Lernen durch Bauen: Studierende der FH Erfurt realisieren neues Musterzimmer im Schloss Wiehe
Design-Build-Projekt verbindet Entwurf, Planung und praktische Umsetzung vor Ort
Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit im Studiengang Architektur an der Fachhochschule Erfurt realisieren derzeit elf Studierende ein neues Design-Build-Projekt im landLAB Schloss Wiehe. Gemeinsam mit dem landLAB Schloss Wiehe e.V. entwerfen und bauen sie ein weiteres Musterzimmer, das künftig Teil des experimentellen Lern- und Arbeitsortes im Schloss sein wird.
Das Besondere an dem Projekt ist die konsequente Verbindung von Entwurf und Ausführung: Die Studierenden begleiten den gesamten Prozess eigenverantwortlich – von der ersten Idee über die Planung bis hin zur handwerklichen Umsetzung vor Ort. Damit bietet das Projekt die seltene Möglichkeit, praktische Erfahrungen in allen Leistungsphasen zu sammeln und das im Studium erworbene Wissen unmittelbar anzuwenden. Betreut wird die Arbeit von Prof. Philipp Krebs, Prof.in em. Jutta Bechthold-Schlosser, Prof. em. Joachim Deckert sowie Frank Bigeschke.
Seit dem 15. Mai 2026 leben und arbeiten die Studierenden gemeinsam im Schloss Wiehe. Untergebracht sind sie in den fünf Musterzimmern, die in den vergangenen Jahren bereits von Studierendengruppen entwickelt und realisiert wurden. So entsteht nicht nur ein neues Bauprojekt, sondern zugleich ein intensiver Lern- und Erfahrungsraum, in dem gemeinschaftliches Arbeiten, Planen und Bauen täglich erprobt werden.
Die Fertigstellung des neuen Musterzimmers ist für den 22. Juli 2026 vorgesehen. An diesem Tag wird das Projekt im Rahmen der Bachelor-Kolloquien direkt vor Ort präsentiert.
Das aktuelle Vorhaben unterstreicht erneut das Potenzial praxisnaher Lehrformate, bei denen Studierende Verantwortung übernehmen und die Herausforderungen des Bauens unmittelbar erleben. Projekte wie das landLAB Schloss Wiehe leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung des architektonischen Nachwuchses und zeigen, wie wertvoll die Verbindung von Lehre, Forschung und gebauter Praxis sein kann.
Beteiligte Studierende:
Josefine Blecke, Aliya Guck, Marie Habekost, Pacey Hagemann, Marie Hartung, Jasmin Hödle, Alexander Kupfer, Nele Ludwig-Morell,
Almut Neußner, Veronika Scherg, Léa Uhl