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Dr. Stephan Jung ist neuer Vorstand

Die Stiftung Baukultur Thüringen hat seit dem 1. Mai 2020 einen neuen geschäftsführenden Vorstand und dankt Astrid Oestereich für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement

Neuer Vorstand: Dr.-Ing. Stephan Jung, Bild: Stiftung Baukultur Thüringen 2 Bilder.
Neuer Vorstand: Dr.-Ing. Stephan Jung, Bild: Stiftung Baukultur Thüringen

Der Stiftungsrat hat nach Ausschreibung und Auswahlprozedur Dr. Stephan Jung einstimmig zum Vorstand der Stiftung Baukultur Thüringen gewählt. Dr. Jung ist Architekt, Absolvent der Bauhaus-Universität Weimar, hat viele Jahre an der Architekturfakultät der Technischen Universität Mailand als Architekturprofessor gewirkt und ein beeindruckendes Portfolio von Projekten, Ausstellungen und Publikationen im Sektor der Gestaltung und der Reflektion von Architektur realisiert. Dies ist zweifellos eine exzellente Basis für die nächste Etappe der Entwicklung der Stiftung. Für Stephan Jung ist dies auch eine Rückkehr, denn er stammt ursprünglich aus Thüringen, kennt also das Besondere dieser Landschaft und des Freistaats.

Was kommt: Visionäre der Baukultur

Seit Kurzem arbeitet die Stiftung an einem neuen Format – den „Visionären der Baukultur“. Ziel ist, die bisherige Arbeit, welche auf zeitlich begrenzten Einzelprojekten basiert, durch ein Programm zu ergänzen, welches sich parallel zu diesen entwickelt und so der Stiftung ermöglicht, sich inhaltlich mit einer größeren Bandbreite baukultureller Aspekte und neuester Entwicklungen auseinanderzusetzen.

Wir alle sind ständig mit einem immer schnelleren Wandel ökologischer, ökonomischer, sozialer und digitaler Faktoren konfrontiert, die unser Leben verändern, uns oft aber auch ein Gefühl der Machtlosigkeit vermitteln. Diesem Umstand möchte die Stiftung entgegentreten und mit den „Visionären der Baukultur“ nicht mehr nur Architekten, Ingenieure und Gestalter ansprechen, sondern darüber hinaus alle Akteure, die versuchen, auf die Herausforderungen unsere Zeit Antworten zu finden.

Für das Programm wird die Stiftung verschiedene Formate entwickeln, die von Vorträgen und Gesprächen über Seminare und Workshops bis hin zu experimentelleren Formen reichen sollen. Diese Bandbreite wird es ermöglichen, die verschiedenen Disziplinen, mit welchen wir uns als Architekten, Ingenieure und Gestalter auseinandersetzen, erfahrbar zu machen. Thüringen ist hierfür ein idealer Ausgangspunkt, da hier eine Vielzahl der genannten Transformationsprozesse aufeinandertreffen.

Die Stiftung wird künftig also nicht nur mit Formaten spielen, um innovative Beiträge aus Architektur, Landschaftsarchitektur, Umweltgestaltung und Ingenieurwesen effektiv zu erzählen bzw. zusammen mit ihren Partnern neue Lösungen vorzuschlagen, sondern auch, um möglichst viele interessierte Mitbürger für die Themen der Baukultur zu sensibilisieren, um mit ihnen zu diskutieren und um mit ihnen gemeinsam neue Impulse für die Gestaltung unserer Zukunft zu setzen. Der neuen Website der Stiftung wird hierbei eine besondere Rolle zukommen.

Was ist: Beendigung der Interimsphase

Mit der Bestellung von Dr. Stephan Jung endet eine seit November 2019 bestehende Interimsphase, in der Prof. Dr. Gerd Zimmermann sein Amt als Präsident der Stiftung ruhen ließ, um die vakante Position des Stiftungsvorstands übergangsweise ausfüllen zu können. Dies war notwendig geworden, da Astrid Oestereich als langjähriger Vorstand der Stiftung diese Position aus persönlichen Gründen abgegeben hatte. In der Übergangszeit führte Gertrudis Peters als Vizepräsidentin der Stiftung die Amtsgeschäfte.

Was war: Dank an langjährigen Vorstand

Die Stiftung würdigt nachdrücklich die von Astrid Oestereich seit 2007 erbrachte Leistung als Vorstand und dankt ihr sehr für diese von großem Idealismus getragene Widmung auf das Anliegen der Stiftung. So war sie auch in schwierigen Zeiten ein Garant für deren Fortexistenz. Seit vier Jahren ist die Stiftung nun auf dem Weg eines Neustarts und dank bedeutender Förderer kann sie in einem insgesamt deutlich gewachsenen Projektvolumen wichtige Zukunftsakzente setzen. An diesem Aufschwung hat Astrid Oestereich einen großen Anteil, brauchte es doch gerade im projektorganisatorischen Bereich Expertise und andauernde Aufmerksamkeit. Indem die Stiftung Frau Oestereich für ihre langjährige Arbeit dankt, hofft sie zugleich, mit ihr – im Rahmen ihrer fruchtbringenden Tätigkeit für die Architektenkammer Thüringen – auch weiterhin zusammenwirken zu können.

Text: Prof. Dr.-Ing. Gerd Zimmermann, Dr.-Ing. Stephan Jung

veröffentlicht am 20.05.2020 von Björn Radermacher · Rubrik(en): News, Stiftung Baukultur Thüringen

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