Offener Brief an Thüringens Umweltminister Dr. Volker Sklenar
BDLA Thüringen zur Landschaftsplanung
Offener Brief an Thüringens Umweltminister Dr. Volker Sklenar
zum Beitrag der Landschaftsplanung in Thüringen, die Retentionsräume unserer Flussauen zu erhalten und zu erweitern
Sehr geehrter Herr Sklenar,
seit der Elbeflutkatastrophe im letzten Sommer und der Nordthüringer Hochwasserwelle in diesem Winter ist das Thema Überschwemmungsgebiete in aller Munde.
Am 30. Januar war es auch Thema im Landtag und in der Tagespresse wurden konkret Beispiele wie das Opelwerk Eisenach benannt.
Im Rahmen der Landschaftsplanung in Thüringen, die ja nun fast flächendeckend vorliegt, sind in den letzten Jahren z. T. sehr detaillierte Vorschläge zu Erhalt und Entwicklung der Retentionsräume in Thüringen entwickelt worden.
So gibt es z. B. für die Stadt Jena mehrere Vorschläge zu Maßnahmen verbleibende Flächen in der Aue als Retentionsräume zu verbessern bzw. zu vergrößern.
Auch im Landschaftsplan Eisenach wurden konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, um den Retentionsraum der Hörsel westlich der Opelwerke deutlich zu vergrößern.
Gleiches gilt für den Gesamtbereich Unteres Ilmtal.
Aus Sicht der Thüringer Landschaftsarchitekten sollten diese bereits vorliegenden Planungen unbedingt in den weiteren Planungsprozess der Hochwasservorsorge mit einfließen, an dem wir uns als Berufsstand gern beteiligen möchten.
Mit freundlichen Grüßen
Heike Roos
Vorsitzende der Thüringer Landschaftsarchitekten BDLA
Denstedt, 27.02.2003