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Zwei Deutsche Architekturen 1949 – 1989

Nach vieljähriger Welttournee macht die Ausstellung des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) nun Station in Erfurt

Kindergarten „Buratino“, Halle-Neustadt, 1968. Architekt: Erich Hauschild, Ingenieur: Herbert Müller, Bild: Stadtarchiv Halle, Fotobestand Halle-Neustadt, Kiste 4 aus 1975, Nr. 75 2262, Foto: Gerald Große 2 Bilder.
Kindergarten „Buratino“, Halle-Neustadt, 1968. Architekt: Erich Hauschild, Ingenieur: Herbert Müller, Bild: Stadtarchiv Halle, Fotobestand Halle-Neustadt, Kiste 4 aus 1975, Nr. 75 2262, Foto: Gerald Große

Vom 26. Juli bis zum 13. September 2020 lädt die Landeshauptstadt Erfurt – mit Unterstützung zahlreicher Kooperationspartner, darunter auch die Architektenkammer Thüringen – zu einem Besuch der Ausstellung „Zwei Deutsche Architekturen 1949 – 1989“ in die Galerie Waidspeicher ein. Anhand von Fotografien, Plänen und Modellen werden zehn Architekturdiskurse zur Ausprägung der Architektur in der DDR und der BRD präsentiert.

Die Ausstellung nähert sich ihrem Gegenstand mehr mit Fragen als mit Antworten. Sie geht den Divergenzen und Konvergenzen von scheinbar getrennten Architekturdiskursen nach, reißt exemplarisch den kulturellen und politisch-ökonomischen Kontext der beiden Architekturentwicklungen an und untersucht den unter unterschiedlichen Rahmenbedingungen erfolgten Verlauf mit Blick auf die Geschichte der Disziplin selbst. Dabei hat die Schau nicht den Anspruch, die eine verbindliche „Wahrheit“ festzuschreiben, sondern sie versucht vielmehr durch Offenlegung weitgehend unbekannten Materials aus ost- und westdeutschen Archiven zum Vergleich und zur Diskussion anzuregen. Im Zentrum der Betrachtung stehen die jeweiligen disziplinären Diskurse wie etwa Fragen um das Wohnen, das Gedenken oder das Verhältnis von Tradition und Innovation.

Eingeflossen sind die Ergebnisse einer mehrjährigen Forschungsarbeit am Fachbereich Architektur der Hochschule für bildende Künste Hamburg, an der sich neben den Kuratoren Simone Hain und Hartmut Frank sowie der Projektkoordinatorin Katrin Peter zahlreiche Studierende mit ihren Arbeiten und Modellen beteiligt haben. Seit ihrer Produktion im Jahr 2004 wurde die Ausstellung weltweit in 26 Städten gezeigt – unter anderem in Hamburg, Vilnius,
Istanbul, Athen, Madrid, Canberra, Singapur, Shanghai, Peking, Bandung und Buenos Aires.

Eine Ausstellung des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) in Kooperation mit Föderation deutschsprachiger Architektursammlungen. Die Ausstellung wird in Erfurt in Kooperation mit der Stadt Erfurt präsentiert.

Dauer: 26.07.–13.09.2020
Öffnungszeiten: Di.–So., 11:00–18:00 Uhr
Ort: Galerie Waidspeicher, Michaelisstraße 10, 99084 Erfurt

veröffentlicht am 22.05.2020 von Björn Radermacher · Rubrik(en): News, Berufspolitik/ Kammerarbeit

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