Messebericht STADTundRAUM 2004
Fachmesse STADTundRAUM im Hannover Congress Centrum, 31. März bis 2. April 2004
STADTUND RAUM
Messe und Medien GmbH
Alte Schule Bannetze
29308 Winsen/Aller
Martin Schütte
Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (0 51 46) 98 86-14
Fax: (0 51 46) 98 86–29
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"Grundlegende Neustrukturierung"
Die Fachmesse STADTUND RAUM stellt die Weichen für 2007
Eine "grundlegende Umstrukturierung" der bekannten Fachmesse "STADTUNDRAUM" kündigte am Donnerstag, 1. April 2004, der Veranstalter an. Rolf von der Horst, Geschäftsführer der STADTUNDRAUM Messe und Medien GmbH und Herausgeber der gleichnamigen Fachzeitschrift machte in einem Gespräch mit den Ausstellern deutlich, dass in seinem Hause sehr intensiv über "strategische Alternativen und innovative Modelle" nachgedacht werde, die in den nächsten Monaten konkret umgesetzt werden.
Trotz der unbestritten hohen fachlichen Kompetenz der Fachmesse - wieder erhielt die Besucherqualität von den Ausstellern sehr gute Noten! - , eines nach wie vor hervorragenden und ständig gewachsenen Flächen- und Aussteller-Kontingents (rund 10 Prozent Plus) sowie einer erheblich ausgeweiteten Werbung für die Messe sei es, so von der Horst, nicht gelungen, die angestrebten Besucherzahlen zu erreichen. Insgesamt kamen 20 Prozent weniger als 2002 (4980). Hierbei spielte die rückläufige Zahl von Tagesbesuchern leider eine besondere Rolle und konnte nicht dadurch kompensiert werden, dass das begleitende Kongressprogramm quantitativ und qualitativ "hervorragend" gelaufen ist. Die Jahrestagung des Informationskreises für Raumplanung (IfR) "Die Zukunft der Kommunen: in der Region Mobilität - Versorgung - Kooperation", den Kongress der Wüstenrot-Stiftung "Wohnen im Eigentum der Stadt" und die gemeinsame Veranstaltung des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten (BDLA) und des Verbandes der Wohnungswirtschaft (vdw) "Bedarfsanpassung im Städtebau der 50er und 60er Jahre - Handlungskonzepte der Freiraumplanung", nannte er beispielhaft für das insgesamt mehrere Dutzend inhaltliche Highlights umfassende Gesamtprogramm.
Für den Besucherschwund macht Geschäftsführer Rolf von der Horst in erster Linie die prekäre Situation der öffentlichen Kassen verantwortlich. Diese habe dazu geführt, dass nicht nur die Genehmigung von Dienstreisen zu Fachmessen so restriktiv wie nie zuvor gehandhabt werde. Im Vorfeld der Fachmesse habe man bei vielen Gesprächen mit potenziellen Besuchern erfahren müssen, dass sie gern nach Hannover gekommen wären, aber aus den genannten Gründen absagen mussten. Die bundesweit zu beobachtende Zurückhaltung bei Messebesuchen sei in diesem Jahr auch an der Fachmesse STADTUNDRAUM nicht spurlos vorüber gegangen. Hinzu kommen strukturelle Probleme bei einer nicht unbedeutenden Anzahl von Fachverbänden und kommunalen Organisationen, die sich in der Besucheransprache negativ auswirkten. (hier will der Veranstalter unter anderem verstärkt den Hebel ansetzen).
Dabei wurden für die Fachmesse STADTUNDRAUM die werblichen Maßnahmen in diesem Jahr um ein Vielfaches höher angesetzt, als in den Jahren zuvor: "Wir haben in sechsstelliger Auflagenhöhe für unsere Messe geworben, die Besucherwerbung wurde noch nie zuvor so intensiv betrieben wie in diesem Jahr." Allerdings - und das räumte von der Horst sofort ein - habe man damit insgesamt nicht den gewünschten Erfolg gehabt: "Dies werden wir sehr genau analysieren und die notwendigen Konsequenzen daraus ziehen."
Fest steht allerdings auch, dass die Fachmesse STADTUNDRAUM weiterhin einen ganz festen Platz in der bundesweiten Messelandschaft einnehmen wird. Man sei, - so hieß es aus dem Hause STADTUNDRAUM - durchaus bereit, über Kooperationsmodelle mit anderen Veranstaltern nachzudenken, um optimale Synergieeffekte zu erzeugen. Auch die Beschäftigung mit ganz neuen Formen der Zusammenarbeit im Veranstaltungsbereich sei absolut kein Tabu-Thema, erklärte Rolf von der Horst: "Wir werden den Mut haben, alte Zöpfe abzuschneiden. Wo wir die Schere ansetzen müssen, das wird uns die eingehende Analyse der diesjährigen Fachmesse und der Fachkongresse aufzeigen.“ Eine grundlegende Neupositionierung der Fachmesse STADTUNDRAUM in der deutschen Messelandschaft ist beschlossene Sache, ebenso der Veranstaltungswechsel von den geraden in die ungeraden Jahre, sodass statt in 2006 erst in 2007 die Fachmesse wieder ihre Pforten öffnet. Dann allerdings mit völlig neuer Konzeption, die mehr beinhaltet als schlichte "Veranstaltungskosmetik".