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Neuer Baukulturbericht 2026/27 vorgestellt: Gestalten – Prozesse, Bauen, Zusammenhalt

Die gebaute Umwelt prägt unser Wohlbefinden und unser Zusammenleben unmittelbar. Baukultur als Gestaltprinzip ist der Schlüssel für Lebensqualität.

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Baukulturbericht 2026/27 - Gestalten, Bild: Bundesttiftung Baukultur

Mitteilung der Bundesstiftung Baukultur

Beim Konvent der Baukultur wurde am 11. Juni 2026 der neue Baukulturbericht 2026/27 „Gestalten – Prozesse, Bauen, Zusammenhalt“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Damit richtet sich die Bundesstiftung Baukultur an Politik, Verwaltung, Planende, Handwerk, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Sie fordert, Baukultur und Gestaltung wieder zum zentralen Maßstab des Planens und Bauens zu machen. Denn die Art und Weise, wie wir gestalten, konstruieren und umbauen, hat weitreichende Auswirkungen auf die Zukunft unserer Gesellschaft: Sie entscheidet mit über soziale Teilhabe, Klimaresilienz, Wohlbefinden, Gesundheit und kulturelle Identität.

Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur sagt:

„Bauen muss wieder stärker im Gesamtkontext geplant und umgesetzt werden. Gute Architektur, Ingenieurbauwerke und qualitätsvolle Freiräume entstehen dort, wo einzelne Vorhaben nicht isoliert betrachtet werden, sondern einen positiven Beitrag zu ihrem städtebaulichen Umfeld leisten. Wir müssen als Gesellschaft dieses Potential der Baukultur stärker nutzen.“

Prozesse gestalten
Zukunftsfähige Lebensräume entstehen durch zielgerichtete und strukturiert gestaltete Prozesse. Die Weichen werden in der Phase Null gestellt, in der die grundlegenden Ziele, Bedarfe und Rahmenbedingungen eines Projekts definiert werden. Sie sollte ebenso selbstverständlich zur Planungskultur gehören wie die Phase Zehn, die die langfristige Nutzung und den Werterhalt in den Blick nimmt und damit sicherstellt, dass Investitionen dauerhaft zu wertbeständigem Anlagevermögen werden. Darüber hinaus zeigt der Baukulturbericht, dass der Erfolg von Projekten häufig auf ihrer Gestaltungqualität aufbaut und nicht allein an Kosten, Terminen oder Funktionen gemessen werden kann.

Bauen gestalten
Menschen erleben ihre gebaute Umwelt mit allen Sinnen, sie wirkt direkt auf Stressniveau, Orientierung und Sicherheitsgefühl. Erkenntnisse aus Sozial- und Neurowissenschaften zeigen, wie stark gute Gestaltung unsere Gesundheit beeinflusst. Eine zentrale Rolle spielen dabei das Stadtgrün und die Freiräume: Für 98 Prozent der Bevölkerung gehört Natur zu einem guten Leben, und 89 Prozent empfinden natürliche Umgebungen als beruhigend. Gleichzeitig bieten grüne Freiräume die Möglichkeit, mit vergleichsweise überschaubarem Aufwand einen hohen baukulturellen Mehrwert und Nutzen zu schaffen.

Zusammenhalt gestalten
Eine Umgebung, die funktioniert, Orientierung gibt und Wertschätzung vermittelt, stärkt das Gefühl, dazuzugehören und Teil der Gemeinschaft zu sein. Gut gestaltete und gepflegte öffentliche Räume fördern Begegnung, Vertrauen und Identifikation. Besonders stark wirkt Baukultur dort, wo Menschen selbst aktiv werden: gemeinsam einen Platz beleben, ein Gebäude erhalten oder ein Quartier mitentwickeln. Wer gemeinsam baut und gestaltet, erlebt Selbstwirksamkeit – und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Ausführliche Informationen zum neuen Baukulturbericht:
www.bundesstiftung-baukultur.de/publikationen/baukulturbericht/gestalten

Baukulturbericht als gedruckte Version bestellen:
www.publikationen.bundesstiftung-baukultur.de/baukulturbericht-2026-27

veröffentlicht am 11.06.2026 von Björn Radermacher · Rubrik(en): News, Berufspraxis

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