekte – von ersten Konzepten bis zu detaillierten Modellen und Raumgestaltungen.

Im Mittelpunkt standen in diesem Jahr zahlreiche Projekte mit Bezug zu Thüringen und insbesondere zu Erfurt. Zu sehen waren unter anderem Entwürfe zur Revitalisierung des Alten Güterbahnhofs, für einen Sportclub am Alperstedter See, zur Transformation der Kirche St. Martini und zum Umbau der Schottenkirche. Weitere Arbeiten beschäftigten sich mit einem Stadthaus in der Erfurter Altstadt, dem Projekt „Schwimmen im Rieth“ sowie dem Albert-Schweitzer-Gymnasium im Rieth. Darüber hinaus waren Studierendenprojekte für Orte in verschiedenen Bundesländern zu sehen.

Den Auftakt des Ausstellungswochenendes bildete traditionell die feierliche Verabschiedung der Bachelor- und Master-Absolventinnen und -Absolventen. Fast 100 angehende Kolleginnen und Kollegen nahmen im Innenhof ihre Zeugnisse entgegen. Ines M. Jauck, Präsidentin der Architektenkammer Thüringen, überreichte die Glückwunschmappen und gratulierte zum erfolgreichen Studienabschluss.

In ihrer Ansprache ermutigte sie die Absolventinnen und Absolventen, die Möglichkeiten ihres Berufs aktiv zu nutzen: „Sie haben sich für eine der wunderbarsten Fachrichtungen überhaupt entschieden. Eine, bei der Sie maßgeblich unsere gebaute Umwelt mitgestalten werden, mit Einfluss nehmen, wie wir wohnen, arbeiten und leben und mitbestimmen, was wir unseren nachfolgenden Generationen hinterlassen.“

Zugleich verwies Jauck auf die besonderen Chancen der jungen Generation: „Sie sind nicht die Generation, die nur ‚in ein System hineinwächst‘, sondern Sie haben die Chance, das Gefüge zu formen.“ Gerade die Verbindung von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz mit Handwerk, Baustelle und baukultureller Verantwortung eröffne vielfältige neue Perspektiven.

Als berufsständische Interessenvertretung stellte sie den Absolventinnen und Absolventen auch die Arbeit der Architektenkammer vor. „Die Architektenkammer ist keine Behörde, die über den Berufsausübenden schwebt, sie ist vielmehr das Betriebssystem für den Berufsstand“, so Jauck. Sie lud insbesondere die Master-Absolventinnen und -Absolventen ein, sich nach dem Studium in der Architektenkammer zu engagieren und die berufliche Zukunft gemeinsam mit anderen zu gestalten.

Zum Auftakt der Werkschau wurden zudem die besten studentischen Arbeiten ausgezeichnet. Der „Prix de Schlü“ wurde im Sommersemester 2026 bereits zum fünften Mal für herausragende Bachelor- und Master-Abschlussarbeiten vergeben. Das Preisgeld in Höhe von 1.250 Euro stellt der Förderverein des Studiengangs Architektur arclab e. V. zur Verfügung. Mit dem „Werkstein“ wurden darüber hinaus besonders gelungene Raumgestaltungen der Werkschau gewürdigt.

Die öffentliche Werkschau machte einmal mehr sichtbar, wie vielfältig, experimentell und praxisbezogen die Ausbildung an der Fachrichtung Architektur der FH Erfurt ist – und welche Ideen die nächste Generation von Planerinnen und Planern für die gebaute Zukunft entwickelt.

veröffentlicht am 13.08.2026 von Björn Radermacher · Rubrik(en): News, Berufspolitik / Kammerarbeit

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