Negativ Trend im Bauhauptgewerbe
Differenzierte Entwicklung der einzelnen Bausparten
Das Thüringer Bauhauptgewerbe meldete im Vergleich der ersten zehn Monate 2002 und 2001 einen Rückgang der Beschäftigtenzahl, des Umsatzes und der Auftragseingänge, jedoch eine höhere Umsatzproduktivität. Die Umsatzentwicklung der einzelnen Bausparten verlief differenziert. Während der gewerbliche Bau und der Wohnungsbau jeweils nur etwa drei Viertel des vergleichbaren Vorjahresniveaus erreichten, meldete der öffentliche und Straßenbau mit 6,9 Prozent einen vergleichsweise geringen Rückgang.
Das Thüringer Bauhauptgewerbe (Betriebe von Unternehmen mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten) erzielte nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik von Januar bis Oktober 2002 einen Umsatz in Höhe von 1 680 Millionen Euro. Das waren 301 Millionen Euro bzw. 15,2 Prozent weniger als im vergleichbaren Zeitraum 2001. In den einzelnen Bausparten fiel das Ergebnis unterschiedlich aus. Während der gewerbliche Bau und der Wohnungsbau jeweils nur etwa drei Viertel des vergleichbaren Vorjahresniveaus erreichten, meldete der öffentliche und Straßenbau mit 6,9 Prozent einen vergleichsweise geringen Rückgang.
In den ersten zehn Monaten des Jahres 2002 gingen in den Betrieben Aufträge in Höhe von 1 480 Millionen Euro ein. Das waren 215 Millionen Euro bzw. 12,7 Prozent weniger als im vergleichbaren Zeitraum 2001.
Von dieser rückläufigen Entwicklung war vor allem der Wohnungsbau (- 28,2 Prozent) und der gewerbliche Bau (- 14,8 Prozent) betroffen. Im öffentlichen und Straßenbau fiel der Rückgang ähnlich wie beim Umsatz relativ gering aus (- 7,0 Prozent).
Ende Oktober 2002 waren in den Thüringer Betrieben des Bauhauptgewerbes 21 539 Personen beschäftigt. Das waren 6 040 Arbeitsplätze bzw. 21,9 Prozent weniger als Ende Oktober 2001.
Im Thüringer Bauhauptgewerbe wurde von Januar bis Oktober 2002 ein Umsatz von 76 988 Euro je Beschäftigten erzielt. Die Produktivität stieg gegenüber den ersten zehn Monaten 2001 um 4 799 Euro bzw. 6,6 Prozent, bedingt vor allem durch den relativ deutlichen Personalrückgang im Vergleich zur Umsatzentwicklung.