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Rentenregelung für Bauherren unattraktiv

Aus der FTD vom 14.5.2001

Die in letzter Minute beschlossene Einbeziehung des Wohneigentums in die Rentenreform ist für viele Bauherren unattraktiv. Das geht aus Berechnungen des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) für die Financial Times Deutschland hervor.
Der Bundesrat hatte zugestimmt, den Bau oder Kauf eines Eigenheims als Form der privaten Altersvorsorge anzuerkennen und entsprechend staatlich zu fördern. Das dafür konzipierte so genannte Zwischenentnahmemodell bringt vielen Bauherrn im Vergleich zu herkömmlichen Finanzierungsmethoden finanzielle Nachteile, errechnete das DIA.

Nach dem Zwischenentnahmemodell kann sich ein Arbeitnehmer, der über einen späteren Hausbau nachdenkt, zunächst wie jeder andere frei entscheiden, ob er seine monatlichen Beiträge für die private Altersvorsorge sowie die gewährten staatlichen Zuschüsse beispielsweise in eine private Rentenversicherung oder einen Fonds einzahlt. Baut oder kauft er später ein Haus oder eine Wohnung, darf er eine Summe zwischen 20.000 und 100.000 DM steuerfrei aus dem angesparten Betrag entnehmen, um einen Teil zu finanzieren. Die Immobilie muss selbst genutzt werden und in Deutschland liegen.

Das DIA komme in seiner Untersuchung zu dem Schluss, dass sich der Rückgriff auf das Alterskapital nur rechnet, wenn das Vorsorgekonto eine geringe Rendite aufweist und der Hypothekenzinssatz in etwa dem langjährigen Durchschnitt von acht Prozent entspricht. Je höher die Rendite und je niedriger der Hypothekenzins ausfalle, desto ungünstiger werde es für den Bauherrn, das Regierungsmodell in Anspruch zu nehmen.

veröffentlicht am 31.05.2001 von Susann Weber · Rubrik(en): News

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