Stolpe: Stadtumbaukonzept erfolgreich
Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen
"Auch eine Stadt wie Wismar, die im Mai zum Weltkulturerbe erklärt
wurde, muss sich den Herausforderungen des Stadtumbaus stellen. Mit
Hilfe des Programms der Bundesregierung 'Stadtumbau Ost' gelingt es
hier, diese große Aufgabe in überzeugender Weise anzupacken." Dies
erklärte Bundesminister Dr. Manfred Stolpe am Freitag bei seinem
Besuch in der Hansestadt. Wismar verfolge eine beispielhafte
Stadtumbaustrategie und habe daher im Wettbewerb "Stadtumbau Ost" im
vergangenen Jahr zu Recht den dritten Preis erhalten.
"Mich überzeugt an dieser Strategie, dass die historische Altstadt
erhalten und aufgewertet wird und der notwendige Rückbau von Wohnungen
sich vor allem auf den Stadtrand konzentriert", betonte der Minister.
Dabei werde jedoch nicht allein in Plattenbaugebieten rückgebaut,
sondern auch in der Nachkriegssiedlung 'Wendorf', in der der
Wohnungsbestand um 1162 Wohnungen reduziert wird. Auf den
Abrissflächen sollen Eigenheime entstehen. Die verbleibenden Bestände
werden aufgewertet und die Infrastruktur verbessert.
"Das ist ein intelligentes, auf die örtlichen Gegebenheiten
ausgerichtetes Konzept", erläuterte Stolpe. Besonders beeindrucke ihn
die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. Wohnungsunternehmen und
technische Versorgungsträger seien intensiv eingebunden. Über
sämtliche Maßnahmen habe man verbindliche Vereinbarungen getroffen.
"Das stellt sicher, dass das Konzept mit schon sichtbaren Erfolgen
umgesetzt wird", sagte Stolpe.
Vor Wismar hatte der Minister bereits Halle an der Saale, Döbeln,
Guben und Zwickau besucht, um sich über den Stand des Stadtumbaus Ost
zu informieren und die Unterstützung durch den Bund zuzusichern. "Wir
wollen nach dem Vorbild der Expertengruppe "Städtebaulicher
Denkmalschutz" ein Expertenteam für den Stadtumbau Ost einsetzen, um
den Kommunen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen", betonte der
Minister. Darüber hinaus solle im Herbst auf einem Fachkongress
diskutiert werden, wie man mit der Verwaltungsvereinbarung 2004 den
Stadtumbau noch weiter beschleunigen könne. Auch die angestrebte
Reform der Eigenheimförderung wolle man nutzen, um den Stadtumbau zu
stärken. Ziel sei es, die Eigenheimzulage durch eine
Wohneigentumszulage zu ersetzen, die vor allem den Innenstädten zu
Gute komme. "Was ich in Wismar gesehen habe, bestärkt mich in diesen
Reformbemühungen und zeigt, dass wir beim Stadtumbau auf einem guten
Weg sind", so Stolpe.