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Stolpe: "neues bauen am horn" bereichert Weimar

Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Pressemitteilung Nr. 113/04, 30. März 2004

"Das Projekt 'neues bauen am horn' knüpft überzeugend an die kulturelle und bauhistorische Tradition Weimars an und weist gleichzeitig in die Zukunft." Das sagte der Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Dr. Manfred Stolpe, bei einem Besuch in Weimar.

Auf dem ehemaligen Kasernengelände an der Leibnitzallee entsteht ein neues Stadtquartier. Ein Teil davon wird das "Haus am Horn", das 1923 als erstes und einziges Musterhaus der gescheiterten Bauhaus-Ausstellung gebaut wurde. Das neue Viertel haben die Architektur-Büros Diener & Diener (Basel), Krischanitz (Wien) und Snozzi (Locarno) entworfen. Die Bauhaus-Universität Weimar begleitet die Gestaltung. Sie wolle ein architektonisch herausragendes Baugebiet schaffen und damit an die Zeiten ihrer Gründung in den zwanziger Jahren anknüpfen, so der Minister. Derzeit erarbeiten auf Einladung der Landesentwicklungsgesellschaft des Freistaates Thüringen (LEG) acht internationale Architekturbüros Pläne für die noch freien Parzellen des Baugebiets. "Man darf gespannt sein", so Stolpe, "welche Ideen die Architekten auf dem Symposium im Juni vorstellen werden."

Um solchen Vorhaben zukünftig eine noch klarere Rechtsgrundlage zu geben, werde der Stadtumbau jetzt im Baugesetzbuch (BauGB) verankert, erläuterte der Minister. Der Gesetzesentwurf der Bundesregierung sehe vor, dass die Städte ein Entwicklungskonzept aufstellen, ehe sie mit dem Umbau beginnen. "Nur so können sie frühzeitig auf den Wandel von Wirtschaft und Demografie antworten", betonte Stolpe. Bürger, Unternehmen und Kommunalpolitiker sollten gemeinsam planen. Am Ende könne ein städtebaulicher Vertrag stehen. "Die Zusammenarbeit der Stadt Weimar und der LEG Thüringen ist bereits vorbildlich", so der Minister.

Stolpe lobte, dass die Musikhochschule Franz Liszt in die Streichan-Kaserne eingezogen sei und so ein neues Hochschulzentrum am Horn entstehe. Nicht immer gelänge es so wie hier, denkmalgeschützte Bauten würdig zu nutzen. Bund und Land haben den Ausbau der Musikhochschule gefördert. "Ich freue mich", sagte Stolpe, "dass Impulse aus Weimar weit über die Stadt hinausstrahlen - wie schon so oft in der Geschichte."

veröffentlicht am 31.03.2004 von Susann Weber · Rubrik(en): News

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