Unsicherheit bei Freiberuflern
TED-Umfrage des Landesverband freier Berufe Thüringen
Auswertung der zweiten Umfrage unter den Thüringer Freiberuflern liegt vor. Zum zweiten Mal veranstaltete der LFB unter den Thüringer Freiberuflern eine TED-Umfrage zur Situation und Perspektive des Berufsstandes.
Im Zeitraum vom 1. April bis 30. Juni gingen bei den Computern des Landesverbandes 979 Rückantworten ein, von denen sich 836 in die Bewertung einbeziehen ließen. „Vor allem ist es dem Ernst der Situation für die Freiberufler geschuldet, dass sich nun dreimal mehr Betroffene an der Umfrage beteiligt haben als vor einem Jahr,“ konstatierte Thüringens LFB-Präsident Dr. Wolf D. Höpker. Nach wie vor halten lediglich 17 Prozent der TED-Teilnehmer einen allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung in den ostdeutschen Bundesländern in den kommenden Jahren für wahrscheinlich. 92 Prozent der Teilnehmer rechnen mit Honorareinbußen. Dabei liegt es in der Natur der qualifizierten Dienstleistungen der Freien Berufe, dass immerhin 97 Prozent der Befragten mehr als 50 Prozent ihres Umsatzes aus der Tätigkeit in den ostdeutschen Regionen erzielen. Lediglich 36 Prozent der Teilnehmer sehen ihre Perspektive als Freiberufler in den kommenden fünf Jahren als gesichert an. „Wir verfügen vor allem mit dem Ergebnis unserer zweiten TED-Umfrage über valide In-formationen, auf deren Grundlage wir die Interessen der in Thüringen bestehenden mehr als 15.000 Praxen, Büros bzw. Studios mit mehr als 45.000 Fachkräften noch besser wahrnehmen können“, stellte Höpker fest. „Das realisieren wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedsverbänden und –kammern.“