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Noch bis 21. Januar 2026 in Weimar: Ausstellung des ICOMOS-Studierendenwettbewerbs »1960PLUS - Konstruktion«

Zur Preisverleihung am 20. Januar um 19:00 Uhr sind Interessierte herzlich eingeladen

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Plakat Studierendenwettbewerb Debating Heritage, Bild: Bauhaus-Universität Weimar

Eine Ausstellung im Hauptgebäude der Bauhaus-Universität Weimar zeigt die Ergebnisse des ICOMOS-Studierendenwettbewerbs 1960PLUS sowie Arbeiten eines Seminars an der Professur Denkmalpflege und Baugeschichte aus dem Sommersemester 2025 zum Thema »Konstruktionserbe 1960PLUS«. Zudem findet am 20. Januar 2026 im Rahmen der »Debating Heritage«-Reihe des Internationalen Heritage-Zentrums die Preisverleihung an die prämierten Teilnehmenden des international ausgeschriebenen Wettbewerbs sowie ein Abendvortrag statt.

Der bereits seit vielen Jahren im zweijährigen Rhythmus vom International Council on Monuments and Sites (ICOMOS) ausgeschriebene Studierendenwettbewerb »1960PLUS« widmete sich 2025 dem Thema »Konstruktion« aus der Zeit zwischen 1960 bis circa 2000. Die Bautechnik der Spätmoderne war geprägt von Fortschritten in der Materialtechnologie und der Ingenieurbaukunst. Vorgefertigte Bauelemente wurden zunehmend eingesetzt, um die Bauprozesse zu rationalisieren und die Kosten zu senken. Diese und weitere Bautechniken spiegeln das Streben nach Rationalität, Effizienz und einer neuen Architektursprache wider, die das bauliche Erbe der Spätmoderne bis heute prägt. Der Beitrag des Bauingenieurwesens zur Architektur seit 1960 wird bei der Bewertung dieses Erbes jedoch häufig übersehen und beim Erhalt dieser Bauten hinter ästhetischen, historischen oder funktionalen Aspekten nachrangig behandelt.

Für den Wettbewerb sollten Studierende verschiedener Disziplinen das Konstruktionserbe in den Vordergrund einer denkmalpflegerischen Betrachtung anhand eines selbst gewählten Objektes rücken. Die Objekte waren dabei auf mögliche Denkmalbedeutungen sowie Strategien der Erhaltung und Ertüchtigung zu untersuchen. Die Ergebnisse wurden auf Postern im Format DIN A1 nach vorgegebenem Layout präsentiert. Als Kriterien der interdisziplinär besetzten Jury galten die Qualität der Recherche sowie der Analyse und Bewertung der Objekte sowie die Qualität der Präsentation.

Die Weimarer Studierenden nahmen erfolgreich teil: Vier der neun gleichwertigen Preise gingen an Teilnehmende aus dem Seminar der Professur Denkmalpflege und Baugeschichte (Leitung: Sen.-Prof. Hans-Rudolf Meier, Dr. Kirsten Angermann), das sich dem Thema im Sommersemester 2025 widmete.

Eine Ausstellung zeigt vom 6. bis 21. Januar 2026 im ersten Obergeschoss des Hauptgebäudes der Bauhaus-Universität Weimar die prämierten Poster, die Poster der engeren Wahl sowie weitere Arbeiten aus dem Seminar.

Am 20. Januar 2026 ab 19 Uhr findet im Rahmen der »Debating Heritage«-Reihe des Internationalen Heritage-Zentrums der Bauhaus-Universität Weimar eine öffentliche Veranstaltung zum Wettbewerb statt. Neben der Vorstellung der prämierten Arbeiten durch die Studierenden mit anschließender Preisvergabe durch den Präsidenten von ICOMOS Deutschland, Dr. Tino Mager, wird Dr. Roland May vom DFG-Schwerpunktprogramm »Kulturerbe Konstruktion« an der BTU Cottbus-Senftenberg einen Vortrag zum Thema »Das konstruierte Kulturerbe: Blinde Flecken in Architekturgeschichte und Denkmalpflege«, halten. Ein Grußwort sowie zwei Laudationes spricht die Präsidentin der Architektenkammer Thüringen, Ines M. Jauck.

Ausstellung des ICOMOS-Studierendenwettbewerbs 1960PLUS »Konstruktion«
6. Januar bis 21. Januar 2026
Montag bis Freitag 9-19 Uhr, Samstag/Sonntag 9-16 Uhr
Hauptgebäude der Bauhaus-Universität Weimar, 1. Obergeschoss
Geschwister-Scholl-Straße 8, 99423 Weimar
Eintritt frei

Debating Heritage: ICOMOS-Studierendenwettbewerb 1960PLUS »Konstruktion« – Preisverleihung und Abendvortrag
20. Januar 2026, 19 Uhr
Hauptgebäude der Bauhaus-Universität Weimar, 1. Obergeschoss, Raum 105
Geschwister-Scholl-Straße 8, 99423 Weimar
Eintritt frei

veröffentlicht am 14.01.2026 von Björn Radermacher · Rubrik(en): News

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