Stolpe: Städtebauförderung verhilft ehemaligen Industriestandorten zu neuem Leben
Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Pressemitteilung Nr. 24/04, 30. Januar 2004
"Mit seinen vielfältigen Städtebauförderungsprogrammen hilft der Bund auch so stark vom Strukturwandel betroffenen Industriestandorten wie Berlin-Schöneweide schrittweise neue Funktionen zu finden und zugleich die Lebensverhältnisse für die Bewohner zu verbessern." Das erklärte der Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Dr. Manfred Stolpe, heute bei seinem Besuch des Berliner Ortsteils Schöneweide.
Stolpe folgte einer Einladung der Bürgerplattform "Menschen verändern ihren Kiez/ Organizing Schöneweide", die sich zum Ziel gesetzt hat, den bedeutenden früheren Standort der Elektroindustrie neue Attraktivität zu verschaffen.
An dem Ortstermin nahmen der Berliner Senator Peter Strieder, Bezirksbürgermeister Dr. Klaus Ulbricht und andere Repräsentanten der Stadt teil, zugleich aber auch Vertreter der verschiedenen Initiativen und Betroffenenvertretungen, die sich in Schöneweide gebildet haben, ferner Vertreter der örtlichen Wirtschaft sowie der Präsident der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Prof. Dr. Herbert Grüner.
"Mit meinem Besuch in Schöneweide möchte ich insbesondere das vorbildliche bürgerschaftliche Engagement würdigen, mit dem die Bewohner hier den schwierigen Umstrukturierungsprozess begleiten und mit zahlreichen Initiativen unterstützen. Nur Dank dieser Mitwirkung können die vom Bund in den Programmen: 'Die Soziale Stadt', 'Städtebaulicher Denkmalschutz' und 'Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen' bereit gestellten Mittel ihre Wirkung entfalten. Denn was nützt zum Beispiel die derzeitige Erneuerung des Marktplatzes Griechische Allee, wenn die Bürger dort nicht für lebhaftes Markttreiben sorgen?", erläuterte Stolpe.
Der Minister ließ sich ausführlich über die Ansiedlung neuer Betriebe sowie über das Vorhaben unterrichten, Schöneweide zum Hauptstandort der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft auszubauen.
"Ich würde es begrüßen, wenn Berlin trotz seiner schwierigen Finanzlage eine Möglichkeit fände, dieses Vorhaben zügig zu verwirklichen. Denn dann besteht die Chance, dass auch Bundesmittel für die Hochschulbauförderung in Anspruch genommen werden können", unterstrich der Minister.